Castroper Straße

Streit zwischen Dattelnern endet in wilder Verfolgungsjagd

Datteln - Ein 50-Jähriger sucht Schutz im Kassenraum einer Tankstelle. Er sei von mehreren Männern verfolgt worden.

Regelrechte Jagdszenen haben sich am Dienstag, gegen 18.15 Uhr, zwischen Böckenheck- und Castroper Straße ereignet. Bei ihrer Ankunft in Meckinghoven trifft die Polizei auf einen 50-jährigen Mann, der in den Kassenraum einer Tankstelle geflüchtet war. Wie Polizeisprecherin Ramona Hörst auf Nachfrage bestätigt, gab der 50-Jährige an, er sei von mehreren Männern verfolgt worden. „Was genau passiert ist und wer welche Schuld trifft, das können wir zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen nicht sagen“, so Hörst.

Unstrittig ist, dass es eine Auseinandersetzung zwischen dem 50-Jährigen und einem Mann gab, der sich am Sportpark Süd aufhielt. Dieser wurde von seinem Sohn (8) herbeigerufen, der sich durch den 50-Jährigen belästigt fühlte. Der Mann soll demnach Fotos von ihm gemacht haben. „Uns liegt eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild vor“, kann Ramona Hörst bestätigen.

Als Grund gibt der 50-Jährige später an, er habe sich durch den Jungen belästigt gefühlt. Er habe befürchtet, das Kind hätte versucht, sich Zutritt zum Haus zu verschaffen, um womöglich etwas zu stehlen. Dem widerspricht der Vater des Jungen. Sein Sohn habe lediglich einen Freund besuchen wollen und die falsche Klingel betätigt.

50-Jähriger besprüht Familienvater und Jungen mit Pfefferspray

Beim Versuch, den Mann zur Rede zu stellen, habe dieser den Familienvater sowie seinen achtjährigen Sohn mit Pfefferspray besprüht. Er habe aus Angst gehandelt, gibt der 50-Jährige zu Protokoll. Zwei durch den Familienvater herbeigerufene Männer hätten daraufhin die Verfolgung aufgenommen. Auf der Flucht über die Castroper Straße sei der Mann dann mit der Hand auf die Motorhaube eines Autos aufgeschlagen. „Ja, uns liegt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung vor“, bestätigt Ramona Hörst.

Die Situation stelle sich sehr unübersichtlich dar, sagt die Polizeisprecherin. „Personen, die etwas zum Tathergang sagen können oder andere Informationen haben, die zur Aufklärung beitragen könnten, melden sich bitte in einer unserer Dienststellen“, so Hörst. „Es nützt überhaupt nichts, wenn sich Zeugen im Internet austauschen, uns diese Informationen aber vorenthalten.“ Zudem gelte man in Deutschland nach wie vor als unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen sei.

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