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Ein großes rotes „A“ leuchtet vor einer Apotheke. 

Termin abgesagt

Schmerzensgeld-Prozess gegen Apotheker verschoben - das sind die Gründe

Der für den 21. Juni geplante erste Verhandlungstermin im Schmerzensgeldprozess gegen den verurteilten Apotheker aus Bottrop ist abgesagt worden. Wir nennen die Gründe für die Verschiebung.

Im Fall des wegen eines Medikamentenskandals zu zwölf Jahren Haft verurteilten Apothekers aus Bottrop ist der erste Verhandlungstermin in einem Schmerzensgeldprozess aufgehoben worden. Er war ursprünglich für den 21. Juni angesetzt.

Grund sei die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen den Mann, teilte das Landgericht Essen am Freitag mit. Eine ehemalige Krebspatientin, die Medikamente aus der Apotheke bezogen hatte, hatte den Apotheker auf 15.000 Euro Schmerzensgeld verklagt.

Apotheker aus Bottrop: Aus Habgier tausende Krebsmedikamente gestreckt

Der Apotheker soll aus Habgier tausende Krebsmedikamente gestreckt und sich so um einen zweistelligen Millionenbetrag bereichert haben. Das Essener Landgericht hatte den 48-Jährigen im vergangenen Sommer verurteilt - wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz und Betrugs. 

Der Schaden für die Krankenkassen belief sich laut Urteil auf rund 17 Millionen Euro. Das Gericht ordnete die Einziehung dieser Summe aus dem Vermögen des Angeklagten an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig: Beim Bundesgerichtshof wurde Revision eingelegt.

Betroffene im Medikamenten-Skandal müssen auf den Insolvenzverwalter hoffen

Insgesamt gebe es sechs Verfahren, in denen der Apotheker auf Schmerzensgeld verklagt werde. Die Betroffenen müssen ihre Forderungen nun beim Insolvenzverwalter anmelden, sagte ein Gerichtssprecher. Dieser prüfe dann, ob die Forderungen berechtigt seien. Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens seien alle sechs Verfahren unterbrochen.

dpa/lnw

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