Bundesweit agierende Trickbetrüger

Dortmunder Polizei zerschlägt "Geldbündeltrick"-Bande

Dortmund - Ermittlungserfolg für die Dortmunder Polizei: Sie hat eine Bande von bundesweit agierenden Trickdieben hochgenommen. Die Bande bestahl vor allem polnische Staatsbürger. Tatorte waren Fernbushaltestellen und Raststätten. Ein Kaffeefleck war Teil der Masche.

Die Täter hatten es vor allem auf in Deutschland arbeitende polnische Staatsangehörige abgesehen. In Kooperation mit der Bundespolizei und der Dortmunder Staatsanwaltschaft hat die eigens hierzu eingerichtete Ermittlungskommission "Gorzow" nun 23 Tatverdächtige identifiziert und 65 Taten aufklären können - davon 14 in Dortmund (die restlichen Tatorte: Berlin (16), Recklinghausen (10), Krefeld (7), Bonn (6), Essen (3), Frankfurt am Main (3), Bielefeld (1)).

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Dortmund erwirkte drei Haftbefehle gegen Tatverdächtige, die mittlerweile auch vollstreckt werden konnten. Acht weitere Haftbefehle sind beantragt. Der Wert der Beute beläuft sich nach derzeitigem Ermittlungsstand auf circa 73.000 Euro. Bestohlen wurden die Geschädigten polnischen Staatsbürger an Bushaltestellen von Fernbussen (ZOB) sowie an Raststätten an Bundesautobahnen.

Rubel statt Euro

Die Täter hatten es immer auf das Bargeld ihrer Opfer abgesehen. Ein Täter sprach ein Opfer an, verwickelte es in ein Gespräch und führte es dabei geschickt aus dem näheren Bereich des Fernbusses. Bei der Unterhaltung kam es dann zum sogenannten "Geldbündeltrick".

Während des Gesprächs findet der Täter einen zuvor platzierten Geldbeutel. Dann kommt ein zweiter Täter und sagt, dass der ihm gehöre, er könne das Geld an einem Kaffeefleck erkennen. Er fordert seinen Komplizen und das Opfer auf, ihre Geldbörsen zu öffnen und ihm das Geld zu zeigen. Dabei kommt es unbemerkt zum Tausch. Dem Opfer werden wertlose Rubelscheine untergeschoben.

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