Pandemie-Newsblog

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Schnelltests statt Schließungen - Keine weiteren Todesfälle - Inzidenz im Kreis steigt auf 151,1 - Berlin setzt Astrazeneca-Impfungen bei Personen unter 60 aus - Ziehen NRW-Kliniken nach?

Alle Autoren
    schließen
  • Randolf Leyk
    Randolf Leyk
  • Erwin Kitscha
    Erwin Kitscha
  • Bernd Turowski
    Bernd Turowski
  • Oliver Prause
    Oliver Prause

„Die Zahl der aktuellen Corona-Infektionen im Vest aktualisieren wir für Sie regelmäßig. Wir halten Sie in diesem Newsblog auf dem Laufenden.

  • Im Kreis Recklinghausen gibt es 1942 aktuelle Corona-Infektionen (zuvor: 1979). Insgesamt wurden 24.612 Fälle gemeldet. Davon gelten 21.921 als wieder gesund. Es gibt 749 Todesfälle. (Stand: 30.3., 6 Uhr).
  • Der Kreis RE gilt seit dem 10.10.2020 als Risikogebiet, da auf der Seite des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden ist. Der aktuelle Inzidenzwert liegt nach Angaben der Kreisverwaltung bei 151,1 (zuvor: 144,9). Ausschlaggebend für weitere Maßnahmen nach der neuen Coronaschutzverordnung ist aber der vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein Westfalen (LZG) herausgegebene Inzidenzwert. Hier liegt der Kreis bei 141,7 (Stand 30.3., 0 Uhr).
  • Die Zahl der aktuell Infizierten im Regierungsbezirk Münster ist von Montag auf Dienstag von 4.960 auf 4.970 (Stand: 30.03.2021, 0 Uhr) gestiegen. Die Zahl der insgesamt labordiagnostisch bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich von gestern auf heute von 82.217 auf 82.659 erhöht.
  • In ganz Deutschland sind in den vergangenen 24 Stunden 9.549 Neuinfektionen registriert worden. Außerdem gab es laut Robert-Koch-Institut 180 weitere Todesfälle. Die bundesweite Inzidenz liegt bei 135,2 (Stand: 30.3., 0 Uhr).

Über die Entwicklung in Ihrer Stadt halten wir Sie zusätzlich in unseren Lokal-Tickern auf dem Laufenden: 
Das Coronavirus in Recklinghausen
Das Coronavirus in Marl
Das Coronavirus in Herten
Das Coronavirus in Datteln
Das Coronavirus in Oer-Erkenschwick
Das Coronavirus in Waltrop

Wir beenden den Corona-Blog an dieser Stelle. Alle aktuellen Infos ab dem 30. März 2021 finden Sie hier in unserem neuen Corona-News-Blog für die Region.

Hier der Blick auf die Corona-Statistik in den zehn Städten im Kreis Recklinghausen (aktuell Infizierte, insgesamt Infizierte, Genesene, Todesfälle, Inzidenz, Stand: 30.3., 6 Uhr).

  • Castrop-Rauxel: 287 / 2789 / 2440 / 62 // 190,9
  • Datteln: 94 / 1487 / 1321 / 72 // 161,9
  • Dorsten: 225 / 2358 / 2077 / 56 // 156,6
  • Gladbeck: 261 / 3892 / 3529 / 102 // 113,7
  • Haltern am See: 92 / 772 / 670 / 10 // 153,2
  • Herten: 161 / 2647 / 2393 / 93 // 139,1
  • Marl: 258 / 3432 / 3094 / 80 // 120,1
  • Oer-Erkenschwick: 140 / 1452 / 1257 / 55 // 222,8
  • Recklinghausen: 329 / 4697 / 4179 / 189 // 145,4
  • Waltrop: 95 / 1086 / 961 / 30 // 177,3
  • Kreis RE gesamt: 1942 / 24.612 / 21.921 / 749 // 151,1

Die Inzidenzen der labortechnisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen stellen sich für die Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk Münster wie folgt dar (Stand: 30.3., 0 Uhr):

  • Stadt Bottrop: 130,1 (131,0)
  • Kreis Borken: 151,6 (148,7)
  • Kreis Coesfeld: 77,5 (75,3)
  • Stadt Gelsenkirchen: 172,5 (147,1)
  • Stadt Münster: 67,2 (58,0)
  • Kreis Recklinghausen: 141,7 (129,8)
  • Kreis Steinfurt: 124,9 (126,7)
  • Kreis Warendorf: 77,4 (78,5)

Hier die aktuellen Fallzahlen für die Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk Münster (in Klammern die Zahlen vom Vortag, Stand 30.3., 0 Uhr).

