Pandemie-Newsblog

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: 26 weitere Todesfälle - Corona-Varianten auf dem Vormarsch

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  • Bernd Turowski
  • Randolf Leyk
    Randolf Leyk
  • Erwin Kitscha
    Erwin Kitscha
  • Oliver Prause
    Oliver Prause

Die Zahl der aktuellen Corona-Infektionen im Vest aktualisieren wir für Sie regelmäßig. Wir halten Sie in diesem Newsblog auf dem Laufenden.

  • Im Kreis Recklinghausen gibt es 1091 aktuelle Corona-Infektionen (zuvor: 1084). Insgesamt wurden 21.503 Fälle gemeldet. Davon gelten 19.784 als wieder gesund. Es gibt 628 Todesfälle. (Stand: 17.2., 6 Uhr).
  • Der Kreis Recklinghausen gilt seit dem 10.10.2020 als Risikogebiet, da auf der Seite des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden ist. Der aktuelle Inzidenzwert liegt nach Angaben der Kreisverwaltung bei 64,2. (zuvor: 60,4). Ausschlaggebend für weitere Maßnahmen nach der neuen Coronaschutzverordnung ist aber der vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein Westfalen (LZG) herausgegebene Inzidenzwert. Hier liegt der Kreis bei 66,1 (Stand 17.2., 0 Uhr).
  • Die Zahl der aktuell Infizierten im Regierungsbezirk Münster ist von 2880 auf 2830 (Stand: 17.2., 0 Uhr) gesunken. Die Zahl der insgesamt labordiagnostisch bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster liegt bei 70.850.

Über die Entwicklung in Ihrer Stadt halten wir Sie zusätzlich in unseren Lokal-Tickern auf dem Laufenden: 
Das Coronavirus in Recklinghausen
Das Coronavirus in Marl
Das Coronavirus in Herten
Das Coronavirus in Datteln
Das Coronavirus in Oer-Erkenschwick
Das Coronavirus in Waltrop

Wir beenden den Corona-Blog an dieser Stelle. Alle aktuellen Infos ab dem 18. Februar 2021 finden Sie hier in unserem neuen Corona-News-Blog für die Region.

Hier der Blick auf die Corona-Statistik in unseren zehn Städten (aktuell Infizierte, insgesamt Infizierte, Genesene, Todesfälle, Inzidenz, Stand: 17.2, 6 Uhr).

  • Castrop-Rauxel: 196 / 2349 / 2111 / 42 // 107,7
  • Datteln: 35 / 1341 / 1240 / 66 // 11,6
  • Dorsten: 95 / 1975 / 1837 / 43 // 46,9
  • Gladbeck: 217 / 3479 / 3180 / 82 // 103,2
  • Haltern am See: 20 / 637 / 609 / 8 // 31,7
  • Herten: 95 / 2324 / 2147 / 82 // 55,0
  • Marl: 134 / 3051 / 2846 / 71 // 53,5
  • Oer-Erkenschwick: 54 / 1217 / 1119 / 44 // 111,4
  • Recklinghausen: 203 / 4167 / 3799 / 165 // 60,1
  • Waltrop: 42 / 963 / 896 / 25 // 17,0
  • Kreis RE gesamt: 1091 / 21.503 / 19.784 / 628 // 64,2

Bundesländer melden zunehmend Fälle von Corona-Varianten

Update, 17.2., 18.26 Uhr: Die Bundesländer berichten dem Robert Koch-Institut (RKI) zunehmend von Nachweisen und Verdachtsfällen von ansteckenderen Corona-Varianten. In Deutschland sind seit Jahresbeginn durch das Meldesystem 4071 Fälle der in Großbritannien entdeckten Mutante B.1.1.7 bekannt geworden. Das geht aus einem am Mittwochnachmittag veröffentlichten RKI-Bericht hervor (Datenstand: 15. Februar). Die Fälle stammen demnach aus allen 16 Bundesländern. Wesentlich seltener, insgesamt 347 Mal, meldeten Bundesländer einen Verdacht auf die südafrikanische Variante B.1.351; mehrere Bundesländer meldeten noch keinen solchen Fall.

Update, 17.2., 13.48 Uhr: Am Samstag, 13. Februar, ist ein 32-jähriger Bochumer verstorben, der einen Tag vorher in Bochum gegen Corona geimpft worden war. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat daraufhin eine Obduktion veranlasst. Diese wurde heute durchgeführt und kommt zu dem Ergebnis, dass der Bochumer eines natürlichen Todes verstorben ist. Die kurz zuvor erfolgte Impfung hatte keinen Einfluss auf das Versterben.

Update, 17.2., 9.28 Uhr: Zu den insgesamt 26 Verstorbenen in Zusammenhang mit Covid-19 hat die Kreisverwaltung jetzt weitere Details bekannt gegeben. Verstorben sind in Castrop-Rauxel zwei Männer im Alter von 86 und 88 Jahren sowie eine 92-jährige Frau, in Datteln ein 73 Jahre alter Mann, in Dorsten ein 89-jähriger Mann, in Haltern am See eine Frau mit 83 Jahren, in Oer-Erkenschwick zwei Frauen im Alter von 80 und 94 Jahren sowie ein 86-jähriger Mann, in Recklinghausen acht Frauen im Alter von 71, 72, 78, 81, 83, 84, 88 und 92 Jahren sowie neun Männer im Alter von 70, 73, 73, 78, 85, 86, 87, 88 und 93 Jahren.

Update, 17.2., 7.11 Uhr: Seit einigen Tagen ist zu beobachten, dass es eine leichte Trendumkehr bei der Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen gibt. Und die Kurve geht leider in die falsche Richtung - sie steigt wieder an. Auch an diesem Mittwoch liegt die Inzidenz knapp vier Punkte höher als noch am Vortag (64,2). Es gibt 26 weitere Todesopfer, damit steigt die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 628. Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings, dass es sich bei den Verstorbenen teilweise um Nachmeldungen der letzten Tage handeln kann, weil die Corona-Zahlen am Wochenende nicht vollständig übermittelt werden.

Riesenunterschiede bei der Inzidenz in den zehn Kreisstädten

Hotspots im Kreisgebiet mit Inzidenzen über 100 sind derzeit Oer-Erkenschwick (111,4), Castrop-Rauxel (107,7) und Gladbeck (103,2). Dagegen liegen Datteln (11,6) und Waltrop (17,0) als einzige Städte sogar unter der 20er-Marke.

Auch in ganz Deutschland gibt es wieder mehr Neuinfektionen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) registrierte 7556 weitere seit Dienstag. Außerdem gab es laut RKI bundesweit 560 neue Todesfälle.

Hier die Inzidenzen der labortechnisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen für die Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk Münster. Da diese auf den Statistiken des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) basieren, weichen sie teilweise von den eigenen der Kreise und Städte ab. (Stand: 17.2., 0 Uhr, Zahlen vom Vortag in Klammern):

  • Stadt Bottrop: 67,2 (57,8)
  • Kreis Borken: 60,1 (53,6)
  • Kreis Coesfeld: 30,4 (25,4)
  • Stadt Gelsenkirchen: 56,6 (58,2)
  • Stadt Münster: 17,4 (17,1)
  • Kreis Recklinghausen: 66,3 (61,6)
  • Kreis Steinfurt: 41,3 (40,4)
  • Kreis Warendorf: 65,5 (55,8)

Und hier die Corona-Gesamtzahlen aus dem Regierungsbezirk Münster.

  • Stadt Bottrop: aktuell Infizierte 150 (150), insgesamt Infizierte 3.790 (3.774), Verstorbene 77 (76) Genesene 3.600 (3.600)
  • Kreis Borken: aktuell Infizierte 340 (330), insgesamt Infizierte 8.540 (8.495), Verstorbene 191 (189), Genesene 8.000 (8.000)
  • Kreis Coesfeld: aktuell Infizierte 130 (130), insgesamt Infizierte 3.725 (3.711), Verstorbene 73 (72), Genesene 3.500 (3.500)
  • Stadt Gelsenkirchen: aktuell Infizierte 460 (470), insgesamt Infizierte 9.816 (9.789), Verstorbene 316 (310) Genesene 9.000 (9.000)
  • Stadt Münster: aktuell Infizierte 100 (110), insgesamt Infizierte 5.298 (5.296), Verstorbene 99 (99) Genesene 5.100 (5.100)
  • Kreis Recklinghausen: aktuell Infizierte 960 (990), insgesamt Infizierte 21.391 (21.321), Verstorbene 622 (596) Genesene 19.800 (19.700)
  • Kreis Steinfurt: aktuell Infizierte 310 (320), insgesamt Infizierte 10.155 (10.129), Verstorbene 248 (246), Genesene 9.600 (9.600)
  • Kreis Warendorf: aktuell Infizierte 380 (380), insgesamt Infizierte 8.135 (8.103), Verstorbene 190 (184), Genesene 7.600 (7.500)
  • Gesamtzahl Regierungsbezirk Münster: aktuell Infizierte 2.830 (2.880), insgesamt Infizierte 70.850 (70.618), Verstorbene 1.816 (1.772), Genesene 66.200 (66.000)

Ministerium betrachtet Astrazeneca-Impfstoff-Vorbehalte mit Sorge

Update, 16.2., 21.33 Uhr: Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca stößt offenbar auch in Nordrhein-Westfalen auf gewisse Akzeptanzprobleme. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium berichtete am Dienstag, es habe einzelne Hinweise erhalten, dass die Impfbereitschaft mit Blick auf Astrazeneca bislang tendenziell verhalten ist. Das Ministerium betrachte dies mit Sorge. «Der zugelassene Impfstoff von Astrazeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse. Der Impfstoff zeigt eine gute Wirksamkeit und eine gute Verträglichkeit, um schwere Erkrankungen mit SARS-CoV 2 zu verhindern», betonte ein Ministeriumssprecher. Die Impfverordnung des Bundes sehe derzeit vor, dass allen Menschen unter 65 Jahren, denen aufgrund der Priorisierung ein Impfangebot gemacht werde, dieser Impfstoff angeboten werden solle.

