Jugendamt
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Falsche Jugendamtsmitarbeiter treiben in Duisburg und Gelsenkirchen ihr Unwesen.

Eltern aufgepasst

Betrüger oder Gefahr für Kinder? Wieder falsche Jugendamtsmitarbeiter

Wenige Tage nach Gelsenkirchen warnt auch die Stadt Duisburg wegen eines konkreten Falles vor falschen Jugendamtsmitarbeitern.

Duisburg/ Gelsenkirchen - Ein unbekannter Mann und eine unbekannte Frau hätten am Donnerstagmittag bei einer Familie im Stadtteil Hüttenheim einen falschen blauen Dienstausweis vorgezeigt und dabei Zutritt zu der Wohnung gefordert. Sie verlangten nach Informationen der Stadt Duisburg gezielt die Herausgabe des jüngsten Kindes. "Die Familie hat sich Gott sei dank an das Jugendamt gewandt. Alles richtig gemacht", sagte eine Sprecherin der Stadt Duisburg am Freitag. Mehrere Medien hatten über den Vorfall berichtet.

"Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Sprecher der Duisburger Polizei am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. So sei bislang etwa unklar, ob es sich um versuchte Kindesentführung handele oder eine bislang unbekannte Form des Trickbetrugs, um in fremde Wohnungen zu gelangen.

Stadt Gelsenkirchen hatte vergangene Woche vor falschen Jugendamtsmitarbeitern gewarnt

Auch ein möglicher Zusammenhang zum Vorfall in Gelsenkirchen werde geprüft. Im Fall Duisburg sei das Kind, auf das sich die Unbekannten bezogen, ein nicht einmal einjähriges Mädchen.

Die Stadt Duisburg mahnt deshalb aus dem aktuellen Anlass: "Bitte lassen Sie sich immer den Dienstausweis der städtischen Mitarbeiter (am städtischen Siegel zu erkennen) vorzeigen und wenden sich bei Zweifeln umgehend an das Jugendamt der Stadt Duisburg unter (0203) 283-3484 oder wenden Sie sich an die Polizei unter 110."

Die Stadt Gelsenkirchen hatte erst am vergangenen Freitag vor falschen Jugendamtsmitarbeitern gewarnt. Bei einer Familie hätten sich zwei unbekannte Frauen als Jugendamtsmitarbeiter ausgegeben und die Herausgabe eines Kindes gefordert.

Einen Dienstausweis konnten sie nicht vorzeigen. Dies sei unbedingt erforderlich, betont die Stadt. Neue Erkenntnisse zu dem Fall aus der vergangenen Woche lägen der Stadt nicht vor, sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage.

dpa

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