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Die einen Homeoffice, die anderen Handwerk: Bauarbeiter packen auch in Corona-Zeiten zu – und sind damit eine zentrale Stütze der heimischen Wirtschaft.

IG BAU

Trotz Corona-Krise - Bauarbeiter packen noch zu

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Homeoffice ist in der Corona-Krise bei vielen Unternehmen angesagt. Anders auf Baustellen. Dort müssen viele Arbeiten weiterhin vor Ort erledigt werden. Für die IG BAU hat ein Aspekt dabei absolute Priorität.

  • 6200 Bau-Beschäftigte arbeiten auch in der Corona-Krise im Kreis RE weiter.
  • Laut IG BAU zeigt sich die Baubranche immuner gehen die Krise als andere Wirtschaftszweige.
  • Auch auf den Baustellen müssen Hygieneregeln eingehalten werden.

Kreis Recklinghausen - Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche im Kreis Recklinghausen mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter. Das berichtet die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Dank an die Bau-Beschäftigten im Kreis Recklinghausen

Und dankt den 6200 Bau-Beschäftigten im Kreis für ihren Einsatz. "Viele haben in den letzten Tagen zugepackt und machen das auch weiterhin. Natürlich trifft Corona auch den Bau hart. Das Abstandhalten macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss. Trotzdem zeigt sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen", betont Georg Nießing von der IG BAU Emscher-Lippe-Aa.

Zentraler Wirtschaftszweig im Kreis Recklinghausen

Nach Meinung von Nießing leisteten die Beschäftigten einen entscheidenden Beitrag zur Stützung der regionalen Wirtschaft. „Es sind die Maurer und Zimmerleute, die Landschaftsgärtner, die Dachdecker und Straßenbauer. Und vor allem auch die, die für den Nachschub auf dem Bau sorgen: die Beschäftigten der Baustoff-Industrie. Sie alle halten einen zentralen Wirtschaftszweig im Kreis Recklinghausen am Laufen. Denn wer auch in der Krise für mehr Wohnraum und funktionierende Straßen sorgt, der baut mit seinem Job ein Stück an der Zukunft. Damit leisten Bauleute einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Es ist Zeit, ihnen dafür einfach auch mal ,Danke´ zu sagen", so Nießing.

Hygieneregeln müssen eingehalten werden

Zugleich appelliert der Gewerkschafter an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. Große Frühstücksrunden im Baucontainer seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt im vollbesetzten Bulli zur Baustelle. Jede Baufirma müsse hier ihren eigenen Pandemie-Plan erstellen. 

„Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss unbedingt eingehalten werden – besser ist eine ganze Zollstocklänge: also 2 Meter. Das gilt für alle Bürger – und das muss auch auf dem Bau gelten. Sollte das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, muss der Chef spätestens dann auch Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen. All das heißt, dass sich Gewohnheiten ändern müssen. Es darf nicht alles 08/15 weiterlaufen. Viele Handgriffe, viele Sachen, die ‚schon immer so waren`, gehen jetzt nicht mehr. Arbeitsabläufe müssen sich ändern. Der Schutz der Beschäftigten hat oberste Priorität. Missachtet der Chef das, müssen sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen. Dabei hilft die Gewerkschaft“, macht Nießing deutlich.

Hier geht es zu Formularen und Anträgen für wirtschaftliche Hilfen.

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