Aufgrund der derzeit begrenzten Impfmengen bestehe zurzeit leider noch nicht die Möglichkeit, sich den Impfstoff auszusuchen, betonte das Ministerium. Grundsätzlich stehe es aber jedem frei, auf einen eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Impfstoff zu warten. «Wann dies der Fall sein wird, kann derzeit nicht gesagt werden», betonte der Sprecher.

Das Gesundheitsministerium empfiehlt aktuell, wegen möglicher Personalausfälle die Mitarbeiter der Rettungsdienste in kleinen Gruppen nach und nach gegen Corona zu impfen. «Im Rahmen der fachlichen Beurteilung vor Ort sollte geprüft werden, wie die Belegschaft einer Einrichtung zeitlich gestaffelt sinnvoll geimpft wird, um größere Personalausfälle zu verhindern», sagte eine Ministeriumssprecherin der «Rheinischen Post» (Dienstag) und der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Abklingen der Symptome könnten anschließend weitere Teile der Belegschaft geimpft werden.

In Dortmund hatten sich nach der Impfung von Feuerwehrleuten am Donnerstag rund 25 Prozent krank gemeldet, wie eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage erklärte. «Es sind wohl bei einigen Feuerwehrleuten Nebenwirkungen aufgetreten.» Darauf sei man aber wegen möglicher Impfreaktionen und auch aufgrund der Erfahrungen in anderen Kommunen eingestellt gewesen. Die Feuerwehr sei weiter einsatzfähig gewesen.

Johnson & Johnson beantragt Zulassung für Corona-Impfstoff

Update, 16.2., 17.17 Uhr:  Nun hat auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die europäische Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Dies teilte die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Behörde will das Vakzin bis Mitte März begutachten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Schritt des Herstellers. Die EU-Kommission werde eine Zulassung gewähren, sobald die EMA eine positive wissenschaftliche Bewertung abgegeben habe, erklärte von der Leyen. Es wäre dann der vierte Corona-Impfstoff mit einer bedingten Marktzulassung für die Europäische Union. Genutzt werden können derzeit bereits die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Doch ist der Impfstoff noch überall in der EU knapp. Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Die Besonderheit: Voraussichtlich reicht eine Dosis zur Immunisierung. Alle übrigen derzeit genutzten Vakzine müssen zweimal gespritzt werden. In der vergangenen Woche hatte Johnson & Johnson ein Zwischenergebnis seiner Phase-III-Studie mit rund 44.000 Probanden bekanntgegeben. Danach wurde 4 Wochen nach Verabreichung ein 66-prozentiger Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19- Krankheitsverläufen erreicht.. 

Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben. Voraussetzung sei, dass die Daten der Firma zur Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität des Impfstoffs umfassend und robust seien. Eine so kurze Prüfung sei nur möglich, weil die EMA bereits einige Daten im sogenannten Rolling-Review-Verfahren vorab begutachtet habe.

Update, 16.2., 16.50 Uhr: Der US-Pharmariese Johnson & Johnson laut einer Eilmeldung von „Zeit Online“ bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) eine Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt.

Update, 16.2., 11.23 Uhr: Der Einsatz von Corona-Schnelltests soll ab 1. März weiter ausgedehnt werden. Mittlerweile seien deutlich mehr Tests am Markt verfügbar, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Geschultes Personal soll Bürgerinnen und Bürger testen

«Daher sollen alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können.» Demnach sollen Kommunen vor Ort Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen können, die Kosten dafür soll der Bund übernehmen.

Die Pläne sollen zudem den Weg für den Einsatz von Laien-Selbsttests ebnen, die derzeit für eine demnächst erwartete Zulassung geprüft werden. Im Gespräch ist, sie gegen einen «geringen Eigenanteil» von einem Euro abzugeben. «Diese Tests können zu einem sicheren Alltag beitragen, gerade auch in Schulen und Kitas», sagte Spahn. Sie würden «schnellstmöglich geprüft und zugelassen».

Proben müssen nicht zum Auswerten ins Labor

Der Bund hatte den Einsatz von Corona-Schnelltests schon in mehreren Schritten ausgedehnt. Sie können bereits in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen etwa auch in Schulen verwendet werden - aber vorerst mit geschultem Personal. Dabei brauchen die Proben nicht extra zum Auswerten ins Labor geschickt zu werden. Antigen-Tests gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests daher mit einem PCR-Test bestätigt werden.

Update, 16.2., 10.31 Uhr: Unterstützung vom «Tatort» in Münster: Schauspieler Jan Josef Liefers hat sich hinter den Corona-Vorstoß von NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet gestellt. «Gegenwind für @ArminLaschet ? Nicht von mir! Ich finde seinen Beitrag sinnvoll und diskutabel», schrieb Liefers am Dienstagmorgen bei Twitter.

Warnung vor einem zu einseitigen Fokus auf den Inzidenzwert

Laschet hatte sich am Vorabend gegen eine Bevormundung der Bürger im Kampf gegen die Pandemie ausgesprochen und vor einem zu einseitigen Fokus auf den Inzidenzwert gewarnt.

«Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet», sagte Laschet am Montagabend beim digitalen Neujahrsempfang des baden-württembergischen Landesverbands des CDU-Wirtschaftsrats. «Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen.» Man müsse all die anderen Schäden etwa für die Gesellschaft und die Wirtschaft genauso im Blick haben wie die Inzidenzzahlen.

Update, 16.2., 9.21 Uhr:  Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Eine Hundertschaft sei seit Montagabend im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Nach Angaben der Stadt war ein Bauarbeiter auf Montage positiv auf die Variante B.1.1.7 getestet worden. Sie gilt als ansteckender. Daraufhin seien vier Wohnhäuser unter Quarantäne gestellt worden. Die Bewohner werden nun getestet. Die Beamten überwachten unter anderem die Einhaltung der Quarantäne. Zunächst hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.

Update, 16.2., 8.48 Uhr: Es gibt fünf weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen. Verstorben sind in Gladbeck ein 72-jähriger Mann und eine 80 Jahre alte Frau, in Haltern am See ein 90-jähriger Mann, in Marl ein 67 Jahre alter Mann und in Waltrop ein Mann mit 91 Jahren.

Update, 16.2., 7.26 Uhr: Die Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca reißt Lücken in die Reihen der Rettungsdienste. Rund 200 Mitarbeiter sind am Donnerstag letzter Woche kreisweit mit diesem Impfstoff immunisiert worden. Knapp 20 Prozent von ihnen seien am nächsten Tag nicht dienstfähig gewesen, teilte die Kreisverwaltung Recklinghausen auf Anfrage mit. „Die Beschwerden hielten einen bis anderthalb Tage an“, erklärte Kreis-Sprecherin Svenja Küchmeister. Trotz der personellen Ausfälle hätten aber alle Wachen und Fahrzeuge besetzt werden können, betonte sie. Über Symptome wie Fieber und Schüttelfrost nach der Impfung mit AstraZenica wird auch aus anderen Regionen berichtet. 

Update, 15.2., 20.51 Uhr: Der neue CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat sich eindringlich gegen eine Bevormundung der Bürger im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. «Populär ist glaube ich immer noch die Haltung, alles verbieten, streng sein, die Bürger behandeln wie unmündige Kinder», sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Montagabend beim digitalen Neujahrsempfang des baden-württembergischen Landesverbands des CDU-Wirtschaftsrats.

Das trage aber nicht auf Dauer, sagte Laschet. Man müsse das Virus und seine Mutationen zwar ernst nehmen. Aber man müsse zu einer abwägenden Position zurückkommen. Kinder, die monatelang nicht in Schule oder Kita gehen, erlitten vielleicht Schaden fürs ganze Leben.

Update, 15.2, 19.00 Uhr: Nach dem Biontech-Corona-Impfstoff empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt auch den Impfstoff von Astrazeneca für den Einsatz. Die WHO erteilte am Montag (15.2.) eine Notfallzulassung, wie sie in Genf berichtete. Sie folgte damit der Empfehlung ihres unabhängigen Impfrats (SAGE). Neben der Wirksamkeit und Sicherheit prüft die WHO für eine solche Zulassung auch die Qualität der Fabriken, in denen das Serum hergestellt wird.

