Container-Standorte verschmutzt

EDG schickt Müll-Detektive nach Aplerbeck

APLERBECK - Augen zu und weg damit: Immer mehr Bürger schmeißen ihren Müll neben die EDG-Container - warum auch immer. Dadurch verkommen die Standorte zu Schmuddelecken. Für einige nicht mehr tolerierbar. Jetzt handelt die EDG.

Der Mail-Verkehr, den Henning Müller-Späth mit der EDG geführt hat, umfasst mehrere Seiten. Immer geht es um einen Punkt: den Container-Standort an der Ecke Schürbankstraße / Trapphofstraße. Vor allem der Bereich um die Altpapier-Container ist es, der dem Mitglied der Bezirksvertretung Aplerbeck sauer aufstößt. Denn ein Großteil an Papier und Pappe landet nicht im Inneren der Metallkisten, sondern davor. Und das sei nicht länger tolerierbar.

Vermüllung an den Standorten nimmt zu

Nur wer ist Schuld an den Schmuddelecken, für die man sich eigentlich nur fremdschämen kann? Da ist wohl zuerst einmal der Bürger zu nennen. Warum auch immer der Müll einfach in die Öffentlichkeit geworfen wird, das wissen wohl nur die Umweltsünder selbst. Für Henning Müller-Späth trägt aber auch die EDG eine gewisse Mitschuld. Zu klein sei der Standort, so ist aus den Mails zu entnehmen. Und vielleicht auch an der falschen Stelle. Dabei, so Petra Hartmann, Pressesprecherin der EDG, sei die ganze Sache komplizierter, als man denkt. Denn die EDG hat sehr wohl auf dem Schirm, dass die Vermüllung an diversen Standorten zunimmt. Nur, was kann man tun?

"Wir machen ja regelmäßig über ein technisches Erfassungssystem bei der Leerung der Depotcontainer eine sogenannte Füllstandkontrolle", sagt Petra Hartmann. So habe diese im September 2017 ergeben, dass die Container an diesem Standort sehr hoch ausgelastet sind. Also hat man bei der EDG reagiert und die Leerungsintervalle von zwei auf dreimal wöchentlich erhöht - mit positivem Ergebnis.

Mülldetektive im Einsatz

Aber warum dann weiter der Papiermüll an diesem Standort? Leider sei es nach wie vor so, dass es zu "Beistellungen" vorkommen würden, so Hartmann. Die EDG hat daraufhin ihre Mülldetektive losgeschickt, um den Standort einmal unter die Lupe zu nehmen. "Noch haben wir keinen Verursacher feststellen können", sagt Petra Hartmann. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die Beobachtungen sollen weiterhin erfolgen - selbst bei halb vollen Containern. "Es ist sehr häufig, dass große Kartons nicht zerkleinert werden, bevor sie in den Container geworfen werden, sondern nur gefaltet", sagt Petra Hartmann. Das hat zur Folge, dass die Dinger sich im Container wieder auffalten und eben dem weiteren Papiereinwurf Platz wegnehmen. Dann gäbe es leider das Phänomen, dass einige Bürger die Sachen nicht wieder mitnehmen, sondern da lassen.

Und dann kommt es zu den besagten Schmuddelecken, die immer wieder vorkommen. "Da sind wir ganz bei Herrn Müller-Späth. Das ist einfach kein schöner Anblick", sagt Petra Hartmann.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Demonstranten fordern "Moralische Unterstützung für das türkische Volk"
Demonstranten fordern "Moralische Unterstützung für das türkische Volk"
Schalke verpasst Tabellenspitze, Fragen rund um Datteln IV, schwere Unfälle
Schalke verpasst Tabellenspitze, Fragen rund um Datteln IV, schwere Unfälle
Schwerer Autounfall: Feuerwehr muss Fahrer (17) und Beifahrer (15) aus Wrack schneiden
Schwerer Autounfall: Feuerwehr muss Fahrer (17) und Beifahrer (15) aus Wrack schneiden
Metro verkauft Real: Wohin die Reise für den Supermarkt in Herten geht, ist offen
Metro verkauft Real: Wohin die Reise für den Supermarkt in Herten geht, ist offen
Papa betrunken, Sohn im Auto - und dann kracht es auch noch in Herten
Papa betrunken, Sohn im Auto - und dann kracht es auch noch in Herten

Kommentare