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Das zweitgrößte Volksfest Deutschlands soll erst 2021 wieder Millionen nach Herne locken.

Die nächste Großveranstaltung

Corona-Krise: Stadt Herne sagt Cranger Kirmes endgültig ab - das ist die Begründung

Viele haben mit dieser Nachricht bereits gerechnet: Die Stadt Herne hat wegen der anhaltenden Corona-Pandemie die für August geplante Cranger Kirmes abgesagt. Auch eine Veranstaltung im Herbst wird es nicht geben.

  • Größtes Volksfest in der Region hätte mehr als vier Millionen Gäste angelockt.
  • Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bedauert "eine der schwersten Entscheidungen".
  • Das letzte Mal fiel die Kirmes in Crange im Jahr 1945 aus.

Nach vielen Diskussionen mit Experten und intensiven Gesprächen mit den Schaustellern hat die Stadt Herne jetzt entschieden, in diesem Jahr keine Cranger Kirmes zu veranstalten. "Auch im Herbst des Corona-Jahres 2020 ist eine unbeschwerte Großveranstaltung mit über vier Millionen Gästen aus heutiger Sicht pandemiebedingt nicht durchzuführen", heißt es in der Erklärung der Stadt Herne. 

Aus diesem Grund habe der Krisenstab der Stadt Herne am Montag, 4. Mai, die Cranger Kirmes 2020 abgesagt. „Das ist wohl eine der schwersten Entscheidungen, die ich bisher in meiner Amtszeit treffen musste“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. 

Herne: Millionen Gäste kommen jedes Jahr hierher

„Die Cranger Kirmes bedeutet uns in Herne sehr viel. Sie spiegelt unsere Lebensfreude, ist Teil unserer Tradition und gehört zu unserem Selbstverständnis. Zu verkünden, dass die Wanne-Eickeler, die Hernerinnen und Herner sowie Millionen Gäste in diesem Jahr auf Crange verzichten müssen, ist traurig“, sagt der Oberbürgermeister. Letztmals gab es 1945 kein Volksfest in Crange. 

Die Cranger Kirmes findet in diesem Jahr nicht mehr statt. 

Wegen des Verbots von Großveranstaltungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, das zunächst bis Ende August gilt, hat die Stadt Herne in den zurückliegenden Tagen intensiv eine Verschiebung vom traditionellen Termin im August in den Oktober geprüft. "Die nach wie vor unsichere Lage, ob im Herbst eine Veranstaltung mit rund vier Millionen Besuchern durchgeführt werden darf, war letztlich entscheidend für die Absage", so die Stadt weiter. Erst vor wenigen Tagen wurde das Münchner Oktoberfest für dieses Jahr abgesagt, zuletzt auch das große Volksfest Cannstatter Wasen, zu dem Ende September/Anfang Oktober rund vier Millionen Besucher erwartet wurden. Auch die Palmkirmes in Recklinghausen musste im Frühjahr abgesagt werden.

Herne: Oberbürgermeister kündigt Hilfsprojekte an

„Auf der Cranger Kirmes sollen sich die Menschen unbeschwert und sicher vergnügen“, erklärt der Oberbürgermeister von Herne. Das Risiko, das in Zeiten der Corona-Pandemie für Menschen Gesundheitsgefahren von der Kirmes ausgehe, könnten Schausteller, Ordnungsbehörden und Veranstalter nicht eingehen. „Ich bin vor allem den Schaustellern um ihren Präsidenten Albert Ritter sehr dankbar, dass sie diese Entscheidung mittragen“, sagt Dr. Frank Dudda, und: „Wir lassen den Kopf jetzt nicht hängen. Wir feiern die fünfte Herner Jahreszeit im nächsten Jahr umso unbeschwerter.“ 

Mit den Schaustellern aus Herne werde nun über Brückenprojekte gesprochen, damit sie in diesem Jahr nicht völlig ohne Einnahmequelle dastehen. In diesen Prozess werde auch die Herner Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit einbezogen. An elf Tagen zieht die Cranger Kirmes sonst jedes Jahr rund vier Millionen Besucher auf den elf Hektar großen Kirmesplatz am RheinHerne-Kanal. Mit über 500 Schaustellern ist die Cranger Kirmes das zweitgrößte Volksfest in Deutschland.

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