Notfallzulassung ist Voraussetzung für den Kauf des Impfstoffs

Die WHO-Notfallzulassung (EUL - Emergency Use Listing) ist die Voraussetzung, damit UN-Organisationen den Impfstoff einkaufen und verteilen können. Ebenso können Länder, die keine eigenen Kapazitäten für wissenschaftlichen Prüfungen haben, aufgrund der Vorarbeit der WHO eine Zulassung in ihrem Land erteilen.

Länder machen selbst Risikoanalysen

Für Länder wie Großbritannien, die USA oder die Mitglieder der EU und viele weitere spielt die WHO-Notfallzulassung keine Rolle. Sie machen selbst Risikoanalysen und entscheiden über eine Zulassung. Viele Länder haben bereits mehrere Corona-Impfstoffe zugelassen, darunter auch die von Biontech und Astrazeneca.

Update, 15.2., 14.31 Uhr: Innenminister Herbert Reul (CDU) ist als erster Minister der nordrhein-westfälischen Landesregierung bei einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Dem Minister geht es den Umständen entsprechend gut, er führt die Amtsgeschäfte von zu Hause aus», teilte eine Ministeriumssprecherin am Montag mit.

NRW-Innenminister Herbert Reul in häuslicher Quarantäne

Reul sei zuvor vom Polizeiärztlichen Dienst des Landeskriminalamts getestet worden. Der Schnelltest sei positiv ausgefallen. Das Ergebnis des präziseren PCR-Tests stehe noch aus, sagte die Sprecherin. «Minister Reul befindet sich seit dem Vormittag für zehn Tage in häuslicher Quarantäne.» Wegen aller weiteren Details stehe er in engem Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt.

Bislang hatten sich drei Minister aus dem NRW-Kabinett wegen Kontakts zu einem Corona-Patienten in häusliche Quarantäne begeben, sie hatten sich aber nicht selbst mit dem Coronavirus infiziert. Als erste Ministerin war Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) im Oktober betroffen. Nach einem positiven Corona-Test in ihrem Umfeld begab sie sich vorsichtshalber in häusliche Quarantäne. Wenig später ging auch Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in häusliche Quarantäne, nachdem bei einem engen Mitarbeiter das Coronavirus festgestellt worden war. Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) war im November ins Homeoffice gewechselt, nachdem er kurzen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte.

Update, 15.2., 9.07 Uhr: In den USA geht die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Die Behörden meldeten am Sonntag 64 194 neue Fälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Montagmorgen (MEZ) hervorging. Am Sonntag der Vorwoche waren noch 89 581 neue Infektionen gemeldet worden. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 300 282 neuen Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Update, 15.2, 7.54 Uhr: Die deutschen Amtsärzte warnen davor, die Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie weiter zu überlasten. «Man hätte die Gesundheitsämter längst aufrüsten und dauerhaft mit mehr Personal ausstatten können – und nicht nur kurzfristig mit Hilfskräften, wenn die Infektionszahlen steigen», sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert. «Einzelne Ämter haben ein paar Stellen bekommen, aber flächendeckend ist noch nicht allzu viel passiert. Das reicht noch lange nicht aus.»

Update, 14.2., 15.30 Uhr: Die Einführung der einheitlichen Corona-Software in den Gesundheitsämtern der NRW-Städte klappt wohl nicht überall bis Ende Februar. «Der vollständige Wechsel zu dieser Software ist ein Kraftakt, der nur schrittweise gelingen kann», sagte Helmut Dedy, der Geschäftsführer des Städtetags NRW, «ich sehe nicht, dass das bis Ende Februar überall klappt». Der Wechsel erledige sich nicht mal so nebenbei im pandemie-bestimmten Tagesgeschäft. Bund und Länder hatten die deutschlandweite Einführung der neuen Software in allen Gesundheitsämtern bis Ende Februar beschlossen. «Sormas» - vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entwickelt - soll den Austausch unter den Behörden im Kampf gegen die Pandemie erleichtern.

Update, 14.2., 11.40 Uhr:  Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag, 54,1 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Vortag hatte der Wert bei 57 gelegen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Für die zurückliegenden 24 Stunden wurden 1291 Neuerkrankungen gemeldet. Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben binnen eines Tages 32 Menschen. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen damit 12 096 Corona-Tote. Landesweit hatten am Sonntag 21 Städte und Kreise einen Inzidenzwert unter 50. Das waren deutlich mehr als am Vortag, als nur 15 Kommunen unter dem Schwellenwert lagen. Die meisten Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100 000 Einwohner hatte Solingen mit 111,1.


Update, 13.2, 10.47 Uhr: Alle Bundesländer in Deutschland liegen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen bei der Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder unter dem Wert von 100. Als letztes Bundesland rutschte laut RKI-Dashboard auch Thüringen in den zweistelligen Bereich und liegt nun bei 98,8. Die deutschlandweite sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sank demnach auf 60,1. Nur noch ganz knapp über 50 liegen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 51,0).

Update, 13.2, 10.08 Uhr: Die Kreisverwaltung hat Angaben zu den zehn weiteren Verstorbenen in Zusammenhang mit dem Coronavirus veröffentlicht. Verstorben sind in Castrop-Rauxel eine 82-jährige Frau, in Gladbeck zwei Männer im Alter von 73 und 88 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 82 und 86 Jahren, in Herten eine 76 Jahre alte Frau sowie in Recklinghausen eine 89-jährige Frau und drei Männer im Alter von 79, 92 und 92 Jahren.

Update, 13.2, 8.32 Uhr: Die Corona-Fallzahlen im Kreis Recklinghausen sinken auch an diesem Samstag weiter. Die Kreisverwaltung vermeldet eine Sieben-Tage-Inzidenz von 67,9 - erneut mehr als vier Punkte weniger als noch am Freitag. Mittlerweile gibt es zwei Städte, die sogar unter der Inzidenzgrenze von 35 liegen: neben Datteln nun auch Haltern am See. Und: Nur noch zwei Städte (Castrop-Rauxel und Gladbeck) liegen oberhalb der 100er-Marke.

Auch die Zahl der aktuellen Corona-Fälle geht weiter zurück - von 1293 auf 1228 (-65). Leider sind die Todeszahlen immer noch hoch - der Kreis RE registriert zehn weitere Menschen, die mit oder an Covid-19 verstorben sind. Damit liegt die Gesamtzahl seit Pandemie-Beginn nun bei 597.

Staatsrechtler: Bundestag an Festlegung der Impfreihenfolge beteiligen

Update, 12.2., 20.40 Uhr: Der Staatsrechtler Udo Di Fabio hält eine Beteiligung des Bundestags bei der Festlegung der Impfreihenfolge in Deutschland für nötig. «Wer wann geimpft wird, diese Frage kann Auswirkungen auf Leben und körperliche Unversehrtheit haben», sagte der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts der Zeitung «Welt» (Samstagsausgabe). Eine Verteilungsfrage, die Grundrechte berühre, sei laut Verfassung dem Gesetzgeber vorbehalten. Die Verankerung von fünf allgemeinen Impfzielen im Infektionsschutzgesetz, wie in einem am Freitag im Bundestag vorgelegten Entwurf der Koalition vorgesehen, reiche dafür aber «vermutlich» bereits aus.

Update, 12.2., 15.54 Uhr: Das Resultat einer Studie ist auf den ersten Blick ermutigend: Infizieren sich Menschen nach einer Corona-Impfung mit dem Erreger Sars-CoV-2, reproduzieren sie anscheinend weniger Viren als Ungeimpfte - und wären damit weniger ansteckend. Das gelte schon nach einer einzigen Impfdosis, schreiben israelische Forscher in einer Studie, die allerdings noch nicht von Experten begutachtet wurde. Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing wertet das Resultat als «Anlass zu Hoffnung».

Bilderbuchszenen: Holländer trotz Corona im Schlittschuh-Fieber

Das Bilderbuch-Winterwetter treibt die Niederländer trotz Corona in Massen aufs Eis.

Update, 12.2., 15.27 Uhr: Strahlend blauer Himmel und klirrende Kälte: Das Bilderbuch-Winterwetter treibt die Niederländer in Massen aufs Eis. Im ganzen Land glitten viele am Freitag mit Schlittschuhen über zugefrorene Kanäle, Seen oder Grachten. In den sozialen Netzwerken sieht man tausende von Fotos mit Szenen, wie man sie auch schon auf Gemälden im 17. Jahrhundert sah: Holländer auf Schlittschuhen - jung und alt. Allerdings sei der Andrang viel zu groß, klagen zahlreiche Kommunen. Die Corona-Maßnahmen könnten nicht eingehalten werden. In besonders populären Gebieten wurden bereits Zufahrtsstraßen geschlossen und Parkplätze gesperrt. Die Polizei warnte, dass am Wochenende ganze Naturgebiete abgesperrt werden könnten.

