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An dieser Bushaltestelle in Essen hatte der Angeklagte eine wartende Frau angefahren.

Urteil des Landgerichts

Amokfahrt in der Silvesternacht in Bottrop und Essen - diese Strafe erwartet den 50-jährigen Täter

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In der Silvesternacht 2018 ist Andreas N. mit seinem Auto in Bottrop und Essen gezielt auf Menschen zugefahren. Jetzt wurde das Urteil gegen den 50-Jährigen verkündet.

Update, 11. Dezember:

Nach dem Anschlag mit einem Auto in der vergangenen Silvesternacht ist der 50-jährige Andreas N. aus Essen auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Der Täter war in Bottrop und Essen gezielt auf Menschen zugefahren, die aus seiner Sicht einen Migrationshintergrund hatten. 14 Menschen wurden verletzt, eine Frau schwebte in Lebensgefahr. 

Laut Urteil des Essener Landgerichts von Mittwoch leidet der Deutsche unter paranoider Schizophrenie. Er habe in der Wahnvorstellung gehandelt, einen Terroranschlag verhindern zu müssen. Einen rechtsradikalen Hintergrund gab es demnach nicht. Vor Gericht galt der Mann als schuldunfähig.

Amokfahrt in Bottrop: Angeklagter zeigt keine Regung

Unsere Berichterstattung vom 10. Dezember:

Andreas N. zeigte keine Regung, als Staatsanwältin Julia Schweers-Nassif am Dienstag noch einmal in Erinnerung rief, was in der letzten Silvesternacht passiert ist. Mindestens 14 Menschen wurden verletzt, eine Frau sogar lebensgefährlich. Sie war gleich zweimal vom Auto des Angeklagten überrollt worden. Jetzt droht dem 50-Jährigen die unbefristete Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie. Das hat die Anklägerin gefordert.

Laut Staatsanwaltschaft ist der 50-Jährige gegen Mitternacht gezielt auf Menschen zugefahren, die aus seiner Sicht einen Migrationshintergrund hatten. Ein rassistischer Hintergrund? So sah es zunächst aus.

Amokfahrer von Bottrop fühlte sich wie ein "Staubsauger"

Viele der Opfer sahen den Wagen gar nicht kommen. „Kinder und Erwachsene haben sich auf das Feuerwerk konzentriert“, so die Anklägerin. Haupttatort war der Berliner Platz in Bottrop, dann ging es weiter nach Essen.

Andreas N. fuhr auf die Gegenfahrbahn und über Bürgersteige. Zum Prozessauftakt hatte er erklärt, dass er sich wie ein „Staubsauger“ gefühlt habe, der alles aufgesaugt habe.

Der Hintergrund: ein akuter Krankheitsschub. Der 50-jährige Essener leidet seit Jahren unter paranoider Schizophrenie. In der Silvesternacht müsse er sich dann eingeredet haben, ein Terroranschlag stehe kurz bevor und er sei auserkoren, diesen zu verhindern.

„Ich weiß, dass das alles keinen Sinn macht“, hatte Andreas N. im Prozess am Essener Landgericht erklärt. Trotzdem habe er den Motor gestartet und sei in die Fußgängerzone gefahren. Von einem Hass auf Ausländer könne aber keine Rede sein.

Bottrop: Amokfahrer "eine Gefahr für die Allgemeinheit"

„Die Situation war für ihn unberechenbar und unkontrollierbar“, so Staatsanwältin Schweers-Nassif. „Er hatte es nicht in der Hand, wo und wie er Menschen überfährt.“

Rechtlich habe es sich um versuchten Mord, versuchten Totschlag und Körperverletzung gehandelt. Bestraft werden kann Andreas N. allerdings nicht. Er sei schuldlos, so die Anklägerin. Weil er nicht in der Lage gewesen sei, das Unrecht einzusehen. Und dieser Zustand gelte zum Teil auch heute noch. „Er ist eine Gefahr für die Allgemeinheit“, so Schweers-Nassif. Unbehandelt sei mit weiteren Taten zu rechnen. Das Urteil soll am Mittwoch verkündet werden.

Zu einer kuriosen Verkehrssituation kam es am Dienstagabend in Gelsenkirchen-Buer

Mit dpa-Material

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