Borussia Dortmund

Achtelfinale gegen Bremen verspricht Spannung und Dramatik

DORTMUND - Der Start in die Englischen Wochen hat es in sich für den BVB. Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen, das verspricht heute Abend (20.45 Uhr, Signal Iduna Park) Spannung und Dramatik.

Pokal mögen sie eigentlich in Dortmund und haben das in der jüngeren Vergangenheit ja auch in der Regel recht gut gemacht. Seit dem Double-Sieg 2012 stand der BVB vier weitere Male im Berliner Finale, keine schlechte Quote also. Doch irgendwie wird Borussia Dortmund in diesem Jahr nicht warm mit dem Lieblings-Wettbewerb. Erste Runde: ein 2:1 gegen den Zweitligisten Greuther Fürth mit zwei späten Treffern und einer Verlängerung. 2:1 auch in Runde zwei gegen Union Berlin. Wieder ein Zweitligist, wieder Verlängerung und ein Last-Minute-Siegtor.

Jetzt kommt Werder Bremen, die im Dezember in Dortmund eine gute Visitenkarte abgegeben haben und daraus einiges an Selbstvertrauen ziehen. Dieses Spiel, glaubt Werder-Trainer Florian Kohfeldt gar, werde dafür sorgen, dass BVB-Trainer Lucien Favre auf eine große Rotation verzichten würde. "Dafür haben wir es zu gut gemacht."

Favre hat viel Lob für Bremen übrig

Dortmunds Trainer wollte da am Montag gar nicht widersprechen. Max Kruse? "Ein cleverer und sehr guter Spieler!" Werder generell? "Eine sehr gut organisierte Mannschaft!" Favre hat mal wieder viel Lob für den Gegner übrig.

Der wichtigsten Frage weicht Favre aus. Rotation "in einem gewissen Maße" sei aber "obligatorisch", sagt der Schweizer, "es geht nicht anders." Und er bringt ein Beispiel aus dem Herbst, als er während der Fülle der Englischen Wochen in der Innenverteidigung diese Möglichkeit nicht gehabt habe. "Wir mussten durchspielen. Und was ist passiert? Zagadou hat sich verletzt."

Wer könnte hinein- oder hinausrotieren?

Besagter Dan-Axel Zagadou hat am Sonntag nach ewig langer Pause endlich wieder mit der Mannschaft trainiert. Das reicht aber natürlich nicht aus, um heute schon ein Kader-Kandidat zu sein. Wer sonst hinein- oder hinausrotieren könnte?"Ich muss abwarten", sagt der 61-Jähige. Und Favre sagt dies mit einer Stimme, als bereite es ihm, dem Perfektionisten, körperliche Schmerzen, so kurz vor dem Spiel so wenige griffige Informationen zu haben. Die Mannschaft hat nur regenerativ trainiert, auch Teamarzt Dr. Markus Braun sei noch nicht dagewesen, der schließlich der Mann ist, der bei allen Wackelkandidaten den Daumen hebt oder senkt.

Zum Beispiel bei Marcel Schmelzer, der ein Startelf-Kandidat wäre, seit Samstag aber erkältet ist. Welche Spuren der Stresstest in der Mainmetropole hinterlassen hat und ob der BVB in der Lage ist, die hohe Belastung beim intensiven 1:1 in Frankfurt wegzustecken, das könnte auf den Ausgang der Partie heute einen maßgeblichen Einfluss haben.

Kommt Sahin gegen den BVB zum Einsatz?

Zweitligist Union Berlin hat es im Oktober in Dortmund geschafft, mit gelegentlichen Nadelstichen die Partie bis in die 120. Minute offen zu halten. Ganz so defensiv wird Werder heute in Dortmund nicht agieren - aber auch Kohfeldt predigt das schnelle Umschalten nach Ballgewinn. Für einen Ex-Dortmunder könnte dies ein K.o.-Kriterium bei der Wahl der elf Startspieler sein.

Nuri Sahin ist im defensiven Mittelfeld nicht unumstrittener Stammspieler in Bremen, auch wenn ihn die Werder-Verantwortlichen in den höchsten Tönen loben. Philipp Bargfrede, der beim 1:1 in Nürnberg wegen einer Gelbsperre gefehlt hatte, dürfte ob seiner Körperlichkeit die bessere Option sein.

Änderungen beim BVB sind eher in der Offensive zu erwarten. Jadon Sancho würde eine Pause gut tun, Mario Götze könnte für Alcacer ins Team rücken, der Startelf lange nicht so gut kann wie die Jokerrolle von der Bank. Hinten lauert Ömer Toprak auf eine Chance.

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