Update, 12.2., 15.23 Uhr: Kneipen und andere Gaststätten in Schweden dürfen am späteren Abend aus Corona-Gründen weiterhin keinen Alkohol ausschenken. Ein entsprechendes Verbot für den Ausschank nach 20.00 Uhr wird bis zum 28. Februar verlängert, wie die schwedische Regierung am Freitag mitteilte. Ab März dürfen die Lokale dann zumindest bis 22.00 Uhr alkoholische Getränke servieren. Diese Maßnahme gilt vorläufig bis zum 11. April.

Update, 12.2., 15.00 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass die Corona-Impfkampagne das erste Ziel erreicht und bis Mitte Februar allen Pflegeheimbewohnern ein Impfangebot gemacht wird. Das sagte er am Freitag in Berlin. Insgesamt seien mittlerweile - rund sechs Wochen nach dem Impfstart - drei Prozent der Menschen in Deutschland geimpft, davon 1,5 Prozent auch mit der nötigen Zweitimpfung, sagte Spahn. 5,7 Millionen Impfdosen wurden demnach ausgeliefert. Bis Ende nächster Woche sollen es 8 Millionen sein.

Update, 12.2, 9.28 Uhr: Es gibt an diesem Morgen drei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreis Recklinghausen. Verstorben sind in Castrop-Rauxel ein 87-jähriger Mann und in Marl zwei Frauen im Alter von 86 und 91 Jahren.

Update, 12.2., 8.41 Uhr: Auch die Sieben-Tage-Inzidenzen im gesamten Regierungsbezirk Münster sinken auf breiter Front weiter. In der Stadt Münster liegt die Inzidenz sogar nur noch bei 15,2. Positiv ist auch die immer weiter zurückgehende Zahl der aktuellen Fälle in den Städten und Kreisen. Laut der neuesten Statistik der Bezirksregierung gibt es noch 3220 Infizierte (Vortag: 3390). Die Behörde registrierte aber auch elf weitere Verstorbene im Vergleich zum Donnerstag. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie erhöhte sich damit auf 1741.

Update, 12.2., 7.11 Uhr: Ob es am winterlichen und ungemütlichen Wetter liegt, durch die Menschen im Corona-Lockdown noch weniger Kontakte haben? Auf jeden Fall ist seit einigen Tagen festzustellen, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen deutlich zurückgeht. An diesem Freitag meldet die Kreisverwaltung nur noch einen Wert von 72,3 (Vortag: 81,7).

Auch die Zahl der aktuellen Infektionen ist rückläufig und sank im Vergleich zum Donnerstag um 65 auf nunmehr 1293. Allerdings sind auch wieder drei weitere Todesfälle im Kreisgebiet zu beklagen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 587 Menschen am oder mit Covid-19 verstorben.

In ganz Deutschland sind in den vergangenen 24 Stunden 9860 Neuinfektionen registriert worden. Außerdem gab es laut Robert-Koch-Institut 556 weitere Todesfälle.

NRW-Nachbarländer Niederlande und Belgien bleiben weiter besuchbar

Trotz andauernder Corona-Pandemie will die nordrhein-westfälische Landesregierung weiterhin an offenen Grenzen zu seinen Nachbarländern Niederlande und Belgien festhalten. „Es wäre fatal, wenn sich in der Krise wieder alle in nationale Schneckenhäuser zurückzögen“, mahnte NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU). „Das gegenseitige Vertrauen ist für uns ein wertvolles Kapital: Information als Mittel gegen Isolation.“ In anderen Ländern hätten geschlossene Grenzen teils „katastrophale Folgen“ nach sich gezogen und alte Vorurteile wiederbelebt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Update, 11.2., 15.25 Uhr: In NRW sollen Grundschüler und Förderschüler der Primarstufe ab 22. Februar in festen Lerngruppen und im Wechselmodell wieder in die Klassenräume zurückkehren. Die Schüler sollten dabei alle im selben Umfang Präsenz- und Distanzunterricht erhalten, hieß es in einer Mail des Schulministeriums, der am Donnerstag aus Düsseldorf an die Schulen ging. 

Präsenzunterricht in NRW ab 22. Februar

In der Schulmail heißt es, dass vom 22. Februar an auch die Jahrgänge, die 2021 ihre Abschlussprüfungen planen, wieder in den Präsenzmodus zurückkehren. In diesem könne das „auch in voller Klassenstärke“ ermöglicht werden. Wenn es räumlich und personell machbar sei, könnten die Schulen die Abschlussklassen auch teilen oder ein Hybridmodell wählen. Im Fall der Grundschüler und jüngeren Förderschüler sei es den Schulleitungen überlassen, wie sie den Wechselunterricht konkret gestalten wollten. 

Derweil gibt es auch im Kreis Recklinghausen einen Ansturm auf freie Friseurtermine für die Zeit, wenn die Salons wieder geöffnet haben werden.

Update, 11.2., 11.00 Uhr: Es gibt einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen: Ein 86-jähriger Mann aus Haltern am See ist verstorben. In Datteln und Waltrop gibt es heute jeweils einen positiven Fall weniger. In beiden Fällen mussten die Personen nach nicht eindeutigem positiven Ergebnis nachgetestet werden. Der Nachtest fiel negativ aus, sodass dies in der heutigen Statistik angeglichen wurde.

Update, 10.2., 21.40 Uhr: Die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen starten am 22. Februar mit einem Unterricht in Wechselmodellen. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise an. Auch Förderschulen der Primarstufe sollten dann wieder beginnen.
Der Präsenzunterricht für alle weiteren Schüler soll dann an die weitere Infektionsentwicklung gekoppelt werden. So will Nordrhein-Westfalen wieder alle Schulformen öffnen, sobald der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen erreicht ist. Künftig solle es zwei Corona-Tests für Lehrer pro Woche geben.

Große Verunsicherung am Impfzentrum in Recklinghausen

Update 10.2., 19.30 Uhr: Am Impfzentrum in Recklinghausen herrschte am Abend große Verunsicherung. Leser berichten, dass sie erst mit großer Verspätung zu ihrem Termin aufgerufen wurden. Per Megaphon wurden sie informiert, ihr Auto zu verlassen und zum Eingang zu kommen. Allerdings standen wieder vor den Zelten bereits zahlreiche Menschen - lange Schlangen bildeten sich. „Es hat Mehrfachbuchungen bei den Terminen gegeben“, berichtet Kreis-Sprecherin Svenja Küchmeister auf Anfrage unserer Redaktion. Für die Termin-Vergabe ist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) zuständig. Vor Ort wusste niemand etwas davon. Ein Mann aus Marl, der als Begleitperson vor Ort sprach von einer rund einstündigen Verspätung. Glücklicherweise waren genügend Impfdosen vorhanden. Ausbaden mussten das Ganze die Helferinnen und Helfer vor Ort.

Update 10.2., 17.10 Uhr: Friseure dürfen ab 1. März wieder öffnen. Damit hat sich nach einem Bericht der „Bild“ Kanzlerin Angela Merkel durchgesetzt. Aktuell wird noch verhandelt. Die Sitzung hat mit knapp einer Stunde Verspätung begonnen.
Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hat die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske im Umfeld des Einzelhandels gekippt. Das OVG lehnte am Mittwoch zwar den Eilantrag einer Frau aus Gelsenkirchen gegen die generelle Maskenpflicht ab. Laut Mitteilung gab das Gericht der Frau aber in einem Punkt Recht. Die derzeit gültige Coronaschutzverordnung schreibt das Tragen von Alltagsmasken im Umfeld des Einzelhandels vor. Damit sind Parkplätze vor Lebensmittelgeschäften oder Wege zum Geschäft gemeint. Der Begriff „unmittelbares Umfeld“ ist dem OVG aber zu wage. Daher setzte es die Verordnung in diesem Punkt vorläufig außer Vollzug. Der Beschluss ist nicht anfechtbar (Az.: 13 B 1932/20.NE).
Der Wortlaut in der Verordnung lasse mehrere Auslegungen zu. So könnte ein Radius von wenigen Metern um den Eingangsbereich gemeint sein, aber auch ein größerer Bereich mit einem Umfeld von 50 Metern wie beim Verzehrverbot beim Außer-Haus-Verkauf. Der 13. Senat des OVG kritisiert, das diese Unklarheit besonder schwer wiege, weil ein Verstoß gegen diese Maskenpflicht ein Bußgeld zur Folge haben könne.

Update, 10.2., 14.10 Uhr: Nun ist es amtlich - die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken gilt im Kreis Recklinghausen ab sofort auch auf Wochenmärkten, in Einkaufszentren und Einkaufspassagen. Zu den medizinischen Masken zählen FFP2-, KN95/N95- und OP-Masken. Der Kreis Recklinghausen aktualisiert damit die Allgemeinverfügung. Bisher hatte das Land in der Schutzverordnung festgelegt: Maskenpflicht auf Spielplätzen, im ÖPNV, in Innenstädten, vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen. Außerdem ist in geschlossenen öffentlichen Räumen eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann. 

