Bergbau

Trotz Kohlezechen-Schließung wechseln Wenige ins Kalirevier

Philippsthal/Essen (dpa) - Trotz der Schließung von allen deutschen Steinkohlezechen sind wenige Kohle-Bergleute ins hessisch-thüringische Kali-Revier gewechselt. "Es sind nur einzelne Mitarbeiter aus dem Ruhrpott zu uns gekommen", sagte André Bahn,

Betriebsratsvorsitzender des Dünger- und Salzproduzenten K+S. Das Kasseler Unternehmen bemüht sich um neue Mitarbeiter und habe auch im Ruhrgebiet aktiv geworben. An seinem größten Standort, dem Werk Werra beschäftigt K+S 4400 Mitarbeiter, davon 2100 Bergleute.

Im Ruhrgebiet ist die Zahl der Bergleute drastisch gesunken. Das Bergbauunternehmen RAG beschäftigte Mitte der 1990er-Jahre noch rund 80 000 Menschen - jetzt sind es weniger als 3000. Etwa 40 000 von ihnen haben den Bergbau in den regulären Ruhestand oder den Vorruhestand verlassen. Die anderen 40 000 sind nach RAG-Angaben an andere Arbeitgeber vermittelt worden. "Der Arbeitsmarkt für Facharbeiter aus dem Bergbau ist auch im Ruhrgebiet gut", sagt ein RAG-Sprecher.

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