Gilftschlage
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Eine Schlange versteckt sich möglicherweise im Keller eines Bochumer Kindergartens.

Verstecktes Reptil?

Nach Hautfund: Feuerwehr beendet jetzt endgültig den Einsatz im Kindergarten-Keller

Nach dem Fund einer großen Schlangenhaut im Kellergeschoss eines Kindergartens in Bochum sucht die Feuerwehr weiterhin nach einem dort möglicherweise versteckten Reptil. Eine Erzieherin war in dem Keller des Gemeindehauses mit Kindergarten und Jugendheim auf die Haut gestoßen.

  • Große Schlangenhaut im Kita-Keller entdeckt
  • Sechs Kinder und fünf Erzieher mussten das Gebäude verlassen
  • Mit Klebeband und 25 Kg Mehl auf Spurensuche

Update, 28.1., 15:40 Uhr: Die Schlangensuche im Keller einer Bochumer Kita ist am Donnerstag endgültig eingestellt worden. «Es wurde keine Schlange gefunden», sagte Feuerwehrsprecher Markus Wendelberger. Das Gebäude wurde wieder freigegeben. «Es kann gefahrlos betreten werden», versicherte der Sprecher.

Die aufwändige Suche nach dem Reptil hatte am Montag nach dem Fund einer Schlangenhaut im Keller der Kita begonnen. In einem Karton hatte eine Erzieherin die abgestreifte Haut von einem vermutlich bis zu 1,50 Meter langen Teppichpython entdeckt, einer Würgeschlange, deren Biss schmerzhaft, aber ungiftig ist. Bei der Suche wurde unter anderem Mehl auf dem Boden verstreut, um eventuelle Kriechspuren feststellen zu können. Am Donnerstag hatten zwei Reptilienexperten und der Sprecher selbst einen Abschlussdurchgang durch das Gemeindehaus unternommen, das neben einer Kita auch ein Jugendzentrum beherbergt. Zweieinhalb Stunden habe man nochmals «akribisch geguckt», sagte Wendelberger. Vor einer Wiederöffnung stünden nun noch Reinigungs- und Räumarbeiten an. Wann die Kita nun wieder geöffnet werden soll, wurde zunächst nicht bekannt.

Update, 27.1., 16.30 Uhr:  Auch am dritten Tag nach dem Fund einer Schlangenhaut im Keller einer Kita in Bochum ist die aufwendige Suche nach dem Python vergeblich geblieben. «Wir haben den Einsatz am Nachmittag ergebnislos abgebrochen», sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwoch. Am Donnerstag wollen die Einsatzkräfte gemeinsam mit einem Reptilienexperten das Gebäude letztmalig begehen und dann entscheiden, ob die Kita wieder freigegeben werden kann. Bislang habe man von der Schlange keine Spur finden können. Alle Räume seien aufwendig durchsucht worden. Mit Schlauchkameras seien am Mittwoch zudem die Hohlräume unter der Deckenverkleidung kontrolliert worden. Auch auf dem am Boden verstreuten Mehl konnten die Experten keine Spuren von Schlangenbewegungen feststellen. In einem Karton hatte eine Erzieherin am Montag die abgestreifte Haut von einem vermutlich bis zu 1,50 Meter langen Teppichpython entdeckt. Um sicher zu gehen, dass die Würgeschlange, deren Biss schmerzhaft aber ungiftig sei, nicht mehr im Gebäude ist, durchsucht die Feuerwehr seit Montag jeden Winkel des Gemeindehauses, das neben einer Kita auch ein Jugendzentrum beherbergt. Der Kitabetrieb war vorsorglich ausgesetzt worden.

Update, 26.1., 13.34 Uhr:  Die in einem Kindergarten-Keller in Bochum gefundene Schlangenhaut gehört nach Experteneinschätzung wahrscheinlich zu einem Teppich-Pyton. Die auf 1,30 bis 1,50 Meter Länge geschätzte Würgeschlange sei zwar nicht giftig, ihr Biss sei aber äußerst schmerzhaft, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Bochum am Dienstag (26.1.). Von dem Reptil fehlt allerdings weiter eine Spur. «Wir drehen hier jetzt jeden Bauklotz um», sagte der Feuerwehrsprecher. Der Einsatz wird begleitet von zwei Schlangenexperten. Am Montag hatte eine Erzieherin die große Schlangenhaut in einem Karton im Keller des Gemeindehauses gefunden, in dem sich die Kindertagesstätte befindet. Die Feuerwehr ist seither im Einsatz und sucht nach dem Tier, das sich möglicherweise noch im Gebäude aufhält.

Die Feuerwehr zog umgehend zwei Schlangenexperten hinzu. Nach deren Einschätzung könnte das Tier zwischen 1,30 und 1,50 Metern lang sein und sich noch in den Räumen befinden. Die sechs Kinder und fünf Erzieher des Kindergartens mussten am Montag vorsichtshalber das Gebäude verlassen. Es sei nicht eindeutig feststellbar, ob die Haut zu einer ungiftigen oder giftigen Schlange gehöre, hieß es.

Keller wird Stück für Stück ausgeräumt

Zunächst habe man damit begonnen, den Keller Stück für Stück auszuräumen. Außerdem seien rund 25 Kilogramm Mehl sowie zehn Rollen doppelseitiges Klebeband auf dem Weg zur Einsatzstelle. Damit wollen die Experten der Schlange eine Falle stellen. Mit verstreutem Mehl auf dem Boden wollen sie herausfinden, ob sie tatsächlich im Gebäude unterwegs ist und ihre Spuren hinterlässt. Solange man das Gebäude noch nicht abschließend durchsucht habe oder die Schlange gefunden wurde, können die Kinder dort auch am Dienstag voraussichtlich nicht betreut werden, sagte der Feuerwehrsprecher.

Einen ähnlichen Einsatz hatte es um den Jahreswechsel in einem Mehrparteienhaus in Dortmund gegeben. Eine Schlange wurde trotz aufwendiger, zweiwöchiger Suche nicht entdeckt.

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