Bei den medizinischen Masken galt bisher nur: Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands in Einzelhandelsgeschäften, Apotheken, Tankstellen, Banken usw. sowie in Arztpraxen und vergleichbaren medizinischen Einrichtungen, im ÖPNV - auch an Bahnhöfen und Haltestellen, während Gottesdiensten und anderen Versammlungen zur Religionsausübung auch am Sitzplatz. Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind sogenannte OP-Masken der Norm EN 14683 (muss auf der Verkaufsverpackung angegeben sein) oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2. 

Update, 11.2., 08.20 Uhr: Die Zahl der aktuell Infizierten im Regierungsbezirk Münster ist von Mittwoch auf Donnerstag von 3.510 auf 3.390 (Stand: 11.02.2021, 0 Uhr) gesunken. Die Zahl der insgesamt labordiagnostisch bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich von gestern auf heute von 69.497 auf 69.715 erhöht.

  • Stadt Bottrop: aktuell Infizierte 170 (180), insgesamt Infizierte 3.727 (3.712), Verstorbene 70 (70) Genesene 3.500 (3.500)
  • Kreis Borken: aktuell Infizierte 350 (340), insgesamt Infizierte 8.357 (8.317), Verstorbene 183 (183), Genesene 7.800 (7.800)
  • Kreis Coesfeld: aktuell Infizierte 150 (150), insgesamt Infizierte 3.669 (3.659), Verstorbene 72 (72), Genesene 3.500 (3.400)
  • Stadt Gelsenkirchen: aktuell Infizierte 570 (610), insgesamt Infizierte 9.703 (9.671), Verstorbene 307 (302) Genesene 8.800 (8.800)
  • Stadt Münster: aktuell Infizierte 140 (150), insgesamt Infizierte 5.249 (5.243), Verstorbene 97 (96) Genesene 5.000 (5.000)
  • Kreis Recklinghausen: aktuell Infizierte 1.200 (1.200), insgesamt Infizierte 21.057 (20.980), Verstorbene 578 (577) Genesene 19.300 (19.200)
  • Kreis Steinfurt: aktuell Infizierte 360 (370), insgesamt Infizierte 9.988 (9.962), Verstorbene 244 (244), Genesene 9.400 (9.300)
  • Kreis Warendorf: aktuell Infizierte 450 (510), insgesamt Infizierte 7.965 (7.953), Verstorbene 179 (178), Genesene 7.300 (7.300)
  • Gesamtzahl: aktuell Infizierte 3.390 (3.510), insgesamt Infizierte 69.715 (69.497), Verstorbene 1.730 (1.722), Genesene 64.600 (64.300)

Hier die aktuellen Zahlen aus dem Regierungsbezirk. Da diese auf den LZG-Statistiken basieren, weichen sie teilweise von den eigenen der Kreise und Städte ab.

Update,11.2. 7.00 Uhr Der Corona-Lockdown wird verlängert, die Bürger können vorerst nicht mit großen Lockerungen rechnen. Es gibt aber Perspektiven - und eine Ausnahmeregelung ab Anfang März.  Die aktuell geltenden Maßnahmen werden grundsätzlich bis zum 7. März verlängert. 

Die neuen Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz

KONTAKTE: Privat sollen sich die Menschen in Deutschland weiterhin nur mit jeweils einer weiteren Person außerhalb des eigenen Haushalts auf einmal treffen. Der Kreis dieser Menschen sollte möglichst klein gehalten werden. Bürgerinnen und Bürger sind dringend gebeten, «alle Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken und insbesondere Zusammenkünfte in Innenräumen zu vermeiden».

MASKEN: Das Tragen von OP-Masken oder Masken mit FFP2- oder einem vergleichbaren Standard in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt Pflicht.

REISEN: Nicht notwendige private Reisen und Besuche sollen unterlassen werden.

HOMEOFFICE: Arbeitgeber müssen Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice erlauben, sofern ihre Tätigkeiten das zulassen. Details regelt eine Verordnung des Bundesarbeitsministeriums. Bund und Länder fordern Arbeitgeber auf, diese konsequent anzuwenden. Wo sich doch mehrere Menschen bei der Arbeit gemeinsam in einem Raum aufhalten, sollen besser schützende Masken getragen werden.

KITAS & SCHULEN: Die Öffnung von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche soll Priorität haben. «Dieser Bereich soll daher als erster schrittweise wieder geöffnet werden», mit Vorsichtsmaßnahmen wie Lüften, Schnelltests und wo möglich hochwertigen Masken. Über Öffnungen entscheiden aber die Länder. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern sollen prüfen, ob Kita-Betreuer und Grundschullehrerinnen beim Impfen eine höhere Priorität erhalten.

FRISEURE: Friseure dürfen ab dem 1. März wieder öffnen. Sie müssen die Kundenzahl vor Ort mit Terminen steuern, außerdem müssen OP-Masken oder solche mit FFP2-Standard oder ähnlich getragen werden.

WEITERE ÖFFNUNGEN: Erst wenn eine «stabile» Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen erreicht ist, sollen weitere Öffnungen durch die Länder folgen. Dann sollen der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder aufmachen können.

Für Lockerungen in Kultur, Sport in Gruppen, Freizeit, Gastronomie und Hotelgewerbe wollen Bund und Länder eine «sichere und gerechte Öffnungsstrategie» weiterentwickeln.

In Ländern und Landkreisen, wo es binnen sieben Tagen weiterhin mindestens 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gibt, sollen gegebenenfalls weiter härtere Auflagen gelten.

Bund und Länder wollen am 3. März erneut beraten.

Öffnungsperspektiven für Schulen in NRW

Update, 11.02., 7.00 Uhr: Seit Mitte Dezember sind die Schüler in NRW im Distanzunterricht. Als erstes sollen am 22. Februar die Grundschüler tageweise zurückkehren. Für Ältere wird das Öffnungsdatum an weiter sinkende Zahlen gekoppelt. «Werden sich die Infektionszahlen weiter verringern und sinkt die wöchentliche Inzidenz im gesamten Land auf 50 beziehungsweise darunter, werden wir wieder zu Präsenzunterricht übergehen», kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwochabend nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise an.

Schon am 22. Februar starten die Grundschulen und die Förderschulen der Primarstufe mit einem neuen Wechselmodell. Die Kinder sollten dann maximal fünf Tage zuhause unterrichtet werden, erläuterte Gebauer. Dann müsse es erneut einen Wechsel geben. Die Schulen könnten aber beispielsweise auch alle zwei Tage wechseln. «Wir können jetzt unseren Grundschulkindern wieder ein Stück Normalität in diesen für sie ganz besonders schwierigen Zeiten zurückgeben», betonte die Ministerin. Ebenso würden die Jahrgänge, die in diesem Jahr Abschlussprüfungen zu absolvieren hätten, wieder aus dem Distanzunterricht in die Schulen geholt, sagte Gebauer. Weitere Neuerung: Künftig solle es zwei Corona-Tests für Lehrer pro Woche geben und jeweils zwei FFP2-Masken pro Tag für Lehrer sowie Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule.

Update, 10.2., 10.02: Nach einem Entwurf des Kanzleramtes für das heutige Bund-Länder-Treffen in Berlin soll der Lockdown bis zum 14. März verlängert werden. Das Papier soll nach dpa-Informationen vorabgestimmt sein mit den Ländern Berlin und Bayern. Berlin hat derzeit den Vorsitz den Ministerpräsidentenkonferenz, Bayern die Stellvertretung. Auch mehrere Medien berichteten über den neuen Beschlussvorschlag. Friseurbetriebe sollen dem Entwurf zufolge unter Auflagen «zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken» ab 1. März wieder öffnen dürfen. Weitere Öffnungsschritte sind in dem Papier nicht genannt. Zudem muss abgewartet werden, ob sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwochnachmittag tatsächlich auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. März einigen kann. Endgültige Entscheidungen sind erst am Ende der Beratungen, die um 14.00 Uhr beginnen sollen, zu erwarten.

Update, 10.2., 10 Uhr: Das Mainzer Unternehmen Biontech hat in seinem neuen Werk im hessischen Marburg mit der Produktion seines Corona-Impfstoffs begonnen. Als erster Schritt werde das Botenmolekül mRNA hergestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Biontech hatte vor wenigen Tagen die arzneimittelrechtliche Erlaubnis dafür erhalten. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Die ersten am Standort Marburg hergestellten Impfstoffe werden nach Unternehmensangaben voraussichtlich Anfang April ausgeliefert.

Update, 10.2., 7.45 Uhr: Wird der Corona-Lockdown gelockert? Zumindest in Kitas und Schulen? Oder bleibt vorerst alles, wie es ist? Um 14.00 Uhr will sich Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten zusammenschalten, um über die weiteren Schritte zu beraten. Die Kanzlerin selbst hat klargemacht: Sie ist gegen jegliche Öffnungsschritte vor dem 1. März. Sie rechnet damit, dass die britische Virusvariante in wenigen Wochen auch hierzulande die Oberhand gewinnt. Sollte es Lockerungen geben, könnten die Infektionszahlen wieder in die Höhe schnellen, fürchtet Merkel. Doch ob sie sich durchsetzen kann, ist fraglich.