  • Stadt Bottrop: aktuell Infizierte 230 (240), insgesamt Infizierte 4.278 (4.271), Verstorbene 96 (96), Genesene 4.000 (3.900)
  • Kreis Borken: aktuell Infizierte 820 (840), insgesamt Infizierte 10.612 (10.573), Verstorbene 210 (209), Genesene 9.600 (9.500)
  • Kreis Coesfeld: aktuell Infizierte 280 (290), insgesamt Infizierte 4.313 (4.298), Verstorbene 80 (80), Genesene 4.000 (3.900)
  • Stadt Gelsenkirchen: aktuell Infizierte 700 (620), insgesamt Infizierte 11.454 (11.290), Verstorbene 359 (356), Genesene 10.400 (10.300)
  • Stadt Münster: aktuell Infizierte 330 (330), insgesamt Infizierte 6.257 (6.214), Verstorbene 103 (103), Genesene 5.800 (5.800)
  • Kreis Recklinghausen: aktuell Infizierte 1.400 (1.400), insgesamt Infizierte 24.507 (24.398), Verstorbene 753 (753), Genesene 22.300 (22.300)
  • Kreis Steinfurt: aktuell Infizierte 840 (850), insgesamt Infizierte 12.138 (12.075), Verstorbene 281 (280), Genesene 11.000 (10.900)
  • Kreis Warendorf: aktuell Infizierte 370 (390), insgesamt Infizierte 9.100 (9.098), Verstorbene 207 (207), Genesene 8.500 (8.500)
  • Gesamtzahl: aktuell Infizierte 4.970 (4.960), insgesamt Infizierte 82.659 (82.217) Verstorbene 2.089 (2.084), Genesene 75.600 (75.100)

Land Berlin setzt Impfungen mit Astrazeneca bei Frauen unter 60 aus

Update, 30.3., 12.45 Uhr: Laut FOCUS-Online hat das Land Berlin die Corona-Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca für Frauen unter 60 Jahren gestoppt. Als Grund nannte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) neue Daten über Nebenwirkungen.

Inzidenzwert in NRW steigt weiter

Update, 30.3., 8.00 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag kletterte die landesweite Inzidenz pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen auf 132,3. Am Vortag hatte die wichtige Kennziffer noch bei 129,6 gelegen und eine Woche zuvor bei etwa 109. Innerhalb von 24 Stunden wurden landesweit 2441 Neuinfektionen gemeldet. 38 weitere Todesfälle wurden gezählt. Nur acht von 53 Kreisen und kreisfreien Städten lagen am Dienstag noch unter dem Inzidenzwert von 100. Die niedrigsten Wocheninzidenzen wiesen Höxter (65,6) und Münster (67,2) auf. Spitzenreiter war der Märkische Kreis mit einem Wert von 232,6.

Buchung im Internet nicht möglich - Portal wird wieder freigeschaltet

Update, 29.03., 19.07 Uhr: Senioren, die 80 Jahre und älter sind, müssen ihre Impftermine bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) buchen. Das geht aktuell nur telefonisch (0800 / 116 117 02). Die Terminbuchung im Internet (www.116117.de) ist in Westfalen-Lippe bis auf Weiteres ausgesetzt.

Den Grund dafür nennt KV-Sprecherin Vanessa Pudlo. Zu viele Personen hätten sich über das Portal einen Impftermin besorgt, obwohl sie nicht zum anspruchsberechtigten Kreis gehörten. Diese Menschen seien dann an den Impfzentren abgewiesen worden. Allerdings, das gehört zur Wahrheit dazu, waren die Angaben auf der Buchungsseite auch sehr missverständlich.

Wenn der Impfstart für die 79-Jährigen erfolgt, soll das Portal wieder freigeschaltet werden – diesmal mit einer eindeutigen Abfrage des Geburtsdatums.

Corona-Impfterminbuchungen für den Jahrgang 1941 ab 6. April möglich

Update, 29.3., 16.11 Uhr: Die 79-Jährigen in Nordrhein-Westfalen bekommen in Kürze Post von ihrer Kommune. Dienstag nach Ostern startet für ihre Altersgruppe landesweit die Terminvereinbarung zur Corona-Schutzimpfung.

