Pandemie-Newsblog

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Inzidenz bleibt unter 200er-Marke - Herne schon bei 292,1

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  • Erwin Kitscha
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  • Randolf Leyk
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  • Bernd Turowski
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Die Zahl der aktuellen Corona-Infektionen im Vest aktualisieren wir für Sie regelmäßig. Wir halten Sie in diesem Newsblog auf dem Laufenden.

  • Im Kreis Recklinghausen gibt es 2950 aktuelle Corona-Infektionen (zuvor: 2873). Insgesamt wurden 28.716 Fälle gemeldet. Davon gelten 24.963 wieder als gesund. Es gibt 803 Todesfälle. (Stand: 26.4., 6 Uhr).
  • Der aktuelle Inzidenzwert liegt nach Angaben der Kreisverwaltung bei 195,2 (zuvor: 194,9). Ausschlaggebend für weitere Maßnahmen nach der neuen Coronaschutzverordnung ist aber der vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein Westfalen (LZG) herausgegebene Inzidenzwert. Hier liegt der Kreis bei 190,7 (Stand 26.4., 0 Uhr).
  • Die Zahl der aktuell Infizierten im Regierungsbezirk Münster ist Freitag bis Montag von 7.570 auf 8.030 (Stand: 26.04.2021, 0 Uhr) gestiegen. Die Zahl der insgesamt labordiagnostisch bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich von Freitag bis heute von 95.746 auf 97.369 erhöht.
  • In ganz Deutschland sind in den vergangenen 24 Stunden 11.907 Neuinfektionen registriert worden. Außerdem gab es laut Robert-Koch-Institut 60 weitere Todesfälle. Die bundesweite Inzidenz liegt bei 169,3 (Stand: 26.4., 6 Uhr).

Über die Entwicklung in Ihrer Stadt halten wir Sie zusätzlich in unseren Lokal-Tickern auf dem Laufenden: 
Das Coronavirus in Recklinghausen
Das Coronavirus in Marl
Das Coronavirus in Herten
Das Coronavirus in Datteln
Das Coronavirus in Oer-Erkenschwick
Das Coronavirus in Waltrop

Wir beenden den Corona-Blog an dieser Stelle. Alle aktuellen Infos ab dem 26. April 2021 finden Sie hier in unserem neuen Corona-News-Blog für die Region.

Hier der Blick auf die Corona-Statistik in den zehn Städten im Kreis Recklinghausen (aktuell Infizierte, insgesamt Infizierte, Genesene, Todesfälle, Inzidenz, Stand: 26.4., 6 Uhr).

  • Castrop-Rauxel: 462 / 3476 / 2948 / 66 // 250,9
  • Datteln: 141 / 1733 / 1514 / 78 // 156,1
  • Dorsten: 247 / 2675 / 2366 / 62 // 136,5
  • Gladbeck: 423 / 4426 / 3891 / 112 // 228,8
  • Haltern am See: 105 / 915 / 800 / 10 // 97,8
  • Herten: 325 / 3109 / 2685 / 99 // 220,0
  • Marl: 449 / 3973 / 3435 / 89 // 196,3
  • Oer-Erkenschwick: 83 / 1601 / 1460 / 58 // 89,1
  • Recklinghausen: 593 / 5545 / 4753 / 199 // 241,5
  • Waltrop: 122 / 1263 / 1111 / 30 // 173,9
  • Kreis RE gesamt: 2950 / 28.716 / 24.963 / 803 // 195,2

Die Inzidenzen der labortechnisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen stellen sich für die Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk Münster wie folgt dar (Stand, 26.4., 0 Uhr - In Klammern die Meldung vom Vortag):

  • Stadt Bottrop       139,5 (128,4)
  • Kreis Borken       148,4 (148,4)
  • Kreis Coesfeld       92,9 (92,0)
  • Stadt Gelsenkirchen    259,2 (261,9)
  • Stadt Münster       106,3 (98,6)
  • Kreis Recklinghausen  190,7 (187,3)
  • Kreis Steinfurt      185,0 (168,4)
  • Kreis Warendorf 186,1 (179,6)

Hier die aktuellen Fallzahlen für die Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk Münster (Stand, 26.4., 0 Uhr - in Klammern die Zahlen vom Vortag).

  • Stadt Bottrop: aktuell Infizierte 310 (270), insgesamt Infizierte 4.788 (4.738), Verstorbene 101 (100), Genesene 4.400 (4.400)

    Kreis Borken: aktuell Infizierte 870 (900), insgesamt Infizierte 12.494 (12.328), Verstorbene 235 (234), Genesene 11.400 (11.200)

    Kreis Coesfeld: aktuell Infizierte 420 (420), insgesamt Infizierte 5.066 (5.004), Verstorbene 86 (86), Genesene 4.600 (4.500)

    Stadt Gelsenkirchen: aktuell Infizierte 1.200 (1.200), insgesamt Infizierte 13.518 (13.410) Verstorbene 374 (374), Genesene 12.000 (11.800)

    Stadt Münster: aktuell Infizierte 580 (560), insgesamt Infizierte 7.455 (7.324), Verstorbene 110 (110), Genesene 6.800 (6.700)

    Kreis Recklinghausen: aktuell Infizierte 2.400 (2.300), insgesamt Infizierte 28.637 (28.202), Verstorbene 802 (798), Genesene 25.500 (25.100)

    Kreis Steinfurt: aktuell Infizierte 1.300 (1.000), insgesamt Infizierte 14.850 (14.362), Verstorbene 301 (299), Genesene 13.200 (13.000)

    Kreis Warendorf: aktuell Infizierte 950 (920), insgesamt Infizierte 10.561 (10.378), Verstorbene 218 (218), Genesene 9.400 (9.200)

    Gesamtzahl: aktuell Infizierte 8.030 (7.570), insgesamt Infizierte 97.369 (95.746) Verstorbene 2.227 (2.219), Genesene 87.300 (85.900)

Update, 26.4., 13.49 Uhr - Eilmeldung: Im Streit über ausbleibende Impfstofflieferungen hat die EU-Kommission rechtliche Schritte gegen den Hersteller Astrazeneca eingeleitet. Dies teilte ein Kommissionssprecher am Montag mit.

Corona-Impfung: Mehr als 23 Prozent Erstimpfungen in Deutschland

Update, 26.4., 11.12 Uhr: In Deutschland sind 23,4 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor (Stand: 26. April, 9.15 Uhr). So verabreichten alle Stellen bislang insgesamt über 25,4 Millionen Impfungen, wovon knapp 19,5 Millionen Erstimpfungen und weitere knapp sechs Millionen Zweitimpfungen waren. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften leicht auf 7,2 Prozent. Am Sonntag wurden 266 784 Impfungen gespritzt. Die ersten Bundesländer sind bei den Erstimpfungen mittlerweile über 25 Prozent gekommen. Die höchsten Quoten haben das Saarland (25,9 Prozent) und Bremen (25,6 Prozent). Hessen liegt mit 21,5 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Bis zum Sonntag wurden demnach etwa 29,9 Millionen Dosen Impfstoff geliefert. 85,1 Prozent dieser Dosen wurden bis dahin verimpft. Den größten Anteil macht das Präparat «Comirnaty» von Biontech/Pfizer mit rund 20,1 Millionen Dosen aus. Von «Vaxzevria» - dem Präparat von Astrazeneca - wurden fast 6,8 Millionen Dosen geliefert und weitere etwa 2,7 Millionen Dosen von Modernas «Covid-19 Vaccine».

Update, 26.4., 07.29 Uhr: Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen abermals leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie am Montag bei 186,8. Am Sonntag hatte die wichtige Kennziffer noch 185,9 betragen, am Samstag 183,2. Den Daten zufolge wurden in NRW binnen eines Tages 2506 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 6 auf nun 15 224. In allen Kreisen und kreisfreien Städten mit Ausnahme der Kreise Coesfeld (92,9) und Höxter (76,3) lag die Wocheninzidenz über der kritischen Marke von 100. Liegt eine Kommune an drei Tagen in Folge über diesem Wert, greift die sogenannte Bundesnotbremse - etwa mit Ausgangsbeschränkungen. Am höchsten war die Inzidenz mit 292,1 in Herne.

Update, 25.4., 15.59 Uhr: Nordrhein-Westfalen will bis Mitte Mai an allen Grund- und Förderschulen im Land sogenannte Lolli-Tests zum Erkennen von Corona-Infektionen anbieten. Das sagte Schul-Staatssekretär Mathias Richter der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ, Montagsausgabe). Der Umfang sei gewaltig. „Wir reden hier über fast 735.000 Kinder, dafür benötigen wir derzeit Laborkapazitäten für rund 35.000 Tests am Tag“, erklärte er.

Bei der sogenannten Lolli-Methode muss kein Stäbchen in die Nase oder tiefer in den Rachen geführt werden. Kinder lutschen stattdessen 30 Sekunden lang an einem Abstrichtupfer - dem „Lolli“. Die Tupfer werden danach in einem Labor ausgewertet. Es handelt sich um PCR-Tests, die beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus als sehr genau gelten. In Köln sind die Tests bereits in Kitas und Schulen im Einsatz.

Nordrhein-Westfalen sei nun das erste Bundesland, das damit beginne. Dass sie bislang noch nicht in ganz NRW verfügbar sind, hänge mit der komplexen Logistik zusammen, erklärte Staatssekretär Richter. Man brauche dafür etwa ein Dutzend geeignete Labore, ein sicheres Logistikkonzept und eine verlässliche Materialbeschaffung. „Über 400 Routen müssen täglich abgefahren, Proben eingesammelt, in die Labore gebracht und ausgewertet werden“, erläuterte er der „WAZ“.

Sieben-Tage-Inzidenz in NRW deutlich über dem Bundesschnitt

Update, 25.4., 13.05 Uhr: Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen abermals gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie am Sonntag bei 185,9. Am Samstag hatte die wichtige Kennziffer noch 183,2 betragen, am Freitag 181. Den Daten zufolge wurden in NRW binnen eines Tages 4838 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 17 auf nun 15.218.

In fast allen Kreisen und kreisfreien Städten lag die Wocheninzidenz weiterhin über der kritischen Marke von 100. Liegt eine Kommune an drei Tagen in Folge über diesem Wert, greift die sogenannte Bundesnotbremse - etwa mit Ausgangsbeschränkungen.