Update, 9.2., 15.40 Uhr: Es ist eine Schnapszahl, und hoffentlich bringt sie dem Kreis Recklinghausen und allen Menschen in den nächsten Wochen und Monaten auch Glück und Gesundheit. 333 Personen haben am ersten Tag im neuen Impfzentrum in Recklinghausen ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Dabei handelte es sich zunächst ausnahmslos um Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahren, wie die Kreisverwaltung in einer ersten Bilanz des Auftakts berichtete.

Landrat Bodo Klimpel: „Wichtiger Schritt in der Bekämpfung der Pandemie“

„Das ist ein wichtiger Schritt in der Bekämpfung der Pandemie“, sagte Landrat Bodo Klimpel. Peter Wernitz, einer der organisatorischen Leiter des Impfzentrums, war positiv überrascht: „Entgegen der öffentlich häufig geäußerten Befürchtungen waren viel mehr Menschen da als erwartet.“ Von den 399 Personen, die einen Impftermin für den ersten Tag hatten, sind 333 tatsächlich gekommen, „die meisten davon mit Begleitung.“

Das Land hatte am Sonntag entschieden, dass diejenigen, die am Montag aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht ins Impfzentrum kommen können, den Termin einen Tag später, also am Dienstag, wahrnehmen können. Das Personal wurde daher für den Dienstag aufgestockt, um die zusätzlich zu Impfenden auch ohne zu lange Wartezeiten versorgen zu können.

Kreis Recklinghausen bittet Betroffene: Nicht zu früh zum Impftermin kommen

Wer einen Termin im Impfzentrum hat, wird gebeten, zeitlich passend zu dem Termin zu kommen. „Wir haben es am ersten Tag erlebt, dass die Menschen zum Teil mehr als eine Stunde vor dem eigentlichen Termin da waren. Das sorgt für Rückstau und für lange Wartezeiten bei allen Beteiligten“, sagt Peter Wernitz. Er weist darauf hin: „Es ist genügend Impfstoff für jeden da, der an dem Tag einen Termin hat.“

Im Impfzentrum und auf dem gesamten Gelände gelten selbstverständlich die Regeln der Coronaschutzverordnung: Alle Besucherinnen und Besucher sind angehalten, sowohl die Maskenpflicht als auch die Abstände zu anderen einzuhalten. In den nächsten Tagen wird der Wachdienst verstärkt auf die Einhaltung der Mindestabstände achten.

Update, 9.2., 15.05 Uhr: Wann bin ich mit der Corona-Impfung dran? Diese Frage stellen sich in NRW derzeit viele Menschen. Klar: Wer einmal geimpft ist, kann wieder etwas entspannter unter die Leute gehen. Für einige Personengruppen ist das bald schneller möglich, als zunächst gedacht. Denn in der Impf-Reihenfolge gibt es ab dem 10. Februar eine wichtige Änderung.

Update, 9.2., 10.00 Uhr: Es gibt zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen. Verstorben sind in Dorsten eine 86-jährige Frau und in Herten ein 86-jähriger Mann.

Schwieriger Impf-Start im Schneechaos in Recklinghausen

Update, 8.2., 20.00 Uhr: Schnee, Eis, Kälte: Der Start am Recklinghäuser Impfzentrum verlief unter schwierigen Rahmenbedingungen. Dennoch: „Viele der 399 vergebenen Termine am ersten Tag wurden genutzt“, sagt Kreissprecherin Svenja Küchmeister. Zeitweise gibt es sogar Schlangen mit Wartezeiten von etwa 20 Minuten vor dem Impfzentrum, was bei Besuchern für Unmut sorgt: „Die Leute sind über 80, sie müssen zu lange draußen warten. Manchen macht da die Kälte zu schaffen oder sie können nicht so lange stehen. Was die hier mit den alten Leuten machen...“, ereifert sich Uwe Ronge aus Recklinghausen, der seinen Schwiegervater zum Impfzentrum gebracht hat.

Kleine Rückstaus sind nicht zu vermeiden“, meint dazu Svenja Küchmeister. „Wir können die Besucher nur immer wieder bitten, pünktlich und erst im vorgesehenen Zeitfenster zu kommen, damit der Andrang möglichst gleichmäßig ist. So lassen sich dann größere Staus verhindern.“ Insgesamt bezeichnet die Kreis-Sprecherin den Impf-Start als „reibungslos, auch der Impfstoff war pünktlich aufbereitet. Wir sind zufrieden.“ Tatsächlich verlief der Start im Ganzen ruhig: Eine Ein- und Ausstiegszone sorgt dafür, dass die Senioren direkt am Eingang abgesetzt werden können. Der Eingangsbereich selbst ist gut geräumt, Gummimatten geben hier Halt.

Impf-Gegner lassen sich vor dem Impfzentrum nicht blicken

Auch Impf-Gegner sind beim Startschuss nicht zu sehen, die Polizei bleibt erfreulicherweise beschäftigungslos. Leider ist der Ausgangsbereich nicht so gut geräumt wie der Eingang. Nach dem Verlassen des Impfzentrums haben einige, vor allem gehbehinderte Senioren Probleme, zurück zum Parkplatz zu kommen.

Update, 8.2., 20:45 Uhr:  Der EU-Vertrag mit Biontech/Pfizer über weitere bis zu 300 Millionen Corona-Impfdosen hat die letzte formelle Hürde genommen. Das Kollegium der EU-Kommissare habe dem Vertrag über 200 Millionen Dosen und eine Option auf 100 Millionen weitere am Montag zugestimmt, sagte ein Sprecher der EU-Kommission auf Anfrage. Dies sei nur noch eine Formalie gewesen, hieß es aus EU-Kreisen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte die Abmachung bereits am 8. Januar öffentlich gemacht. Insgesamt kann die EU nun bis zu 600 Millionen Impfstoff-Dosen von Biontech/Pfizer beziehen.

Update, 8.2., 17.38 Uhr: Die Erstimpfungen in Nordrhein-Westfalens Altenheimen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) «so gut wie abgeschlossen». Damit sei «eine kleine, aber wichtige Etappe erreicht», sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. Dies sei bedeutend, weil sich jeder zweite coronabedingte Todesfall in stationären Einrichtungen ereignet habe. Insgesamt seien in NRW mittlerweile 489 000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft, davon 330 000 auch schon zum zweiten Mal.

Update, 8.2., 13.28 Uhr: Die Kreisverwaltung vermeldet grünes Licht für den planmäßigen Impfstart im Impfzentrum des Kreises RE auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. 399 Personen hätten für heute einen Termin bekommen. Das Impfzentrum werde pünktlich um 14 Uhr für diese Personen geöffnet sein. Die Impftermine sollten, wenn möglich, eingehalten werden, heißt es vom Gesundheitsministerium NRW.

Wer seinen Termin aber witterungsbedingt heute nicht wahrnehmen kann, hat entsprechend der Vorgaben des Landes die Möglichkeit, stattdessen morgen zur gleichen Uhrzeit zu kommen. Eine Verschiebung der Uhrzeit ist nicht möglich. Eine telefonische Ankündigung, dass der Termin erst am Dienstag wahrgenommen wird, sei nach Angaben des Kreises Recklinghausen nicht erforderlich.

Schneeräumung rund um das Impfzentrum in Recklinghausen

Voraussetzung für die Durchführung der Impfungen heute sei selbstverständlich, dass der Impfstoff planmäßig im Impfzentrum eintrifft. Das Fahrzeug mit der Lieferung war für spätestens 12 Uhr angekündigt, so die Kreisverwaltung.

Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung sind seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um das Gelände des Impfzentrums sowie die Ein- und Ausstiegsstelle vor der Leichtbauhalle von Schnee zu befreien. Es sei also sichergestellt, dass diejenigen, die das Impfzentrum erreichen, freie Wege zum Eingang vorfinden.

Das Technische Hilfswerk hat bereits am Sonntagvormittag vorsichtshalber das Dach des Impfzentrums in Recklinghausen von Schnee und Eis befreit.

Update, 6.2., 10.26 Uhr: Die Pressestelle des Kreises Recklinghausen informiert noch einmal genauer über die fehlenden Corona-Statistiken an diesem Morgen. Am Sonntag sei witterungsbedingt die Kontaktnachverfolgung im Kreishaus in Recklinghausen, wie in vielen anderen Verwaltungen im Ruhrgebiet und Münsterland, nicht möglich gewesen, heißt es vom Kreis RE. Aus diesem Grund seien keine Daten ins System eingetragen worden. Neue Corona-Zahlen werde es daher erst wieder am morgigen Dienstag (9.2.) geben.

Trotz fehlender Zahlen - Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen sinkt

Update, 8.2., 9.22 Uhr: Das ist schon eine seltsame Situation. Da im Kreishaus in Recklinghausen am Sonntag aufgrund des widrigen Wetters nicht gearbeitet wurde, gibt es an diesem Morgen keine aktuellen Corona-Statistiken vom Kreis-Gesundheitsamt.

Allerdings ändert sich teilweise die Inzidenz, die sich ja aus der Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage berechnet. Für den gesamten Kreis Recklinghausen liegt sie nun nur noch knapp über 100 (101,9), während die Inzidenz des RKI sogar einen Wert von nur noch 97,0 ausweist..