«Der Jahrgang 1941 kann nun in dieser Woche durch die Kommunen angeschrieben werden», kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf an.

Wichtig ist: Die Terminvergabe gilt zunächst ausschließlich für diesen Jahrgang sowie für die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner.» Beim Partner spiele das Alter keine Rolle.

Die Terminbuchung erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder 0800 116 117 02 für Westfalen-Lippe sowie 0800 116 117 01 für das Rheinland. «Paar-Buchungen sind möglich», unterstrich das Ministerium.

Auch Terminbuchungen für 80-Jährige und Ältere seien parallel weiterhin möglich. Die ersten Impfungen für 79-Jährige sollen den Angaben zufolge ab dem 8. April in den Zentren anlaufen.

Eine Terminbuchung sei auch ohne das Anschreiben der Kommunen möglich - allerdings nur für den Jahrgang 1941, erklärte das Ministerium. Alle anderen Reservierungen seien hinfällig. «Die Impfzentren sollten nicht ohne gültigen Termin aufgesucht werden, da die Zahl der dort vorhandenen Impfdosen auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt ist.»

Die Personengruppe der 70- bis 79-Jährigen umfasst in NRW rund 1,6 Millionen Menschen sowie deren Partner. Um eine reibungslose Terminvergabe zu gewährleisten, wird jahrgangsweise eingeladen.

Lauterbach fordert «letzten harten Lockdown»

Update, 29.3., 8.00 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der schnell steigenden Inzidenzzahlen in Deutschland einen «letzten harten Lockdown» zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie gefordert. «Wir können es nicht so laufen lassen», sagte Lauterbach im Westdeutschen Rundfunk. Andernfalls würden die Inzidenzzahlen in wenigen Wochen über 200 steigen. Der SPD-Politiker plädierte einerseits für eine Pflicht zum Homeoffice und zu regelmäßigen Corona-Tests in den Betrieben. Außerdem sprach er sich für eine befristete Ausgangssperre am Abend aus. Die Bewegungsdaten der Handys zeigten, dass sich viele Menschen abends immer noch privat träfen. Das sei verständlich, müsse aber eine Zeit lang begrenzt werden. Kritik übte der Gesundheitspolitiker an dem uneinheitlichen Vorgehen der Länder und den vielerorts zu beobachtenden Bemühungen, mit mehr Tests Lockerungen zu ermöglichen. «Die Wahrheit ist, wir müssen erst einmal wirklich Kontrolle in das Geschehen hineinbringen. Wir brauchen etwas, was das exponentielle Wachstum jetzt hemmt und das ist mit Lockerungen nicht zu machen.» Zu glauben Tests seien der Königsweg, mit dem man den Anstieg der Inzidenzzahlen in den Griff bekomme, sei ein Fehler. «Das lässt sich durch Testen nicht alleine wegbekommen.»

Update, 29.3., 8.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist vielerorts gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag lagen im bevölkerungsreichsten Bundesland inzwischen 41 von 53 Kreisen und kreisfreien Städte über der Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Der landesweite Wochenwert stieg auf 129,6. Am Tag zuvor hatte er bei 128,8 gelegen. Innerhalb von 24 Stunden sind landesweit 1511 Neuinfektionen gemeldet worden. Ein weiterer Todesfall wurde gezählt. Beim Infektionsgeschehen gibt es große regionale Unterschiede: Nach RKI-Angaben weisen 5 Kreise und kreisfreie Städte eine Inzidenz von mehr als 200 auf. Die höchsten Werte hatten der Märkische Kreis mit 235,0 und der Kreis Lippe mit 214,7. Insgesamt lagen nur 12 Kreise und kreisfreie Städte in NRW unter der 100er Marke. Die niedrigsten Inzidenzen wurden in Münster (58,0) und dem Kreis Höxter (69,2) registriert.

