Busbahnhof

Bürgermeister fordert Videoüberwachung

RECKLINGHAUSEN - Bürgermeister Christoph Tesche fordert eine Videoüberwachung am Busbahnhof. Die Polizei sieht darin bekanntlich keine Notwendigkeit, doch Tesche lässt nicht locker.

Die Experten im Präsidium am Westerholter Weg haben stets die Auffassung vertreten, dass der Europaplatz kein Kriminalitätsschwerpunkt sei. Die Statistik jedenfalls gebe das nicht her, betont die Pressestelle der Polizei. Sprecherin Ramona Hörst: „Es gibt keine Auffälligkeiten im Bereich des Europaplatzes.“ Tesche will sich jedoch nicht allein auf statistische Zahlen verlassen. „Tatsache ist doch, dass die Bürger das ganz anders erleben. Ich kann da bei meinen eigenen Kindern und mir selbst anfangen. Und wir sollten durchaus auch auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger reagieren.“

Tesche hat das Thema bereits länger im Visier. „Wenn ich mich im Ausland umschaue, stelle ich fest, dass es an Plätzen, die videoüberwacht werden, eben keine Graffiti gibt. Auch in puncto Sauberkeit stellt sich die Situation deutlich positiver dar, als das bei uns der Fall ist.“ Der Bürgermeister will nun Vertreter der Polizei zum Gespräch einladen. „Ich möchte mir die Sicherheitslage im Detail erläutern lassen“, sagt Tesche. Auch wenn Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen bei seinem Antrittsbesuch die bekannte Position ihrer Behörde vertreten habe.

Die Stadtverwaltung hat bereits eine Projektgruppe eingerichtet, die sich der Verbesserung der Lage rund um den Bahnhof annehmen soll. Darin sind alle maßgeblichen Fachbereiche vertreten. Die Politik hatte zuletzt eingefordert, ebenfalls an dem Diskussionsprozess beteiligt zu werden.

Laut einer aktuellen Befragung in 24 Städten ist das Unsicherheitsgefühl in Recklinghausen besonders stark ausgeprägt.

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