2873 aktuelle Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen - Inzidenz bei 194,9

Update, 25.4., 10.03 Uhr: Die Zahl der aktuellen Infektionen im Kreisgebiet ist an diesem Sonntag um 63 gestiegen - obwohl dem Gesundheitsamt an Wochenenden in der Regel deutlich weniger Fälle gemeldet werden. 155 weitere Menschen haben sich seit Samstag mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt gibt es 2873 aktuell Infizierte in unseren zehn Städten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt kreisweit dagegen erstmals seit längerer Zeit wieder unter der 200er-Marke (194,9). Trauriger Spitzenreiter ist Castrop-Rauxel mit einer Inzidenz von 248,1. Einzige Stadt im Kreis RE mit einem Wert unterhalb der 100er-Grenze ist Oer-Erkenschwick (89,1).

Kreis Recklinghausen registriert sechs weitere Todesfälle

Update, 24.4., 10.00 Uhr: Es gibt sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreis Recklinghausen. Verstorben sind in Castrop-Rauxel ein 83-jähriger Mann, in Gladbeck zwei Männer im Alter von 64 und 90 Jahren, in Oer-Erkenschwick eine 74-jährige Frau sowie in Recklinghausen zwei Frauen im Alter von 80 und 89 Jahren.

Update, 23.4., 19.55 Uhr: Endlich liegt die Corona-Allgemeinverfügung des Landes NRW auch beim Krisenstab des Kreises Recklinghausen vor. Dieser informiert nun die Bevölkerung über den genauen Beginn der Bundes-Notbremse im Kreisgebiet. Die Landesverordnung legt fest, dass für das Kreisgebiet die Notbremse bereits ab Samstag, (24.4.), 0 Uhr, in allen Bereichen gilt, da der Kreis RE schon seit mehreren Tagen bei einer Sieben-Tages-Inzidenz über 165 liegt. Damit treten auch die vorgesehenen Ausgangsbeschränkungen bereits in wenigen Stunden um Mitternacht in Kraft. Bis 5 Uhr morgens darf man als Bürgerin und Bürger nur in Ausnahmefällen draußen unterwegs sein. Um welche Fälle es sich handelt, erklären wir in diesem Artikel.

Bundesweite Notbremse auch im Kreis Recklinghausen - Neue Regelungen gelten ab Samstag, 0 Uhr

Die Bundesnotbremse ist beschlossen. Vorbehaltlich der offiziellen Feststellung durch das Land, mit der im Laufe des Tages noch zu rechnen ist, gelten ab Samstag, 24. April, um 0 Uhr die neuen Corona-Regeln. Da die 7-Tages-Inzidenz im Kreis Recklinghausen seit einigen Tagen knapp unter 200 liegt, überschreitet sie die in dem Bundesgesetz festgelegten Grenzwerte deutlich. Wenn ein Kreis an drei aufeinander folgenden Tagen eine Inzidenz von 100 überschreitet, gelten dort ab dem übernächsten Tag ergänzende Schutzmaßnahmen, ab einer Inzidenz über 165 gelten besondere Maßnahmen in Schulen und Kitas. Mit Inkrafttreten der neuen Regelungen von Bund und Land werden die Allgemeinverfügungen des Kreises zum Einkaufen mit Testoption und zu den Schulen aufgehoben. Die Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht bleibt bestehen.
Kleiner Hinweis: Bislang wartet die Kreisverwaltung immer noch auf die offizielle Feststellung aus Düsseldorf, welche Corona-Regeln für den Kreis Recklinghausen gelten werden. Geschieht dies nicht mehr im Laufe des Freitags, so würden die neuen Regelungen erst am Sonntag um 0 Uhr in Kraft treten.

Die wichtigsten Regelungen in der Übersicht
- Private Kontakte: Ein Haushalt darf maximal eine weitere Person treffen. Diese Regelung gilt ab sofort auch im privaten Raum.
- Ausgangbeschränkungen: von 22 bis 5 Uhr, Sport alleine bis 24 Uhr erlaubt
- Schulen: Distanzunterricht (Ausnahmen für Abschlussklassen etc. möglich)
- Kitas: Betreuungsverbot mit bedarfsorientierter Notbetreuung (Anspruch besteht nur, wenn es keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt – dafür muss eine schriftliche Erklärung abgegeben werden)
- Einzelhandel: Geschäfte für den täglichen Bedarf bleiben geöffnet für begrenzte Kundenanzahl, alle übrigen Geschäfte müssen schließen (click & collect bleibt weiter erlaubt, wenn Warteschlangen vermieden werden)
- Sport im Freien: Kontaktoser Individualsport mit max. 2 Personen oder eigenem Haushalt erlaubt; kontaktloser Gruppensport für 5 Kinder bis 14 Jahre erlaubt
- Kultur- und Freizeiteinrichtungen: geschlossen
- Körpernahe Dienstleistungen: Medizinische und ähnliche Dienstleistungen sowie Friseure und Fußpflege erlaubt mit FFP2-Maske (Friseure und Fußpflege zusätzlich mit Test)
- Gastronomie: geschlossen, Abholung und Lieferdienst möglich

Weiterhin Distanzunterricht im Kreis Recklinghausen - Neue Regelungen für Schulen und Kitas

Update, 23.4., 16.07 Uhr: Das neue Infektionsschutzgesetz enthält besondere Regelungen für den Bildungsbereich. Aufgrund der 7-Tages-Inzidenz im Kreis Recklinghausen, die seit einigen Tagen knapp unter 200 und damit deutlich über dem Grenzwert für den Bildungsbereich (165) liegt, bleiben die Schulen weiterhin im Distanzunterricht. Die Regelungen gelten für allgemein- wie für berufsbildende Schulen, wobei Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen zugelassen werden. Prüfungen, insbesondere Abschlussprüfungen, sind kein Unterricht im Sinne des Bundesgesetzes und bleiben daher von den Einschränkungen des Präsenzbetriebs unberührt. Grundsätzlich gilt: Die Durchführung von Präsenzunterricht ist inzidenzunabhängig nur noch bei Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten möglich. Schüler und Lehrkräfte müssen sich zudem zweimal wöchentlich testen lassen.
Notbetreuung in Kitas
Darüber hinaus hat die Landesregierung aufgrund des neuen Bundesinfektionsschutzgesetzes neue Vorgaben für den Betrieb von Kindertagesstätten, Kinderhorten und Einrichtungen der Kindertagespflege festgelegt. Sie müssen wegen der hohen Inzidenzwerte am Montag schließen und dürfen nur eine bedarfsorientierte Notbetreuung anbieten. Wenn die Sieben-Tages-Inzidenz an mehreren aufeinander folgenden Werktagen wieder unter 165 liegt, kann der Wechselunterricht bzw. Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden. Gleiches gilt für den Betrieb von Kindertageseinrichtungen.

Kontaktbeschränkungen der Notbremse gelten auch im privaten Raum

Update, 23.4., 13.50 Uhr: Die verschärften Kontaktbeschränkungen der Bundes-Notbremse gelten auch in Nordrhein-Westfalen in den eigenen vier Wänden. Das stellte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag klar.

Das Bundesgesetz regele die Kontaktauflagen auch «klar für den privaten Raum», sagte Laumann am Freitag. Das Land werde aber wohl weiterhin die Einhaltung der Regeln im privaten Bereich nicht großflächig kontrollieren. «Ich glaube jetzt nicht, dass wir in Nordrhein-Westfalen in großem Umfange Sonderaktionen machen werden, zu klingeln und zu zählen, wie viele Leute in der Wohnung sind.»

Laut dem neuen Bundesinfektionsschutzgesetz darf sich ab einer Corona-Wocheninzidenz von 100 höchstens ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit.

Für Zusammenkünfte von Ehe- und Lebenspartnern oder zur Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts gilt die Kontaktbeschränkung nicht. Bei Trauerfeiern nach Todesfällen dürfen bis zu 30 Personen zusammenkommen.

Laumann: Impftermine für chronisch Kranke ab 30. April

Update, 23.4., 13.47 Uhr: Chronisch Kranke der Priorisierungsgruppe 2 können ab dem 30. April in den Impfzentren buchen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag in Düsseldorf an. Gleichzeitig bat er die Menschen in der Alterskategorie über 70 Jahre, bis zum 30. April ihren Impftermin zu buchen. Das sei wichtig wegen der Möglichkeit der Partnerimpfung, erläuterte er.

Chronisch Kranke der Priorisierung 2 bräuchten eine entsprechende Bescheinigung vom Arzt. Diese sei aber nicht bei der Terminbuchung über die Hotline oder per Mail nötig.

Die Bescheinigung müsse der zu Impfende ins Impfzentrum mitbringen. Laumann verwies darauf, dass die Hausärzte bereits chronisch Kranke impfen.

Mit dem Angebot in den Impfzentren wolle das Land einen Schwerpunkt setzen und erreichen, die Impfung chronisch Kranker möglichst im Mai abzuschließen.

Laumann: Aufhebung der Impfreihenfolge ab Juni möglich

Update, 23.4., 9.02 Uhr: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält eine Aufhebung der Impfreihenfolge in Nordrhein-Westfalen Anfang Juni für möglich. Voraussetzung sei, dass es mehr Impfstoff gebe, sagte Laumann am Freitag im Radiosender WDR 5.

Im Mai könnten in den Impfzentren landesweit pro Woche rund 200 000 Erstimpfungen und 280 000 Zweitimpfungen gemacht werden. Die Hausarztpraxen könnten im Mai pro Woche 245 000 Dosen Impfstoff verabreichen, so Laumann.

Im Juni solle dann wesentlich mehr Impfstoff ankommen. Eine große Gruppe von chronisch Kranken müsse aber noch geimpft werden. Wenn diese sowie die alten Menschen geimpft seien, könne die Priorisierung aufgehoben werden.

Medizinische Maske auch bei Abiklausuren tragen

Update, 22.4., 19.35 Uhr: Für die Kita-Notbetreuung in Regionen mit hoher Infektionsrate in Nordrhein-Westfalen plant die Landesregierung eine schärfere Vorgabe als bisher. Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht anderweitig sicherstellen können und die Notbetreuung deshalb in Anspruch nehmen wollen, müssten zuvor eine entsprechende schriftliche Erklärung abgeben, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf. Dafür gebe es Musterschreiben.  Erschwerte Bedingungen also nicht nur für die Aiturienten.

