Borussia Dortmund

Zorc dementiert Kagawa-Gerüchte - BVB-Klarheit bei Akanji in den kommenden Tagen

Dortmund - Beim BVB besitzt Shinji Kagawa keine sportliche Perspektive mehr. Meldungen aus Frankreich, nach denen Girondins Bordeaux eine Leihe plant, werden sich aber wohl nicht konkretisieren.

Wie der französische Sportjournalist Eric Barrère via Twitter vermeldete, soll sich der BVB mit dem Erstliga-13. auf eine Ausleihe Kagawas bis zum Ende der laufenden Saison geeinigt haben. Nun müsse, schreibt der für "being Sports" arbeitende Barrère, nur noch Kagawa selbst überzeugt werden. BVB-Sportdirektor Michael Zorc erklärte auf Anfrage dieser Redaktion: "Davon ist mir nichts bekannt."

Verzwickte Ausländerregelung

Kagawa, der im März 30 Jahre alt wird, hatte immer wieder stark mit einem Wechsel in die spanische "La Liga" geliebäugelt. Auch wenn es von dort bislang kein ernsthaftes Interesse gab, favorisiert Kagawa nach Informationen dieser Redaktion auch weiterhin ein Engagement in Spanien. Allerdings stellt die Ausländerregelung dort eine nicht zu unterschätzende Hürde dar: Kagawa müsste einen Verein finden, der noch einen weiteren Nicht-EU-Ausländerplatz frei hat. 17 Tage bleiben, um vor Ende der Winter-Transferperiode eine Klärung herbeizuführen.

Im Bestreben, seinen immer noch gut gefüllten Kader zu verkleinern, wird die Borussia dem alt gedienten Spieler keine Steine in den Weg legen. Wie bei Sebastian Rode (zu Eintracht Frankfurt) und zuvor Andre Schürrle (zum FC Fulham) wäre eine Leihe aufgrund der fehlenden Spielpraxis Kagawas, seines Alters und seiner Gehaltsvorstellungen die derzeit wohl bestmögliche Option - verbunden mit der Hoffnung, dass er sich dann in den kommenden sechs Monaten für eine endgültige Verpflichtung empfehlen kann.

Rückkehr im August 2014

Kagawa wurde im Sommer 2010 beim japanischen Zweitligisten Cerezo Osaka entdeckt und für den Schnäppchenpreis von nur 350.000 Euro verpflichtet. Nachdem er sich zu einem Schlüsselspieler im zentralen Mittelfeld entwickelt und maßgeblichen Anteil an den Dortmunder Überraschungsmeisterschaften 2011 und 2012 hatte, zog es ihn im Sommer 2012 zu Manchester United. Dort wurde Kagawa in zwei Jahren allerdings nicht glücklich. Am 30. August 2014 holte ihn der BVB zurück nach Dortmund. Seither kam er in 99 Bundesliga-Partien (20 Tore, 24 Assists) für die Schwarzgelben zum Einsatz, in dieser Spielzeit jedoch nur noch zu vier Pflichtspielen, nicht eins davon über die vollen 90 Minuten. Sein BVB-Vertrag läuft noch bis 2020.

Unterdessen steht in der Personalie Manuel Akanji nun eine Entscheidung bevor. Wegen wiederkehrender Hüftprobleme, die erstmals im Oktober auftraten und ihn nun wieder behindern, hatte der Schweizer Innenverteidiger das komplette Trainingslager in Marbella verpasst und sich für weitere Untersuchungen zu mehreren Spezialisten begeben. "Wir haben noch nichts Neues, erwarten aber in dieser Woche eine Klärung", meinte Zorc auf Anfrage.

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