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Ein Polizist greift zur Waffe.

Ermittlungen

Welcher von den beiden Polizisten hat geschossen?

Noch immer ist das Geschehen auf einem Bochumer Friedhof nicht aufgeklärt. Gründonnerstag war ein 77-Jähriger ums Leben gekommen.

Drei Monate nach dem Tod eines 77-Jährigen auf einem Bochumer Friedhof laufen die Ermittlungen gegen zwei Polizeibeamte weiter. Es habe einige Zeit gedauert, bis man auf dem Gelände das gesuchte Projektil aufgespürt habe, sagte ein Sprecher der Polizei in Essen. Das Landeskriminalamt erarbeite derzeit ein ballistisches Gutachten. Das könne noch bis Ende August dauern. Es werde auch als Grundlage für weitere Zeugenvernehmungen benötigt.

Der Senior war bewaffnet

Am Gründonnerstag war die Polizei zu dem Friedhof gerufen worden, weil ein Unbekannter in Begleitung einer Frau mit einem scharfen Gewehr aufgefallen war. Beim Einsatz trafen zwei Beamte auf den 77-Jährigen. Es soll plötzlich zu einer Bedrohungssituation gekommen sein, der bewaffnete Senior wurde an der Schulter getroffen. Eine Polizistin behandelte die stark blutende Wunde bis zum Eintreffen der Sanitäter. Der Mann starb zwei Tage später. Er hatte eine Jagderlaubnis, die unter engen Voraussetzungen auch für den Friedhof galt, wie sich später ergab.

Bei der Essener Polizei - sie ermittelt aus Neutralitätsgründen in Bochum - hieß es, man gehe von nur einem Schuss aus. Wer von den beiden Beamten ihn abgegeben habe, solle das LKA-Gutachten zeigen. Die Polizisten hätten dazu bisher geschwiegen. Ermittelt werde "wegen Körperverletzung mit Todesfolge oder wegen Totschlags".

Dass Polizisten zur Schusswaffe greifen, kommt immer wieder vor. Häufig geschieht es aus Notwehr.

dpa

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