Impfungen im Impfzentrum des Kreises RE sollen um 14 Uhr planmäßig beginnen

Update, 8.2., 7.44 Uhr: Die Impfungen im Impfzentrum in Recklinghausen sollen trotz der winterlichen Wetterlage heute planmäßig um 14 Uhr beginnen. Davon sei nach derzeitigem Stand auszugehen, so der Kreis RE in einer Mitteilung. Das Technische Hilfswerk (THW) habe am Sonntag vorsichtshalber das Dach des Impfzentrums von Schnee und Eis befreit, die Haustechniker der Kreisverwaltung hätten zudem rund ums Impfzentrum herum Schnee geräumt. Sie werden bis Montagmittag immer wieder die Wege von Schnee befreien, sodass der Impfstart wie geplant stattfinden kann.

Damit die Personen, die zur Impfung kommen, nur einen möglichst kurzen Weg zum Eingang zurücklegen müssen, wurde der Zugang zum Gelände zum Parkplatz (Richtung Innenstadt) verlegt. Direkt daneben gibt es nun eine Ein- und Ausstiegszone, sodass die zu Impfenden direkt neben dem Zugang aus dem Fahrzeug aussteigen können.

Update, 8.2., 7.30 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 4535 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 158 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Montag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 5608 Neuinfektionen und 175 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die erfassten Fallzahlen sind an Montagen in der Regel niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Corona-Zahlen im Kreis Recklinghausen entwickeln sich anders als der Bundestrend

Update, 7.2., 10.18 Uhr: Die Zahlen an diesem Sonntagmorgen beweisen - von Entspannung in der Corona-Krise ist der Kreis Recklinghausen noch weit entfernt. Denn die Sieben-Tage-Inzidenz liegt weiterhin deutlich über dem Bundesschnitt (75,6) und steigt sogar noch an (von 107,0 auf nunmehr 108,8). Auch die Zahl der aktuellen Corona-Fälle steigt um 89 im Vergleich auf 1546.

Update, 6.2., 12.01 Uhr: Die ersten 74.400 Corona-Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca werden an diesem Samstag in Nordrhein-Westfalen erwartet. Mit diesem dritten Impfstoff nach den Produkten von Biontech und Moderna kann voraussichtlich ab der kommenden Woche im bevölkerungsreichsten Bundesland geimpft werden. Bis einschließlich der ersten Märzwoche sollen nach Angaben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) etwa 600.000 Impfdosen von Astrazeneca eintreffen. Nach den jüngsten Daten des Bundesgesundheitsministeriums könnten es sogar fast 700.000 sein.

Acht weitere Todesopfer im Kreis Recklinghausen - insgesamt 573 seit Pandemie-Beginn

Update, 6.2., 11.38 Uhr: Der Kreis Recklinghausen hat bekannt gegeben, aus welchen Städten die acht weiteren Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 kommen. Verstorben sind in Datteln ein 59-jähriger Mann, in Dorsten eine 74-jährige Frau, in Gladbeck eine 90-jährige Frau, in Herten eine Frau im Alter von 91 Jahren sowie ein Mann im Alter von 72 Jahren, in Marl ein Mann im Alter von 73 Jahren sowie eine Frau im Alter von 96 Jahren und in Oer-Erkenschwick eine Frau im Alter von 93 Jahren.

Update, 6.2., 8.13 Uhr: Von einer Trendwende kann man wahrscheinlich noch nicht reden. Aber zumindest ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen nach mehreren Tagen erstmals wieder leicht zurückgegangen (von 109,1 auf 107,0).

Allerdings gibt es nun nur noch vier Städte, die unter der Inzidenz-Marke von 100 liegen (vorher: fünf) und keine Kommune unterschreitet derzeit den kritischen von 50. Außerdem sind nach Angaben der Kreisverwaltung acht weitere Todesopfer in den vergangenen 24 Stunden zu beklagen.

Joachim Stamp (FDP) mit Fünf-Stufen-Plan zum Lockdown-Ausstieg in NRW

Update, 5.2., 17.16 Uhr:  Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat einen Fünf-Stufen-Plan zum Ausstieg aus dem Corona-Lockdown vorgelegt. Eine schlichte Verlängerung der derzeit bis zum 14. Februar befristeten Einschränkungen erscheine «ebenso unangemessen wie eine weitgehende Aufhebung», heißt es in seinem am Freitag (5.2.) in Düsseldorf vorgestellten «NRW-Plan». Bei dem Papier handle es sich um einen «persönlichen Vorschlag», erklärte der NRW-Familienminister.

Seine fünf Stufen für Lockerungen in Kitas, Schulen, Handel, Gastronomie, Sport, Kultur und Freizeit seien nicht allein an der Sieben-Tage-Inzidenz ausgerichtet, betonte Stamp. «Es müssen weitere Indikatoren hinzugezogen werden, um zu einer geeigneten Grundlage für politsche Entscheidungen zu kommen.»

Dazu zähle etwa die Neuinfektionsrate bei der besonders gefährdeten Gruppe der über 80-Jährigen, die Krankenhausbelegung, die Möglichkeit, Infektionsketten nachzuverfolgen und die Verfügbarkeit zertifizierter Selbsttests.

Corona-Lockerungen für junge Schüler, Friseure und den Handel?

Derzeit befinde sich NRW in Phase 1, sagte Stamp. In seinem Papier ist die Stufe unter anderem gekennzeichnet durch eine landesweite Sieben-Tages-Inzidenz zwischen 100 und 75 Neuinfektionsfällen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, einer Ü-80-Inzidenz zwischen 200 und 150, der steigenden Zahl freier Plätze auf Intensivstationen und sinkenden Einweisungszahlen von Covid-19-Patienten.

«Perspektivisch» wünsche er sich in dieser Stufe folgende Veränderungen: Präsenz- und/oder Wechselunterricht - vorrangig für Grundschulen und Abschlussklassen - Außensport für Kinder, Öffnungen für Friseure bei fester Terminvergabe sowie für den Handel mit Kundenbegrenzungen und Hygiene-Auflagen.

Update, 5.2., 15.53 Uhr: Für die Fahrt zum Impfzentrum in Recklinghausen können sich Personen mit Mobilitätseinschränkungen unter bestimmten Voraussetzungen Kosten erstatten lassen. Grundlage dazu ist ein Pflegegrad 3 bis 5 oder eine Schwerbehinderung.

„Bei Pflegegrad 3 ist zusätzliche Voraussetzung, dass dauerhafte Mobilitätseinschränkungen vorliegen, die eine eigene Anreise zum Beispiel per Bus ausschließen. Bei einer Schwerbehinderung sind die Merkzeichen aG, Bl oder H entscheidend“, erklärt Heike Rommler vom Beratungs- und Infocenter Pflege, kurz BIP, des Kreises Recklinghausen.

Gewisse Mobilität muss sichergestellt sein

Wichtig: Um im Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen geimpft zu werden, muss eine gewisse Mobilität sichergestellt sein. Im Impfzentrum sind rund 350 Meter eigenständig zurückzulegen, wobei die Unterstützung durch eine Begleitperson, wenn nötig, möglich ist.

Personen, die den Weg durchs Impfzentrum nicht aus eigener Kraft zurücklegen können, weil sie zum Beispiel bettlägerig sind, können nicht geimpft werden. Für sie sieht das Land mobile Impfungen im häuslichen Umfeld vor, wenn zu einem späteren Zeitpunkt ein transportabler Impfstoff eingesetzt wird.

Pflegegrad oder Merkzeichen im Schwerbehinderten-Ausweis

Wer über den entsprechenden Pflegegrad oder ein Merkzeichen im Schwerbehinderten-Ausweis verfügt, muss sich für eine Fahrtkostenerstattung an seinen Arzt werden. „Grundvoraussetzung ist natürlich, dass bereits Termine vereinbart sind“, stellt Rommler klar. Der Arzt kann nach Vorlage des Nachweises, dass die Patienten oder der Patient zum Impftermin eingeladen ist, zwei Verordnungen für beide Termine ausstellen.

Im Anschluss kann dann ein Termin mit einem Taxiunternehmen vereinbart werden, was die Fahrt zum Impfzentrum übernimmt. „Dem Taxifahrer wird dann die Verordnung vorgelegt, die dann vom Taxiunternehmen abgerechnet wird. Je nachdem, ob eine Freistellung vorliegt, fährt die Person kostenlos oder muss ähnlich wie bei Medikamenten zehn Prozent der Gesamtkosten zuzahlen. Das sind mindestens fünf und maximal zehn Euro.“

Die Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis: Das Merkzeichen „aG“ im Schwerbehindertenausweis erhalten Personen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung, deren Gehvermögen also auf das Schwerste eingeschränkt und die Fortbewegung nur mit fremder Hilfe oder großer Anstrengung möglich ist.

