Busse fahren Umleitungen

Kurden demonstrieren am Samstag am Hauptbahnhof

Dortmund - Am Samstag (3. Februar) demonstrieren Kurden am Hauptbahnhof. Der Schauplatz ist die Fläche am Nordausgang. Die Polizei sieht sich gerüstet. Buslinien sind beeinträchtigt.

Unter der Überschrift "Solidarität mit Afrin" haben kurdische Veranstalter für Samstag, 3. Februar, eine Demonstration gegen den Einmarsch der türkischen Armee in syrische Kurdengebiete angemeldet. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, werden zu der Demonstration von 14 bis 18 Uhr mehr als 1000 Teilnehmer auf dem nördlichen Bahnhofsvorplatz vor dem Cinestar erwartet. Einzelne Verkehrsbeeinträchtigungen seien nicht auszuschließen.

Bürgertelefon eingerichtet

Die Polizei richtet für die Zeit von 11 Uhr bis Einsatzende ein Bürgertelefon ein, an das sich Dortmunder wenden können. Die Nummer lautet (0231) 1325555.

Die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) kündigten an, dass die Buslinien 412, 452, 453, 455, 456 und 457 eine Umleitung fahren müssen, weil sie die Quadbeckstraße zwischen Cinestar und Busbahnhof wegen der Demo nicht nutzen und deshalb die Haltestelle Hauptbahnhof nicht anfahren können. Fahrgäste könnten stattdessen auf zwei Ersatzhaltestellen ausweichen. Diese sind auf der Grüne Straße, Höhe Kurfürstenstraße, eingerichtet.

Nur eine Standkundgebung genehmigt

Polizeipräsident Gregor Lange rief unterdessen den kurdischen Veranstalter und seine Teilnehmer zur "friedlichen Ausübung ihrer Freiheitsrechte" auf. "Ich gehe davon aus, dass die Kurden ein hohes Interesse daran haben, in ausschließlich friedlicher Form auf die politische Situation in Afrin/Syrien aufmerksam zu machen. Unfriedlicher Protest findet kein Gehör", sagte Lange.

Das Versammlungsrecht sei ein hohes Gut, das polizeilich geschützt werde. Um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, sei die Dortmunder Polizei aber gezwungen gewesen, nur eine Standkundgebung zu genehmigen. Hintergrund seien mehrere Straftaten und Auflagenverstöße bei zurückliegenden Demonstrationen.

Öcalan-Bilder verboten

Außerdem gebe es Auflagen: So dürften keine Flaggen, Abzeichen oder Transparente gezeigt werden, auf denen der inhaftierte Kurdenführer Abdullah Öcalan zu sehen ist. Zudem dürften keine Fahnen, Puppen oder Bilder und Symbole von Staaten oder Religionen verbrannt werden. Ebenfalls untersagt sei es, Pyrotechnik dabei zu haben.

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