BVB-Pressekonferenz um 12 Uhr

Entlassung von Peter Bosz scheint beschlossene Sache

DORTMUND - Die sportliche Krise beim BVB steht kurz vor ihrem Höhepunkt. Das Aus von Trainer Bosz scheint beschlossene Sache - das wird mit großer Wahrscheinlichkeit um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz im Signal Iduna Park bekannt gegeben. Wir berichten im Live-Ticker.

UPDATE 09.03 Uhr

Wie der Verein vor wenigen Minuten über die sozialen Netzwerke mitgeteilt hat, wird es um 12 Uhr eine Pressekonferenz im Signal Iduna Park "zur aktuellen sportlichen Situation" geben. Dann wird mit großer Wahrscheinlichkeit die Trennung von Peter Bosz verkündet. Wir berichten an dieser Stelle im Live-Ticker.

URSPRÜNGLICHER ARTIKEL:

Wenige Stunden nach dem desolaten Auftritt gegen Werder Bremen trafen sich Teile des Mannschaftsrats - Nuri Sahin, Marco Reus und Marcel Schmelzer - sowie Lukasz Piszczek gemeinsam mit der sportlichen Leitung zur Krisensitzung in der Geschäftsstelle.

Mit dabei war auch Vereinsjustiziar Dr. Robin Steden. Das Treffen dauerte rund 100 Minuten und endete gegen 22.15 Uhr.

Der Niederländer ist noch nicht entlassen, da werden bereits Nachfolgekandidaten gehandelt: Dazu zählen auch die Ex-BVB-Spieler Andreas Möller und Sebastian Kehl.

Kritik hat immer weiter zugenommen

Peter Bosz folgte erst im vergangenen Sommer auf Thomas Tuchel - jetzt scheint es so, als müsse sich der BVB erneut auf die Suche nach einem Trainer begeben. Darauf hatte bis Ende September rein gar nichts hingedeutet. Mit 19 von möglichen 21 Punkten rangierten die Dortmunder zum damaligen Zeitpunkt an der Tabellenspitze - es folgte ein bis heute nicht zu stoppender Absturz.

Als Tabellensiebter verliert der BVB das Saisonziel Champions League aus den Augen. In der aktuellen Saison der Königsklasse enttäuschte der BVB auf ganzer Linie und beendete die Gruppenphase mit zwei Punkten auf Rang drei. Der Trostpreis heißt Europa League.

Die Kritik an Bosz hatte in den vergangenen Wochen immer weiter zugenommen. Es wurde über mangelnde Fitness, das Spielsystem und ein zu verhaltenes Coaching des Niederländers diskutiert. Spätestens seit dem 4:4 im Revierderby stand der 54-Jährige auf der Kippe. Auch unter den Fans kippte die Stimmung.

"Nicht die Schuld des Trainers"

Im Anschluss an das desolate 1:2 gegen Bremen am Samstag suchten die Spieler die Schuld allerdings bei sich selbst. Mittelfeldspieler Nuri Sahin erklärte: "Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass es nicht die Schuld des Trainers ist, dass wir heute so schlecht Fußball gespielt haben. Wir haben gar nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben zwei Tage über den Plan für heute gesprochen und nichts davon umgesetzt."

Vor der kurzen Winterpause stehen für den BVB noch drei Spiele auf dem Programm: In der Liga gegen Mainz (A) und Hoffenheim (H), zum Jahresausklang geht es im Pokal-Achtelfinale zum FC Bayern München (20. Dezmeber). Anschließend dürfte eine intensive Analyse einer unterm Strich frustrierenden Hinrunde stehen.

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