„Bl“ ist das Merzeichen für Blindheit oder eine hochgradige Sehbehinderung. Das Merkzeichen „H“ im Schwerbehindertenausweis signalisiert „hilflos“, d.h. die Person benötigt dauernd und in erheblichem Maße fremde Hilfe, Überwachung oder Anleitung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens wie An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme oder Körperpflege. „Für die Prüfung von Schwerbehinderung und die Ausstellung des entsprechenden Ausweises ist der Fachbereich ‚Schwerbehinderung‘ beim Kreis Recklinghausen zuständig“, weiß Rommler.

Update, 5.2., 14.39 Uhr: Rund 100 Friseurinnen und Friseure sind in einem Autokorso zum Düsseldorfer Landtag gefahren, wo Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) eine Kiste mit Kämmen übergeben wurde. Pinkwart habe sich am Freitagvormittag (5.2.) spontan eine halbe Stunde Zeit genommen, sagte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Mettmann, Torben Viehl.

Autokorso mit 35 Fahrzeugen

Die Friseure hatten von der Polizei einen Autokorso aus 35 Fahrzeugen genehmigt bekommen. In jedem Wagen hätten je drei Kolleginnen und Kollegen gesessen, so Viehl. Der Korso sei von Mettmann bis zum Landtag gefahren, wo jeder einen Kamm in eine Kiste geworfen habe. Die sei dann Pinkwart übergeben worden.

Es gehe den Friseuren um unbürokratische Hilfen, betonte Viehl. Mitte Dezember mussten alle Friseursalons schließen. Alleine im Kreis Mettmann sind nach Angaben der Handwerkerschaft davon 443 Läden betroffen. Der Autokorso stand unter dem Motto «Die Spitze ist erreicht, bald müssen wir den Kamm abgeben.». Pinkwart habe Unterstützung zugesagt, so Viehl.

Friseurbranche kommt bei Hilfen schlecht weg

Die Friseurbranche kommt bei den Hilfspaketen für die Wirtschaft bislang schlecht weg. Soforthilfen nach Ausbruch der Pandemie im vergangenen Frühjahr mussten in der Regel wieder zurückgezahlt werden, zudem haben die meisten Salons keinen Anspruch auf die Dezemberhilfe. Die «Überbrückungshilfe III» wiederum wird mit Blick auf Fixkosten - etwa Miete - errechnet, dadurch ist die Finanzspritze relativ schwach. Hierzu gibt es erst im Laufe des Februars eine erste Teilzahlung, der Rest soll ab März fließen.

Update, 5.2., 11.54 Uhr: Seit Beginn der Corona-Krise sind in Nordrhein-Westfalen bereits rund 6,2 Milliarden Euro an Hilfsgeldern an Unternehmen, Freiberufler und Soloselbstständige ausgezahlt worden. Diese Hilfszahlungen und Konjunkturpakete hätten dazu beigetragen, dass die NRW-Wirtschaft bislang etwas besser durch die Krise gekommen sei als der Bundesdurchschnitt, sagte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart in Düsseldorf.

Allein die Auszahlungen für die sogenannte Novemberhilfe beliefen sich mittlerweile auf 573 Millionen Euro. Mittlerweile hätten die Bezirksregierungen hier rund 41.000 Anträge bewilligt, berichtete Pinkwart. Im Rahmen der Dezemberhilfe seien darüber hinaus weitere 320 Millionen Euro geflossen - meist als Abschlagszahlungen. Im Rahmen der Überbrückungshilfe II wurden bereits 34.000 Anträge bewilligt und 495 Millionen Euro ausgezahlt.

Noch 4170 Corona-Infizierte im gesamten Regierungsbezirk Münster

Update, 5.2., 9.07 Uhr: Im Regierungsbezirk Münster geht die Zahl der aktuell noch infizierten Bürgerinnen und Bürger etwas zurück im Vergleich zum Donnerstag - von 4271 auf 4170. Es gibt 18 weitere Todesopfer in den letzten 24 Stunden, die Gesamtzahl liegt nun bei 1661.

Hier die aktuellen Zahlen aus dem Regierungsbezirk. Diese basieren auf den Statistiken des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) und weichen daher teilweise von den eigenen der Kreise und Städte ab.

  • Stadt Bottrop: aktuell Infizierte 214 (295), insgesamt Infizierte 3.678 (3.658), Verstorbene 64 (63) Genesene 3.400 (3.300)
  • Kreis Borken: aktuell Infizierte 421 (383), insgesamt Infizierte 8.203 (8.165), Verstorbene 182 (182), Genesene 7.600 (7.600)
  • Kreis Coesfeld: aktuell Infizierte 157 (147), insgesamt Infizierte 3.625 (3.615), Verstorbene 68 (68), Genesene 3.400 (3.400)
  • Stadt Gelsenkirchen: aktuell Infizierte 652 (713), insgesamt Infizierte 9.549 (9.503), Verstorbene 297 (290) Genesene 8.600 (8.500)
  • Stadt Münster: aktuell Infizierte 204 (204), insgesamt Infizierte 5.196 (5.196), Verstorbene 92 (92) Genesene 4.900 (4.900)
  • Kreis Recklinghausen: aktuell Infizierte 1.402 (1.389), insgesamt Infizierte 20.657 (20.539), Verstorbene 555 (550), Genesene 18.700 (18.600)
  • Kreis Steinfurt: aktuell Infizierte 417 (481), insgesamt Infizierte 9.850 (9.811), Verstorbene 233 (230), Genesene 9.200 (9.100)
  • Kreis Warendorf: aktuell Infizierte 703 (659), insgesamt Infizierte 7.873 (7.827), Verstorbene 170 (168), Genesene 7.000 (7.000)
  • Gesamtzahl: aktuell Infizierte 4.170 (4.271), insgesamt Infizierte 68.631 (68.314), Verstorbene 1.661 (1.643), Genesene 62.800 (62.400)

Update, 5.2., 7.50 Uhr: Keine guten Nachrichten an diesem Freitagmorgen vom Kreis Recklinghausen. Denn dort wurden sechs weitere Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Verstorben sind in Castrop-Rauxel ein 79-jähriger Mann, in Gladbeck ein 93 Jahre alter Mann, in Haltern am See ein 79-jähriger Mann, in Herten eine Frau im Alter von 70 Jahren, in Oer-Erkenschwick eine 73 Jahre alte Frau und in Waltrop eine Frau im Alter von 85 Jahren. Seit Beginn der Pandemie sind damit in unseren zehn Städten schon 565 Menschen verstorben.

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Keine Stadt mehr unter kritischer Inzidenz-Marke

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz verheißt zurzeit nichts Gutes. Denn nachdem sie eine Zeit lang immer weiter zurückging und sogar zeitweise schon unter der 100er-Marke lag, gibt es seit einigen Tagen einen Negativtrend. Der Wert liegt nun wieder bei 109,1. Zurzeit liegt keine der Städte mehr unter der kritischen Inzidenz-Grenze von 50 - auch Haltern am See weist mittlerweile eine Inzidenz von 60,8 auf. Trauriger Spitzenreiter ist weiter Recklinghausen mit 150,4. Die Zahl der aktuell Infizierten im Kreisgebiet sank jedoch im Vergleich zum Vortag auf nunmehr 1487.

In ganz Deutschland sind die Sieben-Tage-Inzidenz (79,9) und die Zahl der Neuinfektionen (12.908) zwar weiter leicht rückläufig, die Zahl der Todesopfer aber leider nicht. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gab es in den letzten 24 Stunden 855 weitere Todesfälle.

Bestatter: Unmittelbar von Corona betroffen, aber nicht systemrelevant?

Corona hat erhebliche Auswirkungen auf das Sterben. Für die Bestatter, aber auch für die Angehörigen. „Wenn auf dem Totenschein Covid-19 vermerkt ist, darf der Sarg nicht mehr geöffnet werden“, erklärt Sascha Müller, Inhaber des gleichnamigen Bestattungsinstituts in Waltrop. Was er nicht nachvollziehen kann: Er hat bei der Kassenärztlichen Vereinigung nachgefragt, wann er und sein Team geimpft wird. Da erfuhr er, dass der Beruf des Bestatters nicht systemrelevant sei.

Mit dpa-Material

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Weiterführende Informationen und Links

Wenn Sie mehr über die Entwicklung im Kreis Recklinghausen lesen möchten, finden Sie in unseren ersten, bereits abgeschlossenen Blogs zum Coronavirus im Kreis Recklinghausen, viele Informationen und weiterführende Links.

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 21. Januar bis 4. Februar 2021

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 12. bis 20. Januar 2021

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 1. bis 11. Januar 2021

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 21. bis 31. Dezember 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 5. bis 20. Dezember 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 27. November bis 4. Dezember 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 14. bis 26. November 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 5. bis 14. November 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 21. Oktober bis 5. November 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 12. bis 21. Oktober 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 30. September bis 12. Oktober 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 11. bis 30. September 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 18. August bis 11. September 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 1. bis 18. August 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 22. Juni bis 31. Juli 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 8. Mai bis 21. Juni 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 25. März bis 7. Mai 2020

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Die Entwicklungen vom 28. Februar bis 24. März 2020

Rubriklistenbild: © Soeren Stache/dpa/picture alliance

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