150 Bewerbungen

Drei "Talentschulen" kommen aus dem Kreis Recklinghausen

Düsseldorf/Marl/Recklinghausen - Nur das Beste für Schüler mit den schlechtesten Voraussetzungen - so will die Landesregierung für mehr Chancengerechtigkeit an sozialen Brennpunkten sorgen. Ihr Rezept: Talentschulen.

An 60 sogenannten Talentschulen in Nordrhein-Westfalen sollen Kinder künftig besonders gefördert werden - vor allem an sozialen Brennpunkten. Am Freitag verrät Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die ersten Standorte. Eine Fachjury hat aus fast 150 Bewerbungen 35 Schulen ausgewählt, die zum Schuljahr 2019/20 mit dem Konzept starten. Weitere 25 sollen ein Jahr später folgen.

Die Schulen sollen für ihre Aufgabe zusätzliche Lehrer und eine exzellente Ausstattung mit modernster digitaler Infrastruktur erhalten. Die schwarz-gelbe Landesregierung setzt damit ein Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag um. Dort heißt es: "Von diesen Talentschulen erhoffen wir uns, dass sie als Leuchtturmprojekte der schulischen Bildung eine positive Wirkung auf die Qualitätsentwicklung in allen Schulen entfalten."

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte dagegen im Vorfeld angezweifelt, dass Top-Bedingungen für wenige zu besseren Lernbedingungen und Chancengleichheit für tausende Schüler in anderen Einrichtungen führen werden.

Koalitionsvertrag S. 16

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