Update, 28.3., 16.14 Uhr: Für sechs weitere Städte und Kreise in NRW mit anhaltend hohen Corona-Neuinfektionen wird das Gesundheitsministerium ab Dienstag die «Corona-Notbremse» anordnen. Nachdem bereits in vielen Regionen Öffnungen ab Montag entweder zurückgenommen oder aber an die Vorlage von negativen Schnelltests bei Kunden und Besuchern geknüpft wurden, gelten die Regelungen dann auch für Bielefeld, Bottrop, die Kreise Gütersloh, Olpe, Steinfurt und den Hochsauerlandkreis, teilte das Gesundheistministerium am Sonntag mit. Dort habe die Sieben-Tages-Inzidenz seit mindestens drei Tagen in Folge über dem Wert von 100 gelegen. Kontaktregeln werden deswegen wieder strenger - außer an den Ostertagen. Viele Läden und Kultureinrichtungen müssen wieder schließen - es sei denn, der Kreis oder die Stadt setzen die neugeschaffene Schnelltest-Option um: Mit einem tagesaktuellen, negativen Schnelltest erhalten die Menschen dann Zutritt zu Museen oder können mit Termin Einkaufen.

Update, 27.3., 15.23 Uhr: Der Weg ist frei im Kreis Recklinghausen für eine Öffnungsstrategie im Lockdown. Das Gesundheitsministerium des Landes NRW hat die Allgemeinverfügung des Kreises genehmigt. Wie die Kreisverwaltung am Samstagmittag bekannt gab, kann nun die viel zitierte „Notbremse“ abgeschwächt – und mithilfe von Schnelltests trotz anhaltender Inzidenzwerte von über 100 eine Rückkehr zum strengen Lockdown vermieden werden.

„Im Kreis Recklinghausen haben wir innerhalb kürzester Zeit ein breites und flächendeckendes Angebot für Schnelltests aufbauen können“, sagt Landrat Bodo Klimpel. „Mittlerweile sind mehr als 200 Teststellen zugelassen. Nur dadurch ist es möglich, dass wir auf die Testoption setzen können, statt die Notbremse zu ziehen.“ Letztere hätte „vor allem den Einzelhandel und die Dienstleister erneut zur Schließung gezwungen“.

Ab Montag (29.3.) sind der Betrieb von Kultureinrichtungen wie Museen, der Verkauf von Waren im Einzelhandel oder körpernahe Dienstleistungen weiter möglich: nach Terminvereinbarung, bei einer Möglichkeit der Rückverfolgbarkeit – und eben mit einem negativen Schnelltest des Kunden. Dieser Test darf nicht älter als 24 Stunden sein. Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittelmärkte oder Drogerien bleiben geöffnet, sie sind von den Regelungen ebenso wenig betroffen wie Frisöre.

Gleichzeitig gilt im Kreisgebiet ab Montag erneut eine Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum: Es dürfen sich maximal ein Hausstand plus eine weitere Person treffen (Kinder unter 14 werden nicht gezählt). Über Ostern (1. bis 5. April) dürfen zwei Hausstände mit insgesamt fünf Personen zusammenkommen.

Update, 27.3., 12.06 Uhr: In Marl ist nach der Corona-Infektion einer Schülerin ein ganzer Abiturjahrgang in Quarantäne. Aber nicht nur das: Auch Lehrkräfte und Personen, die durch Schnelltests negativ getestet wurden oder keinen Kontakt mit Mitschülern hatten, sind von der Maßnahme betroffen.

Unterdessen haben die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen 24 Stunden erneut knapp 4000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg der Corona-Wochenwert nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) leicht auf 123,8 an. Am Freitag hatte er bei 121,6 gelegen. Die wichtige Kennziffer gibt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner an.

In inzwischen 39 Kommunen wurde der Wert von 100 überschritten, ab dem die Notbremse greifen soll, sofern die Überschreitung drei Tage aufeinanderfolgend andauert. Am Freitag hatte das Gesundheitsministerium die Notbremse daher für 31 Kreise und kreisfreie Städte angeordnet. Ab Montag müssen dort Öffnungen von Läden, Museen, Zoos oder Sportanlagen wieder rückgängig gemacht werden. Die Kommunen oder Kreise dürfen allerdings Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Schnelltest erlauben.

Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen steigt auf 122,6

Update, 27.3., 8.13 Uhr: Die Corona-Zahlen im Kreis Recklinghausen schnellen auch am Samstag immer weiter in die Höhe. Binnen einer Woche registrierte die Kreisverwaltung 753 Neuinfektionen in den zehn Städten. Die Zahl der aktuellen Fälle steigt von 1728 auf 1770.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun schon wieder bei 122,6. (Vortag; 119,2). Alle Städte im Kreisgebiet weisen eine Inzidenz von über 100 auf. Trauriger Spitzenreiter ist weiterhin Oer-Erkenschwick mit 197,3.

