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Während eines Brandeinsatzes in der Innenstadt von Bottrop wurden die Helfer der Feuerwehr plötzlich selbst zu Opfern.

Aus Helfern werden Opfer

Skandalöse Szenen bei Feuerwehr-Einsatz in Bottrop - die Polizei sucht Zeugen

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Skandalöse Szenen gibt es bei einem Brandeinsatz der Feuerwehr in Bottrop. Schließlich muss sogar die Polizei eingreifen. Der Grund schockiert.

Update, 10.56 Uhr:

Auch die zuständige Polizei Recklinghausen hat mittlerweile eine Mitteilung zu den schlimmen Übergriffen auf Feuerwehrleute in Bottrop veröffentlicht. Die Behörde sucht nun Zeugen, die die Tat bzw. die Täter beobachtet haben. Sie sollen sich mit dem Regionalkommissariat in Gladbeck unter Tel. 0800/2361-111 in Verbindung zu setzen

Nach Angaben der Polizei hatten Polizeibeamte vor Ort einen flachen Kieselstein gefunden. Ein Feuerwehrmann war am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr bei Aufräumarbeiten nach einem Brand an der Hochstraße von einem Stein am Bein getroffen und leicht verletzt worden.

Unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Es sah zunächst alles nach einem normalen Einsatz für die Feuerwehr Bottrop aus: Gegen 17.55 Uhr wurde sie am Dienstag zu einem Kellerbrand an der Hochstraße gerufen. 

Als die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen, hatten die 47 Bewohner des Hauses, dessen Eingang an der Bothenstraße liegt,  teilweise schon das Gebäude verlassen. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, war jedoch noch ein leichter Brandgeruch wahrnehmbar. 

Also machte sich die Feuerwehr auf die Suche nach der Ursache. Es erfolgte eine umfassende Erkundung des Gebäudes, in dem sich viele verwinkelte Keller befinden. Außerdem suchte die Freiwillige Feuerwehr Altstadt auch in den angrenzenden Geschäften nach dem möglichen Brandherd. 

Brand in Bottrop: Feuerwehr muss nicht mehr löschen

Schließlich wurde nach Angaben der Feuerwehr Bottrop eine leichte Verrauchung im Bereich einer Dehnungsfuge festgestellt. Nach dem gewaltsamen Öffnen einer weiteren Kellertür konnte der Brandherd in einer Elektrounterverteilung gefunden werden. 

Zu diesem Zeitpunkt war das Feuer aber bereits erloschen. Nachdem auch bei einer Kontrolle mit einer Wärmebildkamera keine erhöhten Temperaturen festgestellt wurden, konnten alle Bewohner unverletzt wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Einsatzkräfte werden mit Steinen beworfen

Doch nach dem eigentlichen Brandeinsatz ereignete sich das Unfassbare: Bei den Aufräumarbeiten kam es zu Übergriffen auf die Einsatzkräfte. Im Bereich der Hochstraße wurden sie von unbekannten Personen mit Steinen beworfen. Ein Feuerwehrmann wurde dabei leicht verletzt. 

Polizei in Bottrop: Von den Tätern fehlt noch jede Spur

Die Polizei suchte im Bereich um den Tatort vergeblich nach den Steinewerfern ab und fertigte eine Strafanzeige gegen Unbekannt. Die Behörde hat nun Ermittlungen zur Brandursache sowie zu den Steinewerfern aufgenommen. 

Die Feuerwehr Bottrop war bei dem Brand mit dem Löschzug der Wache 1 sowie der Ortswehr Altstadt rund eine Stunde im Einsatz. Die Ortswehr Bottrop-Eigen stellte in der Zeit den Grundschutz sicher.

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Die Feuerwehr Oer-Erkenschwick ist am Mittwochmorgen erneut zu dem Mehrfamilienhaus an der Ewaldstraße ausgerückt, in dem es vor Weihnachten zu einer Gasexplosion gekommen ist.

Auch in Datteln sind in der Silvesternacht Helfer zu Opfern geworden: Feuerwehrleute sahen sich böswilligen Angriffen ausgesetzt.

Ebenfalls in der Silvesternacht kam es in Leipzig zu Zusammenstößen zwischen mutmaßlichen Linksextremisten und der Polizei. 

In Augsburg wurde ein Feuerwehrmann bei einem Streit sogar getötet.

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