Bau beginnt im Februar

Kirchlinder Ortskern bekommt einen neuen Lidl

KIRCHLINDE - Lange mussten die Kirchlinder auf die Neugestaltung ihres Ortskerns warten. Doch jetzt ist es raus: Im Februar geht es los. Wir erklären, warum die Verhandlungen mit dem Investor so kompliziert waren.

Die Kirchlinder werden ihren Ortskern nach 2018 nicht wiedererkennen. Der vertraute Gebäudekomplex des TÜV Nord am der Kirchlinder Straße, ehemals Zeche Zollern, wird verschwinden. Dafür entsteht ein Lidl-Markt samt Parkplatz. Und der bislang nicht zugängliche Zechengarten mit seinen stattlichen Platanten wird ein kleiner Ortsteil-Park.

Aus der aktuellen "Planungsreife" ergibt sich der Zeitplan, wie ihn Thomas Rohr vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt den Bezirksvertretern vorstellte: Die Baugenehmigung soll noch im Dezember erfolgen. Im Januar zieht der TÜV aus den Gebäuden an der Kirchlinder Straße aus. Im Februar beginnen die Abrissarbeiten und der Neubau des Lidl. Für September ist die Eröffnung geplant.

Die BV hatte um dieses Information gebeten, weil sich die Planungen jetzt doch etwas dahinzogen. Die Verzögerung hatte hatte ihren Grund in detailreichen Verhandlungen mit dem sogenannten Vorhabenträger, der Medibau Grundstücksgesellschaft. Für die Erteilung der Baugenehmigung brauchte die Stadt Zusagen des Investors, die der aber für seine Finanzierung erst nach Garantien seitens der Stadt geben konnten. In den Verhandlungen kam man also Schritt für Schritt aufeinander zu und und hat sich nun einigen können.

Kreuzung am Limit

Zu den Detailfragen gehörte zum Beispiel die Zufahrt zum Lidl. "Die Kirchlinder Straße ist nicht geeignet für so eine Zufahrt", sagte Thomas Rohr. Über die Kirchlinder Straße läuft der Verkehr von der Malinckrodt-Straße in Richtung Westrich und Bövinghausen ab. Laut Verkehrsgutachten ist die Kreuzung Kirchlinder Straße/ Bärenbruch am Limit. Deshalb werden Lidl-Kunden über die Straße Im Dorloh fahren müssen. Die Einfahrt dürfte dort entstehen, wo man heute bereits ein Tor im alten Zechenzaun sehen kann.

Zwischen Straßenniveau und Baugrundstück gibt es einen Höhenunterschied, der im Zuge von Erschließungsarbeiten ausgeglichen werden muss.

Größere Haltestelle

Ein weiterer Verhandlungspunkt war die Haltestelle Kirchlinde Zentrum. Die Busse werden praktisch direkt vor der Lidl-Tür halten. Doch der Platz ist gering. Um die Haltestelle angemessen auch mit Unterständen zu modernisieren zu können, verzichtete der Investor auf vier Meter seines Grundstücks - ein Geben und Nehmen.

Die große ehemalige Maschinenhalle steht unter Denkmalschutz und wird stehenbleiben. Zwischen Lidl-Einfahrt und Halle bleibt eine kleine aber nicht unerhebliche Grünfläche soll ein tadtteil-Park entstehen, vermutlich mit den bestehenden Platanen.

Die Bezirksvertreter zeigten sich zufrieden mit dem Stand der Planungen. Es gab zahlreiche Detailfragen aber praktisch keine Kritik. Thomas Rohr kennt den Grund: "Die Attraktivität des Kirchlinder Zentrums wird enorm gesteigert."

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