Brand beim Reitstall der Stallgemeinschaft Waldgeister

Pferdefreunde brauchen nach Brand Hilfe

Aplerbeck - Die Meldung der Feuerwehr war unspektakulär: Unterstand neben einem Reitstall durch Brand zerstört. Der Brand bei der Stallgemeinschaft Waldgeister war schnell gelöscht. Alles in Ordnung, scheinbar. Doch das Feuer hatte schlimme Folgen.

Es riecht immer noch verbrannt. Auch fünf Tage nach dem Brand auf dem Gelände der Stallgemeinschaft Waldgeister sind die Folgen des Feuers am Donnerstagmorgen unübersehbar. Verkohlte Balken ragen in den Himmel, wo vor einigen Tagen noch ein Heu-Lager plus Pferdebox war.

Vier Pferde grasen friedlich im Hintergrund. Ein fünftes, die Stute Bibi ist noch immer in der Tierklinik. Das Tier wurde von der Feuerwehr in letzter Sekunde aus dem brennenden Unterstand gerettet - mit schweren Verbrennungen.

Heißes Plastik tropfte auf das Tier

Heißes Plastik ist vom brennenden Dach auf den Pferdekörper getropft. Ob Bibi es schafft, ist noch nicht klar. "Es wird darauf ankommen, dass die großen Wunden an Hals und Bauch nicht aufgehen", sagt Silvia Schäfer.

Warum das Feuer ausgebrochen ist, ist noch nicht sicher. Vermutlich Brandstiftung. Die Polizei ermittelt noch, denn es gab auch Einbruchspuren am Stall. Den führt die 50-Jährige seit 2010 - an der Canarisstraße. Zusammen mit Familienmitgliedern und Freunden. Die Tiere sollen hier ein Zuhause finden. Auch die, die woanders nicht mehr erwünscht sind. Fünf Pferde sind es im Moment, die auf den weitläufigen Flächen zwischen der Schlagbaumstraße und der Schweizer Allee auslauf und Ruhe finden.

Bis Donnerstag (12.4.) in der Früh. "Ein Nachbar hatte mich mitten in der Nacht angerufen und mir gesagt, dein Stall brennt", sagt Silvia Schäfer, noch sichtlich mitgenommen. Was war passiert?

Thermometer von der Hitze geplatzt

Es war gegen 3.40 Uhr, als die Feuerwehr alarmiert wurde und in Richtung Canarisstraße ausrückte. "Als ich an der Weide an kam, standen dort die Einsatzfahrzeuge. Die Polizei war auch schon da", sagt Silvia Schäfer. Der Brand war relativ schnell unter Kontrolle, zum Glück konnte ein Übergreifen auf das kleine Stallgebäude verhindert werden. "Hier hing ein Thermometer, das ist durch die Hitze geplatzt", sagt Schäfer.

Jetzt ist die Sorge um das Pferd Bibi groß, das sich die schlimmen Verbrennungen zugezogen hat. Und die Sorge darum wie es jetzt weitergeht. Denn mit dem Feuer ist auch ein großer Heuvorrat vernichtet worden. Wichtiges Futter für die Tiere.

Pferd noch in der Tierklinik

"Ich bin eigentlich kein Mensch, der in die Öffentlichkeit geht", sagt Silvia Schäfer. Die war zunächst ganz perplex, wie viel Hilfe sie in der kurzen Zeit schon bekommen hat. "Bekannte haben einen Spendenaufruf gestartet und es haben sogar schon Leute Heu vorbei gebracht", sagt die 50-Jährige.

Die hofft nun auf weitere Spenden. Heu vor allem wird benötigt. Und dann soll der Unterstand wieder aufgebaut werden. Und dann warten alle natürlich auf die Rückkehr von Bibi, die im Moment noch mit schweren Verletzungen in der Tierklinik ist.

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