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Die gesperrte Lippebrücke in Datteln-Ahsen soll neu gebaut werden.

Verkehrssicherheit

Sind die Brücken im Kreis Recklinghausen sicher? – Ingenieure haben die Bauwerke geprüft

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Ingenieure haben 50 Brücken genauer unter die Lupe genommen. Um sie auf Dauer zu erhalten, wird die Kreisverwaltung viele Millionen in die Sanierung investieren müssen.

Die Verkehrssicherheit auf den Brücken des Kreises Recklinghausen ist gewährleistet. Das ist das Ergebnis der Untersuchungen, die Ingenieure der Lippe Wassertechnik GmbH in den zurückliegenden Monaten im Auftrag der Kreisverwaltung vorgenommen haben. Wie Carsten Uhlenbrock, Tiefbauchef im Kreishaus, berichtete, sind keine weiteren Sperrungen oder verkehrlichen Einschränkungen erforderlich. 

Lippebrücke in Datteln-Ahsen bleibt gesperrt

Für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt bleibt jedoch bis auf Weiteres die Lippebrücke in Datteln-Ahsen (K 9), die innerhalb der nächsten zwei Jahre neu gebaut werden soll. Auf der maroden Lippebrücke in Dorsten-Hervest (K32) kann der Verkehr, geregelt von einer Ampel, nur einspurig geführt werden. Auch dieses Bauwerk steht auf der Prioritätenliste des Kreises weit oben.

Hafenbrücke in Watrop: Ende der Baustelle naht

Nicht mehr lange, dann wird zumindest die Hafenbrücke an der Viktorstraße trotz einiger Verzögerung wieder auf beiden Seiten für den Verkehr freigegeben. Aktuell fehle noch der Asphalt am Übergang zwischen Fahrbahn und dem schmalen Gehweg an der Südseite der Brücke – also zum Sperrtor hin. Das teilte auf Nachfrage Manuel Kiese vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich (WSA) mit. Letzteres genießt wegen der Hebewerkbrücken-Baustelle aktuell keinen guten Ruf in Waltrop.

Kreisverwaltung musste viel Kritik einstecken

Insgesamt hat die Lippe Wassertechnik GmbH, eine Tochtergesellschaft des Lippeverbandes, 50 Brücken geprüft. Der Kreis selbst war mit den Untersuchungen erheblich in Verzug geraten, weil ihm, so die Begründung, das Fachpersonal fehlte. Das brachte der Behörde viel Kritik ein. 

Um die Substanz und die Sicherheit aller Brücken auf Dauer zu erhalten, wird der Kreis in den nächsten Jahren zweistellige Millionenbeträge in deren Sanierung investieren müssen. Der Kreistag Recklinghausen hat bereits ein Investitionspaket beschlossen, das auch diesen Bereich abdeckt.

Lesen Sie auch: Brückenersatz in Oer fehlt immer noch - aber die Kreis-SPD hat schon den nächsten Plan

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