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Die Bundesstraße 236 war während des Einsatzes kurzzeitig gesperrt.

Bundesstraße war gesperrt

Totes Reh auf der B236: Unfall mit fünf Verletzten

WAMBEL - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B236 sind am späten Donnerstagabend fünf Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Bei einer Frau bestand möglicherweise sogar Lebensgefahr. Die Bundesstraße war kurzzeitig gesperrt. Ein totes Reh auf der Fahrbahn hatte die verhängnisvolle Ereigniskette ausgelöst.

Der Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Schwerte zwischen der Anschlussstelle an der Brackeler Straße und dem Tunnel Wambel. Gegen 23.05 Uhr war dort ein 19-Jähriger aus Holzwickede auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs, als er seinen ersten Angaben zufolge auf dem Seitenstreifen einen Wagen mit eingeschaltetem Warnblinklicht stehen sah. Kurz dahinter lag auf seiner Fahrspur ein totes Reh.

Der Holzwickeder hielt der 19-Jährige vor dem Kadaver an. Das überraschte offenbar die hinter ihm fahrenden Autos. Ein Fahrer wechselte noch auf den linken Fahrstreifen, "ein wiederum dahinter fahrender 30-jähriger Dortmunder schaffte dies jedoch nicht mehr und fuhr mit seinem Fahrzeug auf das des 19-Jährigen auf", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Beide Autos wurden extrem zusammengedrückt.

Einige der Insassen der Autos wurden schwer verletzt: Die 33-jährige Beifahrerin des Dortmunders (ebenfalls aus Dortmund) und eine 19-jährige Mitinsassin des Holzwickeders (aus Kamen) kamen mit schweren Verletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. "Bei der 19-Jährigen konnte zunächst Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden", schreibt die Polizei.

Der 19-Jährige sowie sein 18-jähriger Beifahrer und ein weiterer 19-jähriger Insasse (beide aus Holzwickede) trugen leichte Verletzungen davon. Sie kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der 30-jährige Dortmunder blieb unverletzt.

13.000 Euro Sachschaden

Die B236 musste an der Unfallstelle zunächst für kurze Zeit komplett gesperrt werden, bis 1.45 Uhr lief der Verkehr über den linken Fahrstreifen. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 13.000 Euro.

Der Auslöser des Unfalls, das auf der Fahrbahn liegende Reh, war bei einem vorangegangenen Wildunfall getötet worden. Ein 32-jähriger Mann aus Rheinland-Pfalz hatte nach dem Zusammenprall sein Fahrzeug auf dem Standstreifen angehalten und bereits die Polizei verständigt. Das tote Tier wurde während der Unfallaufnahme von der Autobahnmeisterei entsorgt.

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