Update, 22.4., 10.54 Uhr: Wenn zum Start der Abiprüfungen an diesem Freitag die ersten Klausuren geschrieben werden, müssen Schüler medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach der NRW-Coronabetreuungsverordnung «ist eine medizinische Maske am festen Sitzplatz im Prüfungsraum zu tragen», hieß es am Donnerstag aus dem Schulministerium in Düsseldorf. Für die ersten der 90 000 Abiturienten beginnen die Prüfungen am Freitag landesweit mit dem Fach Englisch.
Die Abiturienten dürfen ihre Schule nur betreten, wenn sie zuvor am schulischen Corona-Selbsttest mit negativem Ergebnis teilgenommen haben oder einen höchstens 48 Stunden alten negativen Bürgertest vorlegen, wie das Ministerium weiter erläuterte. Auch ohne einen Testnachweis dürften sie aber nicht von der Prüfung ausgeschlossen werden. Die Klausuren schreiben sie dann - gegebenenfalls zusammen mit anderen Schülern ohne Corona-Test - in einem getrennten Raum.
Die Landesschülervertretung (LSV) geht davon aus, dass sehr viele keinen Corona-Test machen wollen. «Das erzeugt wieder Stress und Wirrwarr. Viele haben Angst, dass der Selbsttest kurz vor der Prüfung falsch positiv ausfällt», schilderte LSV-Vorstand Thomas Niebuer. Vor dem «Abi 2021» stehen 79 000 Schüler von Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorf-Schulen sowie die 11 000 Prüflinge an den Berufskollegs. Die oppositionelle SPD plädierte angesichts der widrigen Umstände für einen «Freischuss», dass Abiturienten also nicht bestandene Prüfungen wiederholen dürfen.

Update, 22.4., 10.20 Uhr: Nordrhein-Westfalen will vorerst an der Impfreihenfolge für Astrazeneca festhalten. Noch gebe es im Land viele Menschen über 60 Jahren, die das Impfangebot mit Astrazeneca gerne annähmen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem WDR. «Wenn Astrazeneca nicht mehr gewünscht wird, werden wir solche Überlegungen machen.» In drei Bundesländern - in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern - ist der Impfstoff inzwischen für alle Altersgruppen freigegeben worden. Bei Menschen unter 60 Jahren ist jedoch vor dem Spritzen eine ausführliche ärztliche Beratung notwendig. In der Regel soll der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) seit dem 31. März eigentlich nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums sagte der «Rheinischen Post», wenn in den Impfzentren Dosen übrig blieben, sollten diese «niedrigschwellig» weitergegeben werden. «Sofern kleinere Mengen an Impfstoff am Ende einer Impfaktion übrig bleiben, sind die Impf-Teams angehalten, diese niedrigschwellig für Personen mit höchster Impfpriorität zu verwenden, entsprechend der in der Impfverordnung festgelegten Anspruchsberechtigten», erläuterte sie.

Update, 21.4., 17.38 Uhr: Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums trotz der steigenden Zahl von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen weit von einer Triage-Situation» entfernt.

Staatssekretär Edmund Heller warnte am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags davor, Ängste bei Corona-Infizierten zu schüren, nicht ausreichend behandelt werden zu können.

«Triage» bedeutet in der Katastrophenmedizin, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Die medizinischen Fachgesellschaften seien sich einig, dass diese Situation in NRW nicht vorliege, sagte Heller. Kein Patient müsse Angst haben, dass er nicht beatmet werden könnte.

Insgesamt liegen laut Ministerium derzeit gut 3840 Covid-19-Patienten in NRW-Krankenhäusern. Von ihnen würden rund 760 beatmet. Derzeit treffe dies verstärkt jüngere Patienten, sagte Heller.

Diese hätten zwar eine bessere Prognose, müssten aber im Schnitt eineinhalb Mal so lange beatmet werden wie Patienten über 80 Jahre.

Update, 21.4., 16.06 Uhr: Der Bundestag hat am Mittwoch eine bundeseinheitliche Notbremse gegen die dritte Corona-Welle beschlossen. Mit der entsprechenden Änderung des Infektionsschutzgesetzes rücken Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr und weitere Schritte zur Vermeidung von Kontakten näher.

In namentlicher Abstimmung votierten 342 Abgeordnete für das Gesetz. Es gab 250 Nein-Stimmen und 64 Enthaltungen. Zuvor hatten in zweiter Lesung die Fraktionen von Union und SPD dafür gestimmt. AfD, FDP und Linke stimmten gegen das Gesetz. Die Grünen hatten sich enthalten.

Die Notbremse soll bundesweit verbindliche Regeln für schärfere Corona-Gegenmaßnahmen festlegen. In Kreisen oder Städten mit hohen Infektionszahlen sollen weitgehende Ausgangsbeschränkungen in der Nacht greifen. Auch ein Stopp von Präsenzunterricht und strengere Bestimmungen für Geschäfte sollen dem Eindämmen der Neuinfektionen dienen.

Die Vorschriften könnten frühestens ab Samstag greifen. Bevor das geschehen kann, müssen sie am Donnerstag noch den Bundesrat passieren. Zudem muss Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz noch unterzeichnen, und es muss noch verkündet werden. Die Maßnahmen sind bis 30. Juni befristet. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass spätestens dann die Pandemie durch die Impfungen stark zurückgedrängt ist.

Dem Beschluss ging ein verbaler Schlagabtausch im Plenum voraus. Nahe dem Reichstagsgebäude demonstrierten mehr als 8000 Gegnern der Corona-Maßnahmen. Wegen massiver Verstöße gegen die Corona-Regeln untersagte die Polizei die Demonstration. Beamte versuchten, Teilnehmer zu zerstreuen. Demonstranten griffen Polizisten an.

Update, 21.4., 13.14 Uhr: Die schwere Störung im IT-Netz der Landesverwaltung von Nordrhein-Westfalen mit Auswirkungen unter anderem auf die Übermittlung von Corona-Zahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) ist behoben.

Das sei durch gemeinsame Maßnahmen des Landesbetriebs IT.NRW und des Unternehmens T-Systems/Telekom am Mittwochmorgen gelungen, teilte ein Sprecher des Landesbetriebes mit. Alle Nutzer des Landesverwaltungsnetzes könnten seitdem wieder störungsfrei arbeiten.

Seit Montagabend war es demnach zu Störungen gekommen. Ursächlich dafür sei eine Störung einer wichtigen Telekommunikationsverbindung gewesen.

Update, 21.4., 13.10 Uhr: Mehr als fünf Millionen Impfdosen gegen Corona haben die Ärzte in Nordrhein-Westfalen seit dem Aktionsstart Ende Dezember in die Arme der Impfwilligen gespritzt. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Impfstatistik des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Demnach haben bis einschließlich Dienstag 3 871 093 Menschen eine Erstimpfung erhalten. Das entspricht einer Impfquote von 21,6 Prozent. Die Schwelle von 20 Prozent war am Sonntag in NRW überschritten worden.

Die zweite Spritze für den vollen Impfschutz haben laut RKI 1 192 234 bis einschließlich Dienstag bekommen. Das entspricht 6,6 Prozent aller Einwohner des Bundeslandes. Erst- und Zweitimpfungen in NRW zusammengenommen ergibt die Zahl 5 063 327.

Update, 21.4. 7:14 Uhr: Ab heute können auch die Jahrgänge 1948/49 Impftermine vereinbaren. Anmeldung können telefonisch unter 0800 / 11611702 oder via Internet unter http://www.116117.de vorgenommen werden.

Update, 21.4., 9:04:  Nach der erheblichen Störung bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen für Nordrhein-Westfalen an das Robert Koch-Institut (RKI) sind weiter Lücken bei den kommunalen Daten erkennbar. In der jüngsten Übersicht des Landeszentrumes Gesundheit NRW (LZG) am Mittwoch werden für die Stadt Bottrop sowie die Kreise Höxter und Siegen-Wittgenstein Null-Meldungen bei den Neuinfektionen ausgewiesen. Ein Sprecher des Kreises Siegen-Wittgenstein sprach am Mittwoch hingegen von 77 gemeldeten Fällen. Er gehe davon aus, dass die Sieben-Tage-Inzidenz sich wie in den Tagen zuvor zwischen 175 und 180 bewege statt dem vom LZG am Mittwoch ausgewiesenen Wert 136,9.
Nach den an das RKI übermittelten Daten wird für Nordrhein-Westfalen am Mittwoch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 170,5 ausgewiesen. Das ist deutlich mehr als vor einer Woche. Am vergangenen Mittwoch lag die wichtige Kennziffer bei 148,4. Die Zahl der Neuinfektionen in NRW weist das RKI am Mittwoch mit 6016 aus. Allerdings dürften hier auch etliche Nachmeldungen enthalten sein. Die Zahlen für NRW waren am Dienstag wegen einer technischen Störung nur unvollständig an das RKI übermittelt worden. In 16 kreisfreien Städten und Kreisen von Nordrhein-Westfalen liegt laut den jüngsten RKI-Zahlen die Corona-Neuinfektionsrate über der Marke von 200. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage ist demnach landesweit in Remscheid am höchsten mit einem Wert von 291,0.

Update, 21.4. 7:13 Uhr: Die Allgemeinverfügung des Kreises Recklinghausen sieht bereits seit Oktober eine Maskenpflicht in Einkaufszonen und bestimmten ausgewählten Bereichen vor. Diese Allgemeinverfügung wurde nun erneut verlängert und gilt bis zum 26. April 2021, da auch die Coronaschutzverordnung bis zu diesem Datum gilt.
Mit dieser Fassung ebenfalls verlängert wurde die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske (FFP2, KN95/N95, OP-Maske) bei der gemeinsamen Nutzung von Kraftfahrzeugen durch Personen aus verschiedenen Hausständen. Sie gilt für Fahrer und Mitfahrer. Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen. Kinder bis zum Schuleintrittsalter sind von der Verpflichtung ausgenommen.

