Canisius-Campus

Baugenehmigung ist da: Am Hoeschpark entsteht die größte Pflegeschule der Region

Dortmund bekommt eine neue Schule: Am Hoeschpark entsteht ab spätestens Mai die größte Pflegeschule der Region. Jetzt liegt die Baugenehmigung vor - und noch eine Hürde ist genommen.

In diesem Frühjahr sollen die Arbeiten für die neue "Katholische Akademie für Gesundheitsberufe" starten. "Spätestens im Mai", sagt Carsten Drude, Geschäftsführer der gemeinnützigen Canisius Campus Dortmund GmbH.

Das ist nicht die einzige positive Nachricht: Ein erster Verdacht auf Blindgänger auf dem Gelände hat sich nach ersten Untersuchungen in der vergangenen Woche nicht bestätigt. Es kann also losgehen. Drude hofft auf den April.

Pflegeschulen in katholischer Trägerschaft haben sich zusammengeschlossen

Für die neue "Katholische Akademie für Gesundheitsberufe" haben sich die beiden Pflegeschulen in katholischer Trägerschaft zusammengeschlossen: die katholische Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe, die derzeit an der Möllerbrücke zuhause ist, sowie die Pflegeschule Dortmund-Süd und Schwerte, die schon jetzt an der Kirchderner Straße beheimatet ist.

Die Gesellschafter investieren acht bis neun Millionen Euro in den Neubau und die Modernisierung des alten Gebäudes am westlichen Rand des Hoeschparks.

"Wenn alles optimal läuft, dann könnte die neue Schule im Mai 2020 die ersten Schüler aufnehmen", sagt Drude. Sie kommen in gut einem Jahr in ein helles, freundliches Gebäude. Das zumindest zeigen die Bilder der Architekten.

Rund 600 Schüler sollen es dann sein, die auf insgesamt 6000 Quadratmetern lernen. Am Standort erwartet sie nicht nur ein neues Gebäude, sondern auch eine völlig neue Ausbildung. Der Hintergrund: Nach dem Pflegereformgesetz werden die bisher unterschiedlichen Ausbildungen in der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege künftig zusammengeschlossen. Die Schule werde damit den Einrichtungen universell einsetzbare Fachkräfte bescheren, sagt Drude.

Vielleicht gibt es auch noch Stufe zwei des Ausbaus

Ersteinmal wird das alte Schulgebäude an der Kirchderner Straße weiter mit genutzt. "Aber vielleicht", sagt Drude, "gibt es ja auch noch Stufe zwei", sagt Drude. Sprich: Vielleicht gibt es statt des alten Gebäudes auch irgendwann ein zweites neues Gebäude auf dem Campus. Das ist noch Zukunftsmusik, aber auch nicht ausgeschlossen.

Neben der neuen klassischen Ausbildung soll es an der neuen Schule auch Fort- und Weiterbildungen geben. Kooperationen mit Hochschulen sollen außerdem ein duales Studium möglich machen. Drude sieht den Canisius-Campus als "Leuchtturmprojekt", das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sein werde. Eine Meinung, die man bei der städtischen Wirtschaftsförderung durchaus teilt: Man werde damit der Rolle als Oberzentrum gerecht, heißt es. Außerdem hofft man dort darauf, dass die vielen jungen Menschen, die so in die Nordstadt kommen, dieser einen positiven Schub geben.

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