Außerdem gibt es zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreis Recklinghausen. Verstorben sind in Gladbeck ein 79-jähriger Mann und in Herten eine 87 Jahre alte Frau.

Land NRW lockert Lockdown-Regeln trotz steigender Infektionszahlen

Update, 18.29 Uhr: Nordrhein-Westfalen wird trotz rasant steigender Corona-Zahlen ab Montag die Notbremse nur in Kommunen mit besonders hohem Infektionsgeschehen ziehen. Zugleich dürfen die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte aber Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Schnelltest erlauben. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag an.

Die betroffenen Kommunen mit einer Wocheninzidenz über 100 haben die Wahl: Entweder sie schließen gemäß der vereinbarten Notbremse unter anderem Läden, Sportstätten und Kultureinrichtungen wieder. Oder sie erlauben Personen mit negativem Testergebnis unter Auflagen den Zutritt. Der Corona-Test muss von einer zugelassenen Teststelle schriftlich oder digital bestätigt sein und mitgeführt werden. Außerdem weicht das Land zu Ostern die Kontaktbeschränkungen auf.

Laumann präsentiert mitten im Lockdown Öffnungskonzept für Kommunen

Laumann zeigte sich zuversichtlich, dass die betroffenen Kommunen großes Interesse an einem Öffnungskonzept auf Grundlage von Tests haben werden. Bund und Länder hatten erst am Montag beschlossen, dass die vereinbarte „Notbremse“ konsequent umgesetzt werden müsse, um dem Infektionsgeschehen Einhalt zu gebieten. Das bedeutet, dass Öffnungen des Einzelhandels, von Museen, Zoos oder Sportanlagen wieder rückgängig gemacht werden müssen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Bundesland oder einer Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100 steigt.

Update, 26.3., 13:23 Uhr: Die Entscheidung der Landesregierung, chronisch Kranke bei den Corona-Impfungen zu priorisieren, sorgt erneut für Chaos bei der Terminvergabe. Ein Betroffener berichtet bei 24VEST von seinen frustrierenden Erfahrungen mit der Hotline des Kreises Recklinghausen. Aber nicht nur die Anrufer sind sauer, sondern auch der Kreis Recklinghausen.

NRW lockert Kontaktbeschränkungen über Ostern

Update, 26.3., 12.26 Uhr: Nordrhein-Westfalen lockert über das Osterwochenende die Kontaktbeschränkungen in Regionen mit hoher Corona-Inzidenz. Von Gründonnerstag bis Ostermontag (1. bis 5. April) dürften sich landesweit unabhängig vom örtlichen Infektionsgeschehen fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Corona-Schutzverordnung. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgerechnet.

Keine landesweite Corona-Notbremse ab Montag: Nur betroffene Regionen

Update, 26.3., 12.00 Uhr:  NRW wird ab Montag doch keine landesweite Corona-Notbremse ziehen. Nur in Kommunen mit hoher Inzidenz müssen unter anderem Läden, Sportstätten und Kultureinrichtungen schließen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Corona-Schutzverordnung hervor. Die Kommunen dürfen Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Corona-Test erlauben. Große Festveranstaltungen wie Volksfeste oder Schützenfeste sind in Nordrhein-Westfalen noch bis mindestens zum 31. Mai verboten.  Nordrhein-Westfalen lässt trotz der steigenden Corona-Zahlen Schwimmunterricht für Kinder unter Auflagen wieder zu. Ab Montag dürfen Kurse für Schwimm-Anfänger und Kleinkinder wieder stattfinden - allerdings mit höchstens fünf Kindern pro Gruppe.  Die neue Corona-Schutzverordnung erlaubt ab dem 29. März wieder den Betrieb von Sonnenstudios in Nordrhein-Westfalen. Das bisherige Verbot wurde aus dem Regelwerk gestrichen. Wie bei anderen körpernahen Dienstleistungen müssen allerdings bestimmte Vorgaben beachtet werden. 

