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An der Gas-Baustelle wurden die Arbeiten nach dem Unglück mittlerweile wieder aufgenommen.

Bezirksregierung untersucht Gas-Explosion

Ursachenforschung nach Gas-Forschung geht weiter

MARL - Der Grund für das Pipeline-Unglück an der Recklinghäuser Straße bleibt unklar. Jetzt wurden Experten eingeschaltet.

Die Unglücksursache für das Gas-Unglück an der Recklinghäuser Straße (B 225) steht noch nicht fest. „Bis wir genaue Aussagen machen können, wird es noch einige Zeit dauern“, schätzt Andreas Nörthen, Sprecher der zuständigen Abteilung Bergbau und Energie bei der Bezirksregierung Arnsberg, die Sachlage ein.

Fakt ist, dass ein dehnbares Stück, das zwei Leitungsteile miteinander verbindet, komplett auseinandergerissen ist – was eigentlich nur passieren kann, wenn die Leitungsteile massiv verschoben werden. „Wir müssen herausbekommen, was so eine Bodenbewegung ausgelöst haben kann“, so Nörthen weiter. Deshalb hat die Bezirksregierung jetzt auch sogenannte Markscheider (geowissenschaftliche Vermessungsingenieure) in die Untersuchung mit einbezogen.

Ermittlungen in alle Richtungen

„Früher hat es in diesem Bereich bergbaubedingte Bodenbewegungen gegeben“, erläutert der Sprecher. Er geht aber nicht davon aus, dass das an der Recklinghäuser Straße zu dem Gasaustritt geführt haben könnte. „Wir wollen aber nichts ausschließen und ermitteln in alle Richtungen“, so Nörthen weiter.

Mitte Januar war an der Recklinghäuser Straße im Städtedreieck Marl/Herten/Recklinghausen eine Gashochdruck-Pipeline geborsten. Der schlagartige Gas-Austritt hatte einen tiefen Krater in den Boden gerissen. Die Leitung liegt dort seit Jahrzehnten. Durch Zufall wurde im letzten Jahr festgestellt, dass die Pipeline zu hoch in der Erde liegt. Sie soll tiefer gelegt werden. Deshalb wurde die Baustelle an der Recklinghäuser Straße in Höhe der Fischteiche eingerichtet. Bei dem Unglück kam niemand zu Schaden.

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