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Damit das Grundwasser nicht zu hoch steigt und die Bäume unter Wasser setzt, will die Stadt Pumpen installieren. Zur Vorbereitung lässt sie derzeit vier Grundwassermessstationen graben.

"Brügmanns-Hölzchen"

Pumpen sollen Bäume im Hoeschpark retten

DORTMUND - Bis zu 20 Bäume musste die Stadt bereits im Hoeschpark fällen – unter anderem, weil „nasse Füße“ sie faulen ließen. Jetzt sollen neue Pumpen und neue Tiefbrunnen die alten Buchen und Eichen retten.

im Hoeschpark, das „Brügmanns-Hölzchen“ am Rande der Westfalenhütte, ist für Spaziergänger seit gut einem Jahr dauerhaft gesperrt. Weil der Grundwasserspiegel zu hoch ist, besteht die Gefahr, dass die angegriffenen Bäume umstürzen. Vor allem in den Wintermonaten kommt es seit Jahren zu Überschwemmungen. Was Freunde des Hoeschparks im vergangenen Jahr dazu veranlasste, den Bäumen Schwimmringe um den Stamm zu legen mit Plakaten wie „Uns steht das Wasser bis zum Hals!“

Dieser Hilferuf wurde jetzt erhört. Der zuständige Ratsausschuss für Kultur, Sport und Freizeit gab am Dienstag grünes Licht zur Trockenlegung des Feuchtgebietes und zur Rettung der geschundenen Bäume, von denen ein Teil allerdings auch vom Eschenpilz geschädigt ist.

Vier neue Tiefbrunnen mit Pumpen sowie die notwendige Strom- und Steuerungstechnik sollen es richten. Dazu neu verlegte Druckrohrleitungen, über die das Grundwasser in das vorhandene Kanalnetz abgeleitet wird. Kostenpunkt: 200 000 Euro, finanziert von den städtischen Sport- und Freizeitbetrieben. Fertigstellung im Frühjahr 2018.

Stadt muss für Kosten selbst aufkommen

Das vorhandene Grundwasserregulierungssystem im Hoeschpark sei „marode und hydraulisch unterdimensioniert“, hatte ein externes Planungsbüro im Auftrag der Stadt festgestellt. Auch die Ursache für das gestiegene Grundwasser im Hoeschpark und vor allem im tiefer gelegenen Brügmanns-Hölzchen hat das vom Planungsbüro erstellte Grundwassermodell bestätigt: Nach dem Verkauf von Teilflächen des Westfalenhütten-Areals an private Investoren wurden vom Konzern Thyssen-Krupp „unterirdische Kanäle verdämmt und die Grundwasserhaltung aus dem Betrieb genommen“. Was für die Grünen im Ausschuss die Frage aufwarf, ob die Stadt sich das Geld für die Park-Rettung von den privaten Nachbarn zurückholen kann.

Kann sie nicht, stellte der Leiter der Sport- und Freizeitbetriebe, Bernd Kruse klar. Der Eigentümer habe getan, was man von ihm verlangt habe: Die Anlage zurückgebaut und die Fläche entsiegelt. Auch die Tiefbrunnen seien nur eine temporäre Lösung bis zur Fertigstellung der Hoesch-Allee in fünf bis zehn Jahren. Dann werde das Wasser in den Körnebach geleitet.

Die Freunde des Hoeschparks jedenfalls sind froh über die Nachricht, so die Vorsitzende Ute Ellermann: „Wir sind erfreut, dass die Maßnahmen jetzt durchgeführt werden und sich der allgemeine Zustand der Bäume wieder verbessert.“

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