Nur mit Termin zum Impfzentrum

Der Kreis Recklinghausen weist darauf hin, dass nur zum Impfzentrum kommen soll, wer vorab einen Termin vereinbart hat. Jeder, der ohne Termin das Impfzentrum aufsucht, muss abgewiesen werden und wird nicht geimpft. Bis 10 Uhr waren das alleine am heutigen Freitag fast 100 Menschen.
Termine können für Personen über 80 Jahren über die Tel. 0800/116 117 vereinbart werden. Personen, die chronisch krank sind und von ihrem Arzt ein Attest bekommen haben, dass die Zugehörigkeit zu §3 Absatz 2 bescheinigt, melden sich am besten per E-Mail mit dem Betreff „Terminierung §3“ unter Angabe der Telefonnummer an prioimpfung@kreis-re.de. Alternativ ist eine Terminvereinbarung per Telefon unter 02361 / 9709060 möglich.
 „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund ihrer medizinischen Situation einen Termin für die Impfung vereinbaren wollen, falls möglich, die Kontaktaufnahme per E-Mail zu nutzen. Unsere Hotline ist voll besetzt, in den ersten 50 Minuten heute Morgen hatten wir aber bereits 2500 Anrufe“, berichtet Patrick Hund, Leiter des Impfzentrums. In der Höchstphase seien über 300 Leute in der Warteschleife gewesen, was für einen Systemabsturz gesorgt habe. „Wenn Sie eine E-Mail schicken, werden wir Sie sobald es geht zurückrufen. Wir bitten aber auch dort um Verständnis, dass dies einige Zeit dauern kann. Nur heute bis zehn Uhr sind über 900 neue E-Mails eingegangen.“
Der aktuelle Impferlass sieht diese kurzfristig eingeführte Regelung bis zum 6. April vor, danach sollen chronisch Erkrankte in den Arztpraxen geimpft werden

 Update, 26.3., 11.02 Uhr: Etwas mehr als 10 Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens die erste Dosis der Corona-Impfung erhalten. Insgesamt seien mehr als 12 Millionen Dosen verabreicht worden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Die zweite Dosis haben bereits 4,4 Prozent der Menschen bekommen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Freitagmorgen hervorgeht. Im April werden 15 Millionen Impfdosen erwartet, sagte Spahn. Das seien mehr, als im ganzen ersten Quartal verimpft worden seien. Das mache deutlich, «wie die Impfkampagne an Dynamik gewinnen kann und gewinnen wird». 

Generelle Testpflicht bei Flug-Einreisen erst ab Dienstagfrüh

Update, 26.3., 10.35 Uhr: Die generelle Corona-Testpflicht für Einreisen per Flugzeug nach Deutschland soll erst in der Nacht von Montag zu Dienstag in Kraft treten. Der Starttermin werde noch einmal etwas verschoben, um mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Die entsprechende Verordnung habe er unterschrieben. Zunächst war geplant, dass die neuen strengeren Vorgaben in der Nacht zu Sonntag in Kraft treten.
Flugreisende sollen die Kosten der Tests grundsätzlich selbst tragen. Eine Beförderung durch die Fluggesellschaft ist nur mit negativem Testnachweis gestattet. Andernfalls soll man sich nach den örtlichen Vorschriften auf eigene Verantwortung in Isolierung begeben müssen. Zum Reizthema geworden war zuletzt, dass Tausende deutsche Urlauber auf die spanische Insel Mallorca flogen, für die Testpflichten wegen gesunkener Infektionszahlen weggefallen waren. Die neue Regelung gilt nun aber nicht nur für Mallorca, sondern generell. Und nur für Flüge, nicht für Reisen mit anderen Verkehrsmitteln.

«Paar-Impfung» in NRW ermöglicht auch Termine für Menschen unter 70

Update, 26.3., 9.58 Uhr: Der neue Impferlass ermöglicht es auch Menschen unter 70 Jahren, ab dem 8. April in NRW geimpft zu werden: Die 79-Jährigen, die nach Ostern als nächste dran sind, können einen Termin für ihren Lebenspartner oder ihre Lebenspartnerin mit ausmachen - egal wie alt diese sind. Das hat das Gesundheitsministerium klar gestellt. Wie man belegt, dass man verpartnert ist, wenn man nicht verheiratet ist, überlässt das Gesundheitsministerium den Kreisen und kreisfreien Städten. Man spreche sich hier «für ein möglichst pragmatisches Vorgehen» aus, so das Ministerium auf seiner Internetseite.

Update, 26.3., 9.32 Uhr:  Die 79-Jährigen in NRW sollen ab dem 8. April mit dem Wirkstoff von BioNTech geimpft werden. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag und bestätigte eine Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Termine können ab dem 6. April über die Hotline 0800 116 117 01 oder die Internetseite termin.corona-impfung.nrw ausgemacht werden. Alle Menschen des entsprechenden Jahrgangs werden von den Städten oder Kreisen schriftlich informiert. Sie können laut KV aber auch ohne den Brief ab dem 6. April einen Termin ausmachen.

