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Dortmunder Volksbank führt Gespräche über Fusion mit der Volksbank Waltrop

Die Dortmunder Volksbank, eine der größten Volksbanken, könnte weiter wachsen. Es gibt Gespräche über eine Fusion mit der Volksbank Waltrop. Der Dortmunder Chef Martin Eul gibt eine Garantie.

Die Dortmunder Volksbank zählt mit ihrer Bilanzsumme von 7 Milliarden Euro (2018) zu den fünf größten Volksbanken in Deutschland. Bei den Bilanzpressegesprächen mit Journalisten zu Jahresbeginn geht es daher stets auch darum, welches kleinere Institut die Dortmunder als nächstes schlucken. Anfang des Jahres 2019 sagte der Dortmunder Volksbank-Chef Martin Eul noch, es sei "nichts in der Pipeline" - nun aber bahnt sich etwas an: Die Bank führt Fusionsgespräche mit der Volksbank Waltrop (Bilanzsummer 2018: 910 Millionen Euro).

Bei den Waltropern hat der Aufsichtsrat dem Vorstand den Auftrag erteilt, über eine Fusion mit Dortmund zu verhandeln - bei der Dortmunder Volksbank ist es genauso. "Wir wollen herausfinden, ob die Schnittmengen so groß sind, dass eine Fusion sinnvoll erscheint", sagte Martin Eul im Gespräch mit unserer Redaktion.

Fusion hätte keine Auswirkungen für Dortmunder Volksbank-Kunden

Auswirkungen auf die Dortmunder Kunden werde eine mögliche Fusion nicht haben, sagte Eul. Das Institut hat insgesamt rund 244.000 Kunden und 50 Filialen in Dortmund, Hamm, Unna, Schwerte und Castrop-Rauxel.

Was die Kollegen in Waltrop (160 Mitarbeiter; Dortmund: 990) angeht, müssten sie sich keine Sorgen machen, so Eul. Seit der Fusion mit der Volksbank-Castrop-Rauxel 1971 fahre man das Konzept, dass der vor Ort gut eingeführte Name der fusionierten Volksbank erhalten bleibt. So lief es auch bei den letzten Fusionen mit der Volksbank Unna-Schwerte 2003 und der Volksbank Hamm 2013.

Der Vorstand Volksbank Waltrop hat Bedingungen für eine Fusion gestellt, die "unumstößlich" seien. Dazu zählt, dass es keine Kündigungen geben dürfe und dass es weiterhin Geschäftsstellen vor Ort geben müsse.

Zu den Arbeitsplätzen sagt Eul: "Bei allen bisherigen Fusionen haben wir Arbeitsplatzgarantieren ausgesprochen. Das werden wir wieder machen. Eine Garantie von drei, vier, fünf Jahren ist möglich."

Entscheidung über Fusion fällt im September

In den nächsten Monaten sollen die Gespräche zwischen beiden Banken intensiviert werden, im September sollen dann beide Aufsichtsräte entscheiden. Die abschließende Entscheidung über eine Fusion müssten die Vertreterversammlungen beider Banken treffen - nötig ist jeweils eine Mehrheit von 75 Prozent. Käme es zu einer Fusion, wäre die Dortmunder Volksbank an der Bilanzsumme gemessen die drittgrößte Volksbank in Deutschland nach Berlin und Frankfurt.

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