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Steht am Ende eine Haftstrafe?

Staatsanwältin fordert Haftstrafe

Messerstiche endeten beinahe tödlich

Nach einer beinahe tödlichen Bluttat vor einem Krankenhaus droht einem 24-Jährigen eine empfindliche Strafe. Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat am Freitag viereinhalb Jahre Haft beantragt.

Nach einer beinahe tödlichen Bluttat vor einem Krankenhaus droht einem 24-Jährigen eine empfindliche Strafe. Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat am Freitag viereinhalb Jahre Haft beantragt. Die Messerattacke passierte am frühen Nachmittag des 26. November 2018 in unmittelbarer Nähe zum Marienhospital Herne. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Angeklagte und ein bis heute flüchtiger Komplize („Alex“) mit dem späteren Opfer verabredet hatten, um nach einem Streit ein „klärendes Gespräch“ zu führen. 

Zuerst soll der Begleiter des Angeklagten mit einem Messer auf das Bein des späteren Opfers eingestochen haben. Anschließend soll auch der Angeklagte den am Boden liegenden, stark blutenden Mann geschlagen und getreten haben. 

Das Opfer (26) wurde lebensgefährlich verletzt. Im rechten Bein war die Hauptschlagader durchtrennt worden, was zu massivem Blutverlust führte. Außerdem erlitt der 26-Jährige mehrere Knochenbrüche sowie zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen. Einzig eine Not-Operation rettet ihn das Leben. 

Staatsanwältin Svenja Große-Kreul sprach im Plädoyer von „Selbstjustiz“, die der Angeklagte und sein Komplize geübt haben. Auch wenn der Angeklagte an die Opferseite 5000 Euro Schmerzensgeld gezahlt habe, sei eine Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung unerlässlich. Der Angeklagte hatte im Prozess zum Schluss ein Geständnis abgelegt und sich entschuldigt: „Das war der größte Fehler meines Lebens.“ Der 24-Jährige und sein Verteidiger Volker Schröder hoffen auf die Verhängung einer Bewährungsstrafe Urteil: 3. Dezember.

Eine mysteriöse Drohung in einem privaten Telefonat wurde einem Mann in Gladbeck zum Verhängnis.

In Herne wurde ein Kiosk überfallen. Die mutige Mitarbeiterin schlug das Räuber-Trio in die Flucht.

In Herten gab es jetzt den vierten Exhibitionismus-Fall seit dem 18. November. Vor der Goetheschule wurde ein sechsjähriges Mädchen von einem Mann belästigt

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