NRW plant nach den Osterferien keinen Regelunterricht an den Schulen

Update, 25.3., 19.16 Uhr: An den Schulen in Nordrhein-Westfalen wird es auch nach den Osterferien keinen regulären Unterricht geben. Zunächst bis zum 23. April sollten die Schüler wie schon jetzt abwechselnd im Klassenraum und zu Hause lernen, schrieb das Schulministerium am Donnerstag in einer Mail an die Schulen.

«Die Landesregierung wird die Entwicklung des Infektionsgeschehens weiterhin aufmerksam beobachten und den Schulstart im Zusammenwirken mit allen Beteiligten nach den Osterferien sorgfältig vorbereiten», sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Das Ministerium versprach den Schulen, dass nach den Osterferien pro Woche zwei Selbsttests für alle Lehrer und die Schüler an weiterführenden Schulen zur Verfügung stünden.

Für Schüler in Grundschulen gilt diese Zusage zunächst nicht. Die Landesregierung sei aber «bestrebt», auch Grund- und Förderschülern «schnellstmöglich ein alters- und kindgerechtes Testangebot machen zu können», schrieb das Ministerium in der Schulmail.

Für die Abiturienten soll unmittelbar nach den Osterferien eine gezielte Vorbereitung in den Abiturfächern starten. Der Unterricht in allen anderen Fächern entfalle für die Abiturienten komplett.

Generelle Testpflicht bei Flug-Einreisen ab Sonntag

Update, 25.3., 19.13 Uhr: Angesichts der Corona-Pandemie sollen sich Flugpassagiere vor dem Start nach Deutschland künftig generell testen lassen müssen - und zwar ab diesem Sonntag um 0.00 Uhr.

Die von Bund und Ländern beschlossenen strengeren Vorgaben sollen mit diesem Vorlauf in Kraft treten, damit sich Reisende und Fluggesellschaften darauf einstellen können, wie es am Donnerstag aus dem Bundesgesundheitsministerium hieß. Ins Flugzeug steigen können soll man dann nur noch mit einem frischen negativen Testergebnis. Dies soll auch unabhängig von den Infektionszahlen im Urlaubsland gelten.

Die neue Testpflicht soll vorerst bis einschließlich 12. Mai gelten. Die entsprechende neue Einreiseverordnung will Minister Jens Spahn (CDU) voraussichtlich an diesem Freitag verkünden. Zuvor muss das Bundeskabinett zustimmen.

Bundesregierung zieht Bitte um virtuelle Oster-Gottesdienste zurück

Update, 25.3., 14.56 Uhr: Die Bundesregierung zieht ihre Bitte an die Kirchen, über Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, zurück. Das Bundespresseamt verschickte am Donnerstag eine Neufassung der Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vom frühen Dienstagmorgen, in der die komplette Passage zur ursprünglich geplanten Osterruhe wegfällt. Damit entfällt auch der dort enthaltene Satz: «Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen.»

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Vereinbarungen zu zwei zusätzlichen «Ruhetagen» über Ostern am Mittwoch zurückgezogen. Sie entschuldigte sich und begründete den Schritt mit Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Auf die Frage, ob damit auch die Bitte an Religionsgemeinschaften entfällt, hatte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer zunächst nur ausweichend geantwortet.

Die Aufforderung zum Verzicht auf Präsenzgottesdienste war auf Widerstand in der katholischen und der evangelischen Kirche gestoßen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Bitte kritisiert.

