Baumsammelaktion

Stars der Weihnachtszeit haben ausgedient

Bodelschwingh. - Noch vor Kurzem waren Nordmann- und Edeltanne die Stars im Wohnzimmer. Jetzt ist ihre Hochzeit vorbei und sie gehen auf ihre letzte Reise.

Vier Teams der Freiwilligen Feuerwehr Bodelschwingh rückten aus, um die überflüssig gewordenen Relikte vom Straßenrand einzusammeln. An Bord der Wagen des Löschzugs 21 saß je ein Sammel-Team aus Erwachsenen und Jugendlichen.

Doch zuerst hieß es um 7.30 Uhr antreten zum gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrhaus am Odemsloh. Dabei gab es für die Teams nicht nur frische Brötchen, sondern auch noch wichtige Instruktionen zum Thema "Bäume einsammeln", wobei das größte Gewicht auf die Sicherheit aller Beteiligten gelegt wurde. Alicia (13), Luna (12) und Ben (16) spitzten dabei besonders ihre Ohren, denn sie waren das erste Mal dabei.

Finn ist ein alter Sammelhase

Finn (16) ist schon ein alter Sammel-Hase, es war seine dritte Teilnahme. Gut gestärkt setzten sich die Jugendlichen in den vier Wagen des Löschzugs vom Standort in verschiedene Richtungen in Bewegung.

Das Team von Hauptbrandmeister Alf Lehmhaus, Brandinspektor Andreas Flur und Unterbrandmeister Damian Mazur fuhr zunächst den "Grollmannsweg" an. Hier lauerte auch schon die erste Hürde und einige "Tretminen" klebten an den Schuhen. Reinfahren in diese Straße war nicht möglich, da in der Sackgasse der Traktor mit Anhänger nicht wenden konnte.

Das hieß also für die jungen Aktiven: Baum für Baum einen weiten Weg bis zum Anhänger schleppen. In diesem Wohngebiet war die Aufnahmekapazität des Sammelanhängers allerdings schnell erschöpft. Es wurde daher von Hauptbrandmeister Lehmhaus entschieden, hier für das weitere Einsammeln einen LKW einzusetzen.

Schrotthändler stellt Lkw zur Verfügung

Ein Schrotthändler stellt für solche besonderen Fälle selbstlos seinen LKW zur Verfügung. Mit dem voll beladenen Traktoranhänger also erst einmal wieder zurück zum Gerätehaus. Hier landeten die Bäume in den von der EDG bereitgestellten Containern.

Nach einer kleinen Pause und Stärkung für die fleißigen Helfer ging die Fahrt dann über die Schloßstraße weiter. Die kleine Siedlung in der Straße "Kräutergarten" war dabei schnell abgegrast. Also weiter zum nächsten Sammelpunkt Kükenhöhlerweg und Fildeweg in Westerfilde. Dabei diente die Brietenstraße eigentlich nur als direkte Verbindung zu diesen Sammelstellen, da diese Straße nicht bewohnt ist.

Ein Berg von Tannenbäumen zu sehen

Doch schon beim Einbiegen war ein Berg von Tannenbäumen zu sehen. Großes Fragezeichen auf den Gesichtern aller Beteiligten. Wie kommen die den hierher? Des Rätsels Lösung war allerdings schnell erkannt. Ein Tannenbaumverkäufer hatte sich auf bequeme Art seiner übrig gebliebenen Exemplare entledigt. Fünfzehn Stück an der Zahl, wobei sich zwei davon noch handlich verpackt in einem Netz befanden. "Das hatten wir auch noch nicht", stellte Unterbrandmeister Damian Mazur trocken fest.

Straße für Straße wurde im Ausrückbereich der Freiwilligen Feuerwehr nun fleißig weiter angefahren. Einsammeln und auf den Hänger laden und am Standort abladen und in die Container geben: Die gleichen Handgriffe wurden unzählige Male wiederholt. Nach gut acht Stunden harter Arbeit konnte dieser Einsatz dann "ohne besondere Vorkommnisse", sprich Verletzungen, abgeschlossen werden.

Gemeinsames Essenfassen beendet den Tag

Ein gemeinsames Essenfassen beendete diesen erfolgreichen Tag. Es gab Hot Dogs bis zum Abwinken. Erschöpft ließen es sich alle schmecken. "Das war ein Mega-Spaß" war die einhellige Meinung aller Beteiligten. Kein Wunder also, dass sie sicher auch nächstes Jahr wieder dabei sein wollen, wenn die Weihnachtsbäume auf ihre letzte Reise gehen.

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