Update, 20.4. 20:40 Uhr: Das Impfzentrum des Kreises Recklinghausen bietet kurzfristig 3.000 Impftermine für Menschen zwischen 60 und 74 Jahren mit dem Impfstoff von AstraZeneca an. Die Termine können über das Portal „Terminland“ gebucht werden. Im Auswahlmenü muss dann „Berufsgruppen“ gewählt werden, anschließend die Altersklasse 60-74 Jahre. Andere Termine sind über das Portal aktuell nicht verfügbar.

Die Inzidenzen der labortechnisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen stellen sich für die Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk Münster wie folgt dar (Stand: 22.4., 0 Uhr):

  • Stadt Bottrop        125,9 (84,2)
  • Kreis Borken       140,6 (147,6)
  • Kreis Coesfeld      90,7 (93,4)
  • Stadt Gelsenkirchen    261,1 (254,2)
  • Stadt Münster        97,1 (95,2)
  • Kreis Recklinghausen  188,7 (180,4)
  • Kreis Steinfurt       146,1 (160,4)
  • Kreis Warendorf 171,7 (166,3)

Hier die Fallzahlen für die Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk Münster (Stand, 22.4., in Klammern die Zahlen vom Vortag).

  • Stadt Bottrop: aktuell Infizierte 240 (180), insgesamt Infizierte 4.699 (4.624), Verstorbene 100 (100), Genesene 4.400 (4.300)

    Kreis Borken: aktuell Infizierte 840 (820), insgesamt Infizierte 12.206 (12.111), Verstorbene 233 (232), Genesene 11.100 (11.100)

    Kreis Coesfeld: aktuell Infizierte 410 (370), insgesamt Infizierte 4.970 (4.912), Verstorbene 86 (86), Genesene 4.500 (4.500)

    Stadt Gelsenkirchen: aktuell Infizierte 1.200 (1.100), insgesamt Infizierte 13.276 (13.136), Verstorbene 373 (372), Genesene 11.700 (11.600)

    Stadt Münster: aktuell Infizierte 540 (510), insgesamt Infizierte 7.250 (7.182), Verstorbene 110 (110), Genesene 6.600 (6.600)

    Kreis Recklinghausen: aktuell Infizierte 2.100 (2.000), insgesamt Infizierte 27.905 (27.628), Verstorbene 798 (798), Genesene 25.000 (24.800)

    Kreis Steinfurt: aktuell Infizierte 1.100 (1.100), insgesamt Infizierte 14.278 (14.168), Verstorbene 299 (299), Genesene 12.900 (12.800)

    Kreis Warendorf: aktuell Infizierte 850 (800), insgesamt Infizierte 10.272 (10.141), Verstorbene 218 (215), Genesene 9.200 (9.100)

    Gesamtzahl: aktuell Infizierte 7.280 (6.880), insgesamt Infizierte 94.856 (93.902) Verstorbene 2.217 (2.212), Genesene 85.400 (84.800)

Update, 20.4, 14.40 Uhr: In Marl musste eine Arztpraxis für diese Woche Dutzende Impftermine kurzfrsitig absagen, weil kein Impfstoff mehr da ist. Einige Patienten hatten Glück und konnten im Impfzentrum noch einen neuen Termin ergattern. Von der ursprünglich gedachten Biontec-Dosis für die Praxis kam lediglich eine Ampulle an. Auf Nachfrage sagte die liefernde Apotheke in Marl, dass insgesamt nur ein Sechsel der ursprünglich zugesagten Menge geliefert wurde. „Und von Astrazeneca haben wir nur ein Drittel erhalten. Dementsprechend konnten wir an die Ärzte auch nur die geringere Menge ausliefern“, sagt Dr. Kreul von der Arcaden Apotheke in Marl. Die Zuteilung des Impfstoffs hat der Bund übernommen. Während der Großteil an die Impfzentren geht, erhalten die Arztpraxen nur einen kleinen Anteil.

Update, 20.4., 12.20 Uhr: Der aktuelle Corona-Wochenwert für Nordrhein-Westfalen konnte am Dienstag wegen Netzwerkstörungen zunächst nicht ermittelt werden. Zwar gab das Robert Koch-Institut am Morgen einen leicht gesunkenen Wert von 168,5 an. Weil jedoch eine größere Zahl von Meldungen der Gesundheitsämter das Landesgesundheitszentrum NRW seit dem Vorabend nicht erreicht hatten, waren die angegebenen Werte unvollständig und damit nicht zutreffend. Eine Sprecherin der Landesbehörde nannte am Vormittag „erhebliche Störungen im Landesverwaltungsnetz“ als Ursache für die Probleme. Über den Grund der Störungen wurde zunächst nichts bekannt.

Update, 20.4., 8.25 Uhr: Die Corona-Lage im Kreis Recklinghausen bleibt weiter kritisch - auch wenn am Dienstagmorgen die Zahl der aktuellen Fälle von 2739 auf 2654 und die Sieben-Tage-Inzidenz von 199,8 auf 191,0 gesunken sind. Denn es ist in den nächsten Tagen erneut mit Infektions-Nachmeldungen vom Wochenende zu rechnen, sodass die scheinbare positive Zahlenentwicklung vielleicht nur eine Momentaufnahme bleibt.

Herten mit Sieben-Tage-Inzidenz von 231,3 - Oer-Erkenschwick bei 89,1

Trauriger Spitzenreiter bei der Inzidenz ist Herten (231,3). Aber auch Castrop-Rauxel (225,0), Recklinghausen (219,0) und Marl (218,9) liegen weiterhin über der 200er-Marke. Die einzige Stadt im Kreisgebiet, die eine Inzidenz von unter 100 aufweist, ist Oer-Erkenschwick mit 89,1.

Leider sind auch acht weitere Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. Verstorben sind in Dorsten eine 83-jährige Frau, in Herten zwei Frauen im Alter von 75 und 87 Jahren, in Marl drei Männer im Alter von 57, 62 und 90 Jahren sowie in Oer-Erkenschwick zwei Frauen im Alter von 64 und 83 Jahren. Damit steigt die Gesamtzahl der Verstorbenen seit Beginn der Pandemie im Kreis Recklinghausen auf 791.

Update, 20.4., 8.02 Uhr: Der Corona-Wochenwert ist in Nordrhein-Westfalen am Dienstag leicht auf 168,5 gesunken. Am Vortag hatte er laut Robert Koch-Institut noch bei 171,1 gelegen. Die wichtige Kennziffer gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner den Behörden in den vergangenen sieben Tagen bekannt geworden sind. Die sogenannte Wocheninzidenz lag bundesweit am Dienstag bei 162,4. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen erhöhte sich in NRW um 62 auf 14.974.

Die verhältnismäßig meisten Neuinfektionen in NRW gab es weiterhin in Remscheid, wo der Wochenwert bei 313,5 lag. 13 weitere Kreise und kreisfreie Städte wiesen Werte zwischen 200 und 300 auf. Unter 100 blieben nur fünf der 53 Kommunen: Münster, Rhein-Kreis Neuss, Bottrop, Höxter und der Kreis Coesfeld, in dem mit 83,0 die landesweit niedrigste Inzidenz verzeichnet wurde.

9609 Corona-Neuinfektionen und 297 neue Todesfälle in Deutschland

Update, 20.4., 7.10 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9609 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 297 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt bundesweit bei 162,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,3 angegeben.

Update, 19.4., 14.27 Uhr: Ab heute können auch die Jahrgänge 1946/47 Impftermine vereinbaren. Anmeldung können telefonisch unter 0800 / 11611702 vorgenommen werden. In ganz Nordrhein-Westfalen ist mittlerweile mehr als jeder fünfte Einwohner seit dem Aktionsstart im Dezember mindestens ein Mal gegen Corona geimpft worden. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Impfstatistik des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach haben bis einschließlich Sonntag landesweit 3.667.390 Menschen eine Erstimpfung erhalten. Das entspricht einer Impfquote von 20,4 Prozent. Das bevölkerungsreichste Bundesland liegt damit weiterhin über dem bundesweiten Durchschnitt, der aktuell 19,8 Prozent beträgt.

Einigung zu Bundes-Notbremse: Ausgangsbeschränkungen weniger streng

Update, 19.4, 12.15 Uhr: Die bundesweiten Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen nun doch etwas weniger streng ausfallen als ursprünglich geplant. Das teilten Abgeordnete von SPD und Union am Montag nach Beratungen über das neue Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite mit. Nächtliche Ausgangsbeschränkungen soll es demnach zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr geben. Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt sein. Im Einzelhandel soll das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) auch bei hohen Infektionszahlen weiterhin möglich sein.

Für Schulen wäre, wenn das Gesetz so vom Bundestag beschlossen wird, Distanzunterricht ab einem Inzidenzwert von 165 verpflichtend. Im ursprünglichen Entwurf war hier ein Schwellenwert von 200 genannt worden.
Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein. Arbeitgeber müssen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen. Alle Regelungen sind erst einmal befristet - bis zum 30. Juni. Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, Einschränkungen des öffentlichen Lebens bundesweit einheitlich zu regeln - mit der sogenannten Notbremse: Falls die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Stadt oder einem Landkreis drei Tage hintereinander über 100 Fällen pro 100 000 Einwohner liegt, sollen dort jeweils die gleichen Regeln gelten.

Der Bundestag will am Mittwoch über die Änderungen im Bevölkerungsschutz abstimmen. Dann muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren. In einem früheren Entwurf waren nächtliche Ausgangsbeschränkungen ab 21.00 Uhr vorgesehen. Vor allem dieser Punkt hatte in der Opposition für massive Kritik gesorgt.

NRW überspringt bei Corona-Erstimpfungen die 20-Prozent-Marke

Update, 19.4., 11.19 Uhr: In Nordrhein-Westfalen haben inzwischen rund 3,7 Millionen Bürger mindestens eine erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Laut Impf-Statistik des Robert Koch-Instituts (Stand: bis einschließlich 18. April) entspricht das 20,4 Prozent der Bevölkerung - bundesweit liegt die Impfquote mit 19,8 Prozent weiterhin minimal darunter.
«An Ostern habe ich versprochen, dass bis Ende April 20 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen eine Erstimpfung erhalten - dieses Versprechen haben wir nun fast zwei Wochen früher eingelöst», kommentierte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Montag die Zahlen. «Durch noch mehr Tempo beim Impfen, viele Tests, die digitale Kontaktnachverfolgung und die Verlängerung des Lockdowns bauen wir gemeinsam eine Brücke in den Sommer - hin zu mehr und mehr Normalität und letztlich hin zur Überwindung der Pandemie.» Dabei müsse die Politik im Kampf gegen Corona Vertrauen zurückgewinnen, räumte der CDU-Chef ein. «Das tun wir am besten, indem wir konsequent handeln und unsere Ankündigungen einhalten.» Die Quote der vollständig, bereits mit zwei Spritzen Geimpften liegt in NRW allerdings erst bei 6,5 Prozent - insgesamt sind das über 4,8 Millionen Menschen. Bundesweit beträgt diese Quote 6,6 Prozent. Spitzenreiter sind hier Berlin und Thüringen mit einer Quote von 8,0. Am häufigsten wird bundes- wie landesweit der Impfstoff von Biontech/Pfizer gespritzt, mit großem Abstand gefolgt von Astrazeneca. Das Präparat von Moderna steht weiterhin nur in geringem Umfang zur Verfügung.

Wocheninzidenz in NRW ist noch höher als zuvor

Update: 19.4., 7.51 Uhr: Die in der Corona-Pandemie wichtige Kennziffer der Wocheninzidenz steigt weiter. Pro 100.000 Einwohner kamen in NRW binnen 24 Stunden 171,1 amtlich bestätigte Neuinfektionen hinzu, wie aus der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montagmorgen hervorgeht. Bundesweit betrug der Wert 165,3. Die Tendenz geht weiter nach oben: Einen Tag zuvor lag die NRW-Inzidenz noch bei 167,1 und vor einer Woche bei 131. Besonders angespannt ist die Lage in Remscheid, wo der Wert nach RKI-Angaben 319,7 beträgt und damit so hoch ist wie in keinem anderen Kreis in dem Bundesland. In 15 der 53 Kreise liegt der Wert bei mehr als 200, nur 4 sind unter 100 - Coesfeld ist mit 88,9 am anderen Ende der Tabelle. Laut RKI haben sich in Nordrhein-Westfalen binnen 24 Stunden 2853 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit so einer Infektion gestorben sind, stieg um 44 auf 14 912.

Schüler in NRW kehren in Klassenzimmer zurück - aber nicht alle

Update, 18.4.,17.33 Uhr: Nach einer Woche Unterricht zu Hause können viele Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen am Montag wieder zum Präsenzunterricht in ihre Schulen gehen. Das gilt aber nicht in Städten und Kreisen mit zu hohen Corona-Neuinfektionsraten ab einer dauerhaften Inzidenz von 200.

Das Land hat am Freitag 13 der 53 NRW-Kommunen ausdrücklich benannt, die beim Distanzunterricht bleiben: Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Krefeld, Märkischer Kreis, Mülheim an der Ruhr, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Stadt Remscheid, Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Solingen, Kreis Unna und Stadt Wuppertal. Außerdem setzten - Stand Sonntagnachmittag - Dortmund, Hamm und Bonn sowie die Kreise Recklinghausen, Mettmann und Gütersloh den Vor-Ort-Unterricht wegen zu hoher Corona-Zahlen weiter aus. Bielefeld kündigte an, ab Dienstag Distanzunterricht einzuführen.

Im Präsenzbetrieb gilt Corona-Testpflicht: Alle Schüler und das Personal müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen. Trotz gegenteiliger Forderungen aus der Opposition sowie von Eltern- und Lehrerverbänden werden die Selbsttests nicht zu Hause durchgeführt, sondern unter Anleitung in den Schulen.

Nordrhein-Westfalen trauert um fast 15 000 Corona-Tote

Update, 18.4., 13.14 Uhr: Flaggen auf halbmast, Trauergeläut und eine brennende Kerze im Plenarsaal des Landtages: Mit vielfältigen Gesten wurde am Sonntag in Nordrhein-Westfalen der Corona-Toten gedacht.

Nach den jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen sind landesweit bereits 14 868 Menschen durch die Pandemie ums Leben gekommen. «Unsere Gedanken sind bei allen, die um geliebte Menschen trauern», erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) laut einer Mitteilung. Die Bürger sollten als Symbol der Trauer brennende Kerzen in die Fenster stellen.

«Wir denken bewusst auch an diejenigen, die aufgrund der Corona-Pandemie persönlich, beruflich oder familiär in eine Krise geraten sind», erklärte NRW-Landtagspräsident André Kuper in einer Videobotschaft. Um 13 Uhr, mit Beginn der zentralen Berliner Gedenkfeier für die in der Pandemie Verstorbenen, wurde in der Mitte des Plenarsaals des Landtags Nordrhein-Westfalen eine Kerze entzündet - als Zeichen des Gedenkens und der Hoffnung, wie der Landtag mitteilte.

Das Innenministerium hat Trauerbeflaggung für Dienstgebäude angeordnet. Viele Kirchen kündigten an, zur Erinnerung die Totenglocken erklingen zu lassen und in Gebeten der Toten zu gedenken.

Am Dortmunder U-Turm, dem Wahrzeichen der Stadt, sollten auf der weithin sichtbaren Lichtinstallation des Turms Hunderte Luftballons aufsteigen. Die Stadt Witten schmückte frisch gepflanzte Bäume mit Schleifen, um an die Toten zu erinnern. Andere Städte schalten Traueranzeigen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte Anfang März angesichts der damals bereits mehr als 70 000 Menschen, die deutschlandweit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben waren, zu einem gemeinsamen Gedenken in Deutschland aufgerufen.

15 NRW-Kommunen über Inzidenz 200 - vielfach kein Präsenzunterricht

Update, 18.4.12.28 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Städte und Landkreise mit einer Corona-Inzidenz über den Schwellenwert von 200 auf 15 gestiegen. Am Vortag waren es 14, vier weitere Kommunen - Dortmund und Bonn sowie die Kreise Lippe und Recklinghausen - lagen am Sonntag mit Werten über 195 nur noch knapp unterhalb dieser Grenze. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

Damit wird die für Montag (19.4.) geplante Rückkehr zum Präsenz-Schulunterricht im bevölkerungsstärksten Land erheblich gebremst. Für 13 Kommunen - darunter Duisburg, Gelsenkirchen, Solingen und Wuppertal - hatte das Land bereits am Freitag die Fortsetzung des Distanzunterrichts angeordnet.

Bereits am Freitag (17.4.) hatte die Kreisverwaltung Recklinghausen angekündigt, dass es in der nächsten Woche weiterhin Distanzunterricht in den Schulen geben werde. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hat sein Einvernehmen zur Allgemeinverfügung erteilt, die der Kreis Freitagabend auf den Weg gebracht hatte.

Drei weitere Kommunen - Dortmund und die Kreise Mettmann und Gütersloh - haben wegen hoher Coronazahlen mit Billigung des Schulministeriums ebenfalls den Start in den Präsenz-Schulunterricht ausgesetzt. Außerdem beantragte Bonn beim Land Schulschließungen, die laut Stadt voraussichtlich ab Mitte der Woche in Kraft treten sollten. In NRW gibt es 53 Städte und Landkreise.

Bei einer Inzidenz über 200 an drei aufeinanderfolgenden Tage darf es in den Schulen keinen Präsenzunterricht mehr geben. Ausnahmen für Abschlussklassen und Notbetreuung sind möglich.

NRW-weit stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und sieben Tagen am Sonntag weiter auf 167,1 (Vortag 164,5). Remscheid blieb mit einer Inzidenz von 342,2 negativer Spitzenreiter. Sechs von 53 Kommunen liegen noch unter der 100er-Schwelle, die schon eine Alarm-Marke für erweiterte Schutzvorkehrungen ist: die Kreise Soest, Neuss, Höxter und Coesfeld sowie die Städte Münster und Bottrop.

Landesweit infizierten sich binnen 24 Stunden 4438 Menschen an Corona - knapp 800 weniger als am Vortag. 14 weitere Todesfälle wurden gemeldet. In NRWs größter Stadt Köln stieg die Inzidenz von 172,4 auf 178,3. Dort - wie in mehreren weiteren NRW-Kommunen - waren Samstagfrüh nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten, gegen die es in Köln eine friedliche Protestkundgebung gab.

Insgesamt haben sich in NRW seit Ausbruch der Pandemie fast 680 000 Menschen infiziert. 14 868 Todesfälle wurden bis Sonntagfrüh gemeldet.

Corona-Inzidenz steigt in NRW weiter - 14 Kommunen über 200

Update, 17.4., 12.40 Uhr: Der Sieben-Tages-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Er legte von 162,7 Neuinfektionen gerechnet auf 100 000 Einwohner am Freitag auf 164,5 am Samstag zu, wie das Robert-Koch-Institut meldete. 5222 Menschen infizierten sich demnach im Bundesland binnen 24 Stunden neu, 41 Todesfälle wurden in der Zeit gemeldet.
14 von 53 Städten und Kreisen in NRW lagen am Samstag oberhalb der 200er-Marke - an der Spitze Remscheid mit einer weiter gestiegenen Inzidenz von 353 (Vortag 336,8). Bei einer Inzidenz über 200 darf es in den Schulen keinen Präsenzunterricht mehr geben. Ausnahmen für Abschlussklassen und Notbetreuung sind möglich.
Nur noch drei Kommunen liegen unter der 100er-Schwelle, die schon eine Alarm-Marke für erweiterte Schutzvorkehrungen ist: die Kreise Höxter und Coesfeld und die Stadt Bottrop mit der zurzeit entspanntesten Corona-Lage. NRWs größte Stadt Köln verzeichnete eine Inzidenz von 172,4. Dort - wie in mehreren weiteren NRW-Kommunen - waren Samstagfrüh nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Insgesamt haben sich in NRW seit Ausbruch der Pandemie fast 675 000 Menschen infiziert. 14 854 Todesfälle wurden bis Samstagfrüh gemeldet.

EMA legt Dienstag Gutachten zu Impfstoff von Johnson & Johnson vor

Update, 16.4., 17.10 Uhr:  Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will am Dienstag ihren Bericht über mögliche Hirnvenen-Thrombosen durch den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson vorlegen. Das kündigte sie am Freitag in Amsterdam an. Nachdem in den USA nach rund sieben Millionen Impfungen sechs Fälle von Blutgerinnseln bekannt geworden waren, waren Impfungen mit diesem Präparat in mehreren Ländern vorläufig ausgesetzt worden. Die Experten des Sicherheitsausschusses der EMA prüfen diese Fälle seit der vergangenen Woche in einem beschleunigten Verfahren. Die EMA hatte aber betont, dass der Impfstoff des US-Herstellers uneingeschränkt eingesetzt werden könne. Die «Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern», seien höher zu bewerten als die Risiken der Nebenwirkungen. Auch beim Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca kommt es in sehr seltenen Fällen zu Hirnvenenthrombosen. In der EU ist der Impfstoff zwar zugelassen, eine erste Lieferung war aber erst in dieser Woche angekommen. Nach Bekanntwerden der Thrombose-Fälle in den USA hatte der Hersteller auch dazu geraten, den Impfstoff bis zur Klärung der Vorfälle nicht zu nutzen.

Update, 16.4. 15.30 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre erste Corona-Schutzimpfung erhalten. «Ich freue mich, dass ich heute die Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen habe», teilte Merkel über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert per Twitter mit. Sie fügte hinzu: «Ich danke allen, die sich in der Impfkampagne engagieren - und allen, die sich impfen lassen. Das Impfen ist der Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden.» Die Kanzlerin ist 66 Jahre alt und fällt damit in die Gruppe jener, die in Deutschland für Astrazeneca-Impfungen infrage kommen.

Das Vakzin von Astrazeneca wird in Deutschland nur noch für die über 60-Jährigen empfohlen. Der Einsatz für Jüngere bleibt nach ärztlichem Ermessen bei Menschen ohne höheres Blutgerinnsel-Risiko freiwillig möglich. Merkel hatte immer betont, dass sie erst geimpft werden wolle, wenn sie nach der Priorisierung an der Reihe sei.

Update, 15.4., 18.47 Uhr: Wenn die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz den Wert 200 drei Tage in Folge überschreitet, gilt ab dem übernächsten Tag die Notbremse im Kreis Recklinghausen. Das haben Landrat und Bürgermeister heute gemeinsam entschieden.

Die Testoption, die der Kreis bislang mit Blick auf die Teststruktur gezogen hatte, entfällt somit, wenn dieser Grenzwert erreicht wird. Mit der Notbremse und dem Wegfall der Testoption ist es dann im Kreisgebiet nicht mehr erlaubt, mit einem negativen tagesaktuellen Testergebnis Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder Geschäfte zu besuchen.

Weiterhin möglich ist das Abholen von Einkäufen per Click and Collect. Körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sind mit Erreichung der 200er Grenze untersagt – mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Leistungen und Frisören.

„Mit Blick auf die stetig steigende Inzidenz und vor allem auf die geringen freien Kapazitäten auf den Intensivstationen sehen wir uns gezwungen, zu handeln“, erklärt Landrat Bodo Klimpel. „Wir wissen, dass die dauerhaften Einschränkungen an den Nerven zehren, aber mit dieser neuen Welle gilt es erneut, sich zurückzunehmen und Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken. Nur gemeinsam können wir eine Überlastung des Gesundheitssystem verhindern.“

Niedergeschrieben ist dies in der aktualisierten Allgemeinverfügung des Kreises, die am 16. April in Kraft tritt und hier veröffentlicht ist.

Update, 15.4., 17.40 Uhr: Die Impfungen für Mitarbeiter an den Grund- und Förderschulen sowie in den Kitas und in der Kindertagespflege sollen bis zum 24. April abgeschlossen sein. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstag zu einem weiteren Erlass mit. Diese Personengruppe sei vordringlich zu impfen.

Das Gesundheitsministerium stelle dafür Biontech-Impfstoff bereit. Für das Impfen weiterer Mitarbeiter in den Krankenhäusern werde Moderna-Impfstoff ausgeliefert. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sprach von einem Meilenstein in der Impfkampagne.

Update, 15.4., 15.50 Uhr: „Es ist deutlich abzusehen, dass wir spätestens am Wochenende die Inzidenz von 200 überschreiten werden“, heißt es in einem Schreiben, das Landrat Bodo Klimpel und die Bürgermeister der zehn kreisangehörigen Städte heute an Schulministerin Gebauer gesendet haben.

Sie bitten darin um die Zustimmung des Landes, die Schulen auch ab dem kommenden Montag weiterhin in Distanzunterricht zu belassen. 

„Unser Ziel ist es, neben der Eindämmung der Infektionszahlen den Schulen und den Eltern aufgrund der absehbaren Entwicklung frühzeitig Planungssicherheit zu geben. Wir bitten das Land dringend darum, unser Vorhaben zu unterstützen und bitten um kurzfristige Rückmeldung“, schreiben Landrat und Bürgermeister weiter.

Die Bundesregierung hat sich mit Beschluss vom 13. April 2021 für eine unmittelbare gesetzliche Untersagung des Schulbetriebs in allen Ländern ausgesprochen, wenn eine Inzidenz von 200 überschritten wird.

Die geplante Regelung sieht für Schulen – mit Ausnahmemöglichkeiten für Abschlussklassen – in ganz Deutschland Distanzunterricht ab einem lokalen Inzidenzwert von 200 vor. Die Landesregierung hat zuletzt angekündigt, diese Regelung mitzutragen.

NRW verlängert Schutzverordnung - Rechtsgrundlage für Modellkommunen

Update, 15.4., 12.54 Uhr: Nordrhein-Westfalen verlängert, mit kleinen Aktualisierungen, seine Corona-Schutzverordnung. «Damit bleibt die konsequente Umsetzung der Notbremse weiterhin bestehen in allen Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 100», teilte die Landesregierung am Donnerstag in Düsseldorf mit. Die kurzfristige Verlängerung der Schutzverordnung soll die Zeit überbrücken, bis die geplanten bundeseinheitlichen Regelungen greifen. Tatsächlich haben Kommunen mit Notbremse - die also schon seit mehreren Tagen über einer Neuinfektionsrate von 100 pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen liegen - in NRW aber die Möglichkeit, Allgemeinverfügungen zu erlassen, die den Bürgern mit aktuellen Tests etwa den Besuch von Geschäften und Museen weiter erlaubt.
Die Corona-Schutzverordnung schaffe jetzt auch die rechtlichen Grundlagen für die angekündigten digitalen Modellprojekte, kündigte die Landesregierung an. Die sind demnach nur zulässig, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz in dem jeweiligen Kreis oder der kreisfreien Stadt spätestens zu Beginn des Modellprojekts höchstens 100 beträgt. Liegt der Wert hingegen an sieben aufeinanderfolgenden Tagen über 100, muss das Projekt unverzüglich beendet werden.
Das NRW-Wirtschaftsministerium hatte in der vergangenen Woche 14 Kommunen grünes Licht gegeben, um Öffnungen in Teilbereichen kontrolliert zu erproben. Wegen der steigenden Infektionsraten haben aber bereits mehrere Modellkommunen angekündigt, die geplanten Lockerungen zu verschieben.

Update, 15.4., 10.28 Uhr:  Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter gestiegen. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut (Stand 3.09 Uhr) eine Neuinfektionsrate von 158,6 gerechnet auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Im Bund lag der Wert bei 160,1. Am Mittwoch war für NRW noch eine Rate von 148,4 mitgeteilt worden. Eine Woche zuvor hatte der Wert bei 106,8 gelegen. Das RKI meldete am Donnerstag 6318 Corona-Neuinfektionen für NRW. 40 Menschen starben an den Folgen einer Infektion. Nur noch vier Kommunen hatten einen Inzidenzwert unter dem Schwellenwert von 100 - die Landkreise Höxter (89,1), Soest (89,5) und Coesfeld (94,3) sowie die Stadt Bottrop (90,2). Am Vortag hatten noch fünf Kommunen unter dem Wert von 100 gelegen. Die Stadt Remscheid im Bergischen Land hatte eine Neuinfektionsrate von 327,8 und lag damit an vorderster Stelle der NRW-Kommunen.

Update, 14.4., 13.26 Uhr: Am nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster sind weitere Klagen zur Testpflicht an Schulen eingegangen. Nachdem sich Anfang der Woche bereits ein Schulträger in freier Trägerschaft aus dem Kreis Euskirchen an das OVG gewandt hatte, sind jetzt neun Klagen von Schülern in Münster eingegangen.

Nach Angaben einer Gerichtssprecherin kommen die Schüler, die von ihren Eltern vertreten werden, aus Löhne, Paderborn, Lippstadt, Herford, Bad Oeynhausen (alle Ostwestfalen) sowie Solingen im Bergischen Land und drei aus Würselen bei Aachen.

Schüler, die keinen negativen Nachweis vorweisen können und einen Corona-Test verweigern, müssen nach Vorgaben des Landes vom Unterricht ausgeschlossen werden. Derzeit gibt es in NRW mit Ausnahmen der Abschlussklassen seit den Osterferien allerdings keinen Präsenzunterricht.

Das OVG wird nach Angaben einer Sprecherin frühestens in der kommenden Woche über die Frage entscheiden. Das Land hat noch bis Freitag Zeit für eine Stellungnahme.

Update, 14.4., 13.15 Uhr: Zur geplanten zentralen Gedenkfeier am kommenden Sonntag in Berlin für die in der Corona-Pandemie Gestorbenen gilt in Nordrhein-Westfalen Trauerbeflaggung. Das Innenministerium in Düsseldorf habe dies landesweit für alle Dienstgebäude angeordnet, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch auf Anfrage. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtet am Sonntag in Berlin die zentrale Gedenkfeier aus.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch sind in NRW seit Ausbruch der Pandemie fast 15 000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Update, 14.4., 9.26 Uhr: Der Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch hat davor gewarnt, Menschen mit Ausgangsbeschränkungen in die aus infektiologischer Sicht viel gefährlicheren Innenräume zu treiben.

Die mit der geplanten Bundes-Notbremse verbundenen Ausgehverbote zwischen 21 und 5.00 Uhr seien aus fachlicher Sicht kontraproduktiv, sagte der Ex-Präsident der internationalen Gesellschaft für Aerosolforschung am Mittwoch im «Morgenecho» von WDR 5.

«Wenn wir Ausgangssperren verhängen, dann suggerieren wir der Bevölkerung: Achtung! Draußen ist es gefährlich. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Leute in Innenräumen bleiben, dann ist es gefährlich.»

Update, 14.4., 8.37 Uhr: Klarheit für mehr als zwei Millionen Menschen unter 60 Jahren, die in Deutschland bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben: Sie sollen bei der notwendigen Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. Sie folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April.

Bei den Beratungen sei klar geworden, dass die Zweitimpfung mit einem mRNA-Imfpstoff, also dem Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

Hintergrund der Empfehlung sind Fälle von Hirnvenen-Thrombosen nach einer Impfung mit Astrazeneca. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko vor allem jüngere Menschen betrifft. Bund und Länder hatten deshalb kürzlich beschlossen, dass in der Regel nur noch Menschen über 60 mit Astrazeneca geimpft werden sollen. Laut Bundesgesundheitsministerium haben in Deutschland aber bereits rund 2,2 Millionen Menschen unter 60 eine erste Impfung mit dem Präparat erhalten.

Update, 14.4., 7.58 Uhr: Ursprünglich sollte die Impfung von vorerkrankten Personen im Impfzentrum nur eine Übergangslösung sein, bis die Hausärzte ins Impfgeschehen eingreifen und ihre Patienten selbst impfen können.

Dazu richtete die Kreisverwaltung eine Hotline und ein E-Mail-Postfach ein. Die Übergangsregelung bleibt allerdings auch jetzt, eine Woche nachdem die Ärzte mit den Impfungen begonnen haben, bestehen. Im Impfzentrum werden auch weiterhin Chroniker nach §3 der Impfverordnung immunisiert.

Das Land Nordrhein-Westfalen gibt den Impfzentren per Erlass vor, dass zehn Prozent der Gesamtmenge des dafür vorgesehenen Vakzins für die Impfung von schwer vorerkrankten Personen genutzt werden können. Die übrigen 90 Prozent sind beispielsweise für impfberechtigte ältere Menschen und das Personal bestimmter Berufsgruppen vorgesehen.

„Zehn Prozent bedeuten in unserem Fall je nach Impfstoffmenge zwischen 500 und 1000 Termine pro Woche. Alleine in unserem E-Mail-Postfach befinden sich aktuell noch rund 9.000 E-Mails“, erklärt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums. Diese werden chronologisch von alt nach neu abgearbeitet. „Wir bitten um Geduld und Verständnis, dass nicht jedem innerhalb kurzer Zeit ein Termin angeboten werden kann. Ich versichere aber, dass jede E-Mail beantwortet wird.“

Problematisch sei es, wenn Personen mehrere E-Mails schicken, teilweise im zweistelligen Bereich. „Unsere Mitarbeiter arbeiten die E-Mails nach und nach ab. So fällt nicht immer auf, wenn bereits eine Rückmeldung erfolgt ist. Die Konsequenz ist, dass eine Person mehrere Anrufe bekommt und andere dafür länger warten müssen“, so Hundt. Wichtig sei außerdem, dass in der E-Mail neben dem Attest des Arztes auch vollständige Kontaktdaten inklusive einer Telefonnummer, unter der man erreichbar ist, angegeben sind.

In der letzten Woche hatte es Hinweise von Bürgern gegeben, dass E-Mails ungelesen gelöscht worden sein sollten. „Das ist nicht passiert. Wir haben dies sofort geprüft und die E-Mails befanden sich alle noch im Postfach“, erklärt Hundt. Wie es dennoch zu der Meldung gekommen sein kann, wird aktuell von den Technikern ermittelt. „Das ist nicht nur für diejenigen ein Ärgernis, die eine solche Rückmeldung bekommen, sondern auch für meine Mitarbeiter, denen unterstellt wird, dass sie nicht sorgfältig arbeiten würden.“

Neben dem Impfzentrums des Kreises können seit dem 6. April auch die niedergelassenen Ärzte Impfungen durchführen. Laut Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) kämen die Mediziner aktiv auf ihre Patienten mit Vorerkrankungen zu.

„Die Ärzte verimpfen genau wie wir, was sie können“, ist sich Patrick Hundt sicher. Der Kreis Recklinghausen habe aber mit knapp 615.000 Bürgerinnen und Bürgern auch eine entsprechend große Zahl an älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. „Jeder, der impfberechtigt ist und sich impfen lassen möchte, wird eine Möglichkeit bekommen. Nur geht das nicht gleichzeitig. Bitte haben Sie Geduld.“

Update, 13.4., 17.35 Uhr: Der Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten und sich für die Verzögerung entschieden. Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbehörden an der Untersuchung der Fälle.

Zuvor hatten die Behörden in den USA eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem bei sechs Menschen im Land nach der Impfung Sinusvenenthrombosen diagnostiziert worden waren. Das teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die Fälle würden nun genauer untersucht. Bis ein Ergebnis vorliege, werde als Vorsichtsmaßnahme die vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit Johnson & Johnson empfohlen.

Update, 13.4., 15.37 Uhr: Die Grippewelle ist in Nordrhein-Westfalen durch die umfangreichen Schutzmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie weitgehend ausgefallen. In der gesamten Grippe-Saison 2020/2021 sind dem Landeszentrum Gesundheit NRW bisher nur 88 entsprechende Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz übermittelt worden, wie eine Sprecherin des Landesamtes der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres seien es im bevölkerungsreichsten Bundesland rund 26.000 Grippe-Fälle gewesen.

Regierung bringt Bundes-Notbremse auf den Weg

Update, 13.4., 10.47 Uhr: Nach wochenlangem Hickhack soll der Lockdown verschärft werden. Die Regierung will die dritte Coronawelle mit einheitlichen Vorschriften brechen. Noch in der Nacht wurden viele Wünsche der Länder berücksichtigt. Die Menschen in weiten Teilen Deutschlands müssen sich daher auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen. Eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes hat das Bundeskabinett am Dienstag in Berlin beschlossen, wie Deutschen Presse-Agentur erfuhr.
So soll von 21.00 bis 5.00 Uhr der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung oder eines dazugehörigen Gartens im Grundsatz nicht erlaubt sein. Dies soll nicht gelten, wenn der Aufenthalt etwa der Versorgung von Tieren oder der Berufsausübung dient. Gelten sollen diese und andere Beschränkungen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt. Das bedeutet, dass binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100 000 Einwohner kommen.
In einem neuen Paragrafen 28b des Infektionsschutzgesetzes soll ferner festgelegt werden, dass private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum dann nur gestattet sind, wenn an ihnen höchstens die Angehörigen eines Haushalts und eine weitere Person einschließlich dazugehörender Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres teilnehmen. Bei Todesfällen sollen bis zu 15 Personen zusammenkommen dürfen.
Unter anderem dürfen bei einer höheren Inzidenz zudem die meisten Läden und die Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie die Gastronomie nicht öffnen. Ausgenommen werden sollen der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte. Hier sollen Abstand- und Hygienekonzepte gelten.
Die Ausübung von Sport soll nur in Form von kontaktloser Ausübung von Individualsportarten erlaubt sein. Sie sollen allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands ausgeübt werden dürfen. Ausnahmen gibt es auch weiter für den Wettkampf- und Trainingsbetrieb der Berufssportler und der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader, aber weiter nur ohne Zuschauer.
Geöffnet werden dürfen demnach Speisesäle in medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen, gastronomische Angebote in Beherbergungsbetrieben, die ausschließlich der Bewirtung zulässig beherbergter Personen dienen, Angebote für obdachlose Menschen, die Bewirtung von Fernbusfahrerinnen und Fernbusfahrern sowie Fernfahrerinnen und Fernfahrern und nicht-öffentliche Kantinen. Auch die Auslieferung von Speisen und Getränken sowie deren Verkauf zum Mitnehmen soll weiter erlaubt sein. Übernachtungsangeboten zu touristischen Zwecken sollen bei entsprechenden Inzidenzen in einer Region aber untersagt sein.
Geöffnet werden dürften laut dem Beschluss Dienstleistungen, die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie Friseurbetriebe - jeweils mit Maske.
An Schulen soll Präsenzunterricht nur mit zwei Coronatests pro Woche gestattet werden. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden. Nach dem geplanten Kabinettsbeschluss soll das Gesetz möglichst in einem beschleunigten Verfahren vom Bundestag beschlossen werden und den Bundesrat passieren.
Neben der Novelle des Infektionsschutzgesetzes hat das Kabinett auch eine Pflicht für Angebote von Coronatests in Unternehmen auf den Weg gebracht. Der Entwurf einer geänderten Arbeitsschutzverordnung sieht vor, dass die Unternehmen ihren Beschäftigten in der Regel einmal in der Woche Tests zur Verfügung stellen.

Eilmeldung, Update, 13.4. 10.19 Uhr:  Das Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen.

Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in NRW weiter

Update, 13.4., 9.43 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist der Corona-Wochenwert weiter gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, lag er am Dienstag bei 135,5 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Bundesweit stieg die wichtige Kennziffer auf 140,9. Laut Landeszentrum Gesundheit NRW lagen am Dienstag nur noch sieben Kreise und kreisfreie Städte unter der 100er-Marke. Den geringsten Wert hatte der Kreis Höxter mit 67,7. Drei Kommunen lagen über 200: Remscheid (247,0), Hagen (205,1) und Märkischer Kreis (201,6). Das Land ordnete am Dienstag die sogenannte Corona-Notbremse nun auch für die Stadt Hamm und den Rheinisch-Bergischen Kreis an. Sie gilt ab Mittwoch. Die Notbremse wurde mittlerweile in 46 der 53 Kreisen und kreisfreien Städte gezogen. Die meisten von ihnen haben Allgemeinverfügungen erlassen, die den Bürgern mit Hilfe von aktuellen Schnelltests etwa den Besuch von Geschäften und Museen weiterhin ermöglichen.
Den Behörden wurden weitere 68 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bekannt. Die Gesamtzahl der in NRW im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Personen stieg damit auf 14.656. Nach Angaben der Landesregierung wurden am Dienstag 3624 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 141 mehr als am Vortag. Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-Patienten stieg um 48 auf 982. Die Anzahl der verfügbaren Intensivbetten mit Beatmung gab die Landesregierung am Dienstag mit 520 an, zwei weniger als am Montag.

Bundesregierung will bundesweite Corona-Notbremse ziehen

Update, 13.4., 8.07 Uhr: Das Bundeskabinett will möglichst noch am Dienstag bundesweit einheitliche Einschränkungen beschließen, um die immer stärkere dritte Corona-Welle in Deutschland zu brechen. Dazu soll voraussichtlich das Infektionsschutzgesetz geändert werden. In einem neuen Paragrafen 28b soll festgelegt werden, was zu tun ist, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 liegt, also binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100 000 Einwohner kommen. In den vorausgehenden Verhandlungen zwischen Bund und Ländern war für diesen Fall vorgesehen worden, dass der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung von 21 bis 5 Uhr bis auf Ausnahmen untersagt wird. Mehrere Beteiligte gingen davon aus, dass es nach stundenlangen Verhandlungen bis Dienstagmorgen ein Einvernehmen geben würde, das eine Verabschiedung in der Ministerrunde später am Dienstag möglich macht. Möglichst in einem beschleunigten Verfahren sollten die Regeln dann vom Bundestag beschlossen werden und den Bundesrat passieren.

Update, 12.4., 18.05 Uhr: Endlich läuft die Impfkampagne gegen Sars-CoV-2 auf Touren: 35.000 Erstimpfungen wurden in zwölf Tagen im Kreis RE verabreicht. So viel wie nie. Das hat große Wirkung auf die Alters-Inzidenz. Für diese Zahl, 35.000 Erstgeimpfte, brauchte es zu Beginn der Impfkampagne 65 Tage. Am 5. März waren die ersten 35.500 Menschen zum ersten Mal geimpft. Weitere 17.350 Menschen im Kreis Recklinghausen hatten zu dem Zeitpunkt bereits die zweite Impfspritze bekommen.

Unternehmen sollen zu Corona-Testangeboten verpflichtet werden

Update, 12.4., 15.40 Uhr: Unternehmen sollen ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten müssen, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten. In der Bundesregierung wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dazu eine Paketlösung angestrebt. Die entsprechende Änderung der Arbeitsschutzverordnung soll dabei gemeinsam mit der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes für eine bundesweite Corona-Notbremse kommen. Die Arbeitgeber sollen die Tests zur Verfügung stellen. Sie müssen aber voraussichtlich nicht dokumentieren, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tests auch in Anspruch nehmen.

Der „Spiegel“ berichtete, dass das Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) seinen Widerstand gegen eine Testangebotspflicht trotz Widerstands der Wirtschaft aufgegeben habe. Wer viel Kundenkontakt habe oder mit Lebensmitteln arbeite, solle Anspruch auf zwei Tests haben, so der „Spiegel“.

Viele Kinder und Jugendliche in NRW nach den Ferien im Homeschooling-Modus

Update, 12.4., 15.04 Uhr: Zum Unterrichtsbeginn nach den Osterferien am Montag haben noch nicht alle Schulen lückenlos die zugesagten Selbsttest-Lieferungen erhalten. Es gebe in NRW einzelne Ausnahmen, „bei denen eine Erreichbarkeit vor Ort nicht sichergestellt werden konnte“, ansonsten seien alle Schulen versorgt, hieß es aus dem Schulministerium in Düsseldorf. Es könne planmäßig im Laufe dieser Woche zweimal getestet werden. Das gilt zunächst für Schüler der Abschlussklassen und Kinder bis zu sechsten Klasse, für die eine Notbetreuung sichergestellt ist. Alle anderen Kinder und Jugendliche starteten im Homeschooling-Modus.

Wie es danach weitergeht, sei noch offen, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) im WDR. Das Infektionsgeschehen habe sich in den vergangenen Tagen nochmals dramatisch verändert. Laut Philologenverband NRW meldeten sich einige Abiturienten vom Präsenzunterricht ab, weil sie nicht riskieren wollten, sich anzustecken oder während der Prüfungen in Quarantäne gehen zu müssen. Die Tests seien noch nicht an allen Schulen angekommen.

Corona-Notbremse: Das könnten die neuen Regeln für NRW bedeuten

Update, 12.4., 14.37 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus nimmt der Bund die Zügel in die Hand. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plant eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Konkret geht es bei der Umsetzung der Corona-Notbremse um mehr Einheitlichkeit. Ein Roh-Entwurf des neuen Gesetzes soll dem ARD-Hauptstadtstudio bereits vorliegen. In diesem Artikel erfahren Sie, was die neuen Regeln für Nordrhein-Westfalen bedeuten könnten.

Update, 12.4., 13.58 Uhr: Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten. Der Hersteller begann am Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, wie das Unternehmen und die EU-Kommission bestätigten. Die Brüsseler Behörde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen Deutschland und andere Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird. Die belgische Impf-Taskforce bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass bereits für Montag 36 000 Impfdosen von Johnson & Johnson in Belgien erwartet würden.

In den USA wird das Vakzin schon länger eingesetzt. Vorige Woche hatte die EU-Arzneimittelagentur EMA mitgeteilt, dass sie Fälle von Thrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Wirkstoff Johnson & Johnson prüfe. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die EMA betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

Update, 12.4., 8:41:  Nach Studiendaten kann die Gabe einer Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab das Risiko symptomatischer Corona-Infektionen um etwa 81 Prozent verringern. Das teilte der Schweizer Pharmakonzern Roche am Montag in Basel mit. Bei Patienten mit symptomatischer Infektion klangen die Symptome demnach im Durchschnitt innerhalb einer Woche ab, verglichen mit drei Wochen in der Placebo-Gruppe. Unerwartete ernste Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten.

Wirbel um chinesische Corona-Impfstoffe

Update, 12.4., 7:35 Uhr:  Äußerungen eines hohen Gesundheitsbeamten Chinas haben Wirbel um die Wirksamkeit chinesischer Impfstoffe ausgelöst. Der Direktor des chinesischen Zentrums zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (CDC), Gao Fu, trat umgehend dem Eindruck entgegen, er habe erstmals eingestanden, dass chinesische Vakzine einen niedrigen Schutz böten. «Es war ein komplettes Missverständnis», sagte Gao Fu der Zeitung «Global Times» . Er habe vielmehr eine «wissenschaftliche Vision» vorgelegt, dass eine Anpassung der Impfabfolge oder die Vergabe verschiedener Vakzine nacheinander auch Optionen sein könnten, den Schutz zu verstärken. «Wie ihre Wirksamkeit verbessert werden kann, muss von allen Wissenschaftlern in der Welt in Erwägung gezogen werden», betonte Gao Fu in dem Blatt, das vom kommunistischen Parteiorgan «Volkszeitung» herausgegeben wird und als englischsprachiges Sprachrohr dient.

Update, 11.4., 17.47 Uhr: Im Tauziehen um bundesweit einheitliche Regelungen gegen die dritte Corona-Welle gibt es deutliche Kritik an den Vorschlägen der Bundesregierung. Während Landespolitiker vor einer Entmachtung der Länder warnen, halten Oppositionsfraktionen besonders die geplanten Ausgangsbeschränkungen für problematisch. Auch die Regierungsfraktion SPD äußerte Nachbesserungswünsche. Eine Einigung auf einen gemeinsamen Entwurf zeichnete sich am Sonntag zunächst noch nicht ab. Viel Zeit bleibt Bundesregierung, Fraktionen und Ländern nicht: Schon am Dienstag will das Kabinett die gesetzlichen Vorgaben auf den Weg bringen.

Weil die Länder vereinbarte Maßnahmen gegen die dritte Infektionswelle uneinheitlich umsetzten und die Infektionslage zugleich mehr und mehr außer Kontrolle gerät, soll die „Notbremse“ gesetzlich verankert werden. In Landkreisen mit mehr als 100 wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern müssten die Einschränkungen dann verpflichtend wieder verschärft werden. Das beträfe aktuell mehr als die Hälfte der Landkreise in Deutschland.

Neue Verordnung: Abschlussprüfung auch für Schüler ohne Corona-Test

Update, 11.4., 16.26 Uhr: Bei den anstehenden Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen werden auch nicht auf Corona getestete Schülerinnen und Schüler teilnehmen können. Das geht aus der neuen Coronabetreuungsverordnung hervor, die ab Montag (12. April) gültig ist. Die neue Verordnung sieht für alle, die in Präsenz am Schulleben teilnehmen, grundsätzlich zwei Corona-Selbsttests pro Woche vor. Für Schüler müssen die auch in der Schule selbst unter Aufsicht vorgenommen werden. Nur Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf dürfen die Tests bei ihren Eltern machen, die das entsprechend schriftlich versichern müssen.

Eine Ausnahme von der allgemeinen Testpflicht gibt es für Abschlussprüfungen und Berufsabschlussprüfungen. Die Prüfungen ungetesteter Personen „werden räumlich getrennt von den Prüfungen getesteter Schülerinnen und Schüler durchgeführt“, heißt es in der Verordnung. Der Hintergrund ist wohl rechtlicher Natur: So kann man Schüler nicht von Prüfungen ausschließen. Das Schulministerium war dazu am Sonntag nicht zu erreichen.

Nach den Osterferien sollen die meisten der 2,5 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen zunächst für eine Woche Distanzunterricht erhalten. Eine Ausnahme gibt es nur für die Abschluss-Jahrgänge. In den Kindergärten geht dagegen der eingeschränkte Regelbetrieb weiter. Die Abiturprüfungen sollen wie geplant am 23. April 2021 beginnen. Ab dem 19. April soll der Unterricht – sofern es das Infektionsgeschehen zulasse – dann wieder im Wechselmodus laufen - also mit Präsenzanteilen und in halbierter Klassenstärke.

Mit dpa-Material

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Weiterführende Informationen und Links

Wenn Sie mehr über die Entwicklung im Kreis Recklinghausen lesen möchten, finden Sie in unseren ersten, bereits abgeschlossenen Blogs zum Coronavirus im Kreis Recklinghausen, viele Informationen und weiterführende Links.

Rubriklistenbild: © Michael Reichel/dpa/picture alliance

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