Erste Impfungen für Menschen unter 80 ab dem 8. April

Update, 25.3., 11.08 Uhr: Die ersten Menschen unter 80 Jahren sollen in NRW regulär ab dem 8. April gegen Corona geimpft werden. Das geht aus einem neuen Erlass des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach sollen ab dem 6. April die ersten Einladungen zum Impfen an 79-Jährige herausgehen. Danach ist der nächste Jahrgang dran. Bis dahin ist es den Kreisen und kreisfreien Städten nun auch erlaubt, mit übrig gebliebenen Impfdosen zum Beispiel Menschen unter 80 zu impfen, wenn sie eine Vorerkrankung haben. Der Nachweis hat mittels Attest zu erfolgen. Der Anlass: Die angebotenen Impftermine werden nach Erkenntnissen des Ministeriums nicht mehr in allen Regionen ausgeschöpft. So hätte zuletzt beispielsweise das Impfzentrum in Gelsenkirchen für andere Menschen gehabt - die Impfungen durften dort aber noch nicht ausgeweitet werden. Wichtig: Weitere Infos, wer überhaupt mit welchen Vorerkrankungen berechtigt ist, gibt es hier. Diese Personen müssen einen formlosen Antrag stellen (per Post oder E-Mail an prioimpfung@kreis-re.de mit dem Betreff „Höchstpriorisierung“), dem ein aussagekräftiges ärztliches Attest samt Diagnose beigefügt sein muss. Wird dieser Antrag positiv beschieden, gibt es eine eigene Verfahrensweise. Eine eigenständige Terminvereinbarung ist nicht möglich.

Probleme bei der Zusatz-Terminververgabe behoben

Update, 25.3., 10.17 Uhr: Erst gestern hatte uns die Kreisverwaltung darüber informiert, das der Kreis Recklinghausen kurzfristig eine größere Menge BioNTech-Impfstoff (siehe Update, 24.3. 15.00 Uhr) bekommen hat. Berechtigte Personen (Ü80) sollten hierfür zusätzliche Impftermine vereinbaren können. Allerdings gab es offenbar Anlaufschwierigkeiten. Leser informierten uns darüber, dass sie bei der Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) abgewiesen wurden, weil angeblich keine neuen Termine verfügbar seien. Wir haben bei der Kreisverwaltung nachgefragt und nach kurzer Recherche teilte uns Lena Heimers von der Pressestelle mit, dass ab sofort nun doch zusätzliche Termine unter 0800/11611702 vereinbart werden können. Wer bereits abgewiesen wurde, sollte daher noch einmal bei der Hotline anrufen.

bDer Kreis Recklinghausen hat kurzfristig ein größere Menge BioNTech-Impfstoff dass zusätzliche r Leser haben uns darauf

Update, 25.3., 9.23 Uhr:  Im Februar 2021 sind in Nordrhein-Westfalen etwa 17.100 Menschen gestorben. Laut einer vorläufigen Erhebung des Statistischen Landesamtes (IT.NRW) waren dies im Vergleich zum Februar 2020 (17 540) drei Prozent weniger Todesfälle. In diesem Winter erfassten die Statistiker einen überdurchschnittlich hohen Rückgang der Sterbefälle von Januar auf Februar: Im vergangenen Monat starben den Angaben zufolge etwa 20 Prozent weniger Menschen als im Vormonat Januar (21 300). Seit Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 gab es die höchste Zahl an Gestorbenen im Dezember 2020. 21 750 Todesfälle seien für diesem Zeitraum gemeldet worden, hieß es. Der niedrigste Wert im vergangenen Jahr wurde mit knapp 16 000 Todesfällen für den Monat Juni registriert.

Update, 25,3, 8.26 Uhr: Es gibt vier weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen. Verstorben sind in Castrop-Rauxel eine 75 Jahre alte Frau, in Datteln ein 61-jähriger Mann, in Marl ein 91 Jahre alter Mann und in Recklinghausen eine 71-jährige Frau.

Gesundheitsamt passt Quarantäne-Regelung an

Update, 24.3., 17.50 Uhr: Das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen passt mit Blick auf die Virusmutationen und die Bewertung des Robert-Koch-Instituts (RKI) sein Vorgehen bei Quarantänen für positiv auf das Corona-Virus getestete Personen und Kontaktpersonen an. Ab sofort gilt grundsätzlich für alle neu mit dem Virus Infizierten und ihre Kontaktpersonen eine Quarantänezeit von 14 Tagen. Zuvor folgten auf ein positives PCR-Ergebnis, bei dem keine Variante durch Sequenzierung oder Typisierung nachgewiesen wurde, in der Regel zehn Tage Quarantäne. Eine weitere Änderung betrifft die Bestimmung von Kontaktpersonen in Schule und Kita. Dort gilt vorerst - bis das Land seine Teststrategie konsequent umgesetzt hat – die gesamte Klasse, der Kurs oder die Gruppe als Kontaktpersonen der Kategorie 1, für die Tests angeordnet und eine Quarantäne festgelegt wird.

„Die Virusmutationen stellen uns vor neue Herausforderungen, da sie ansteckender sind und sich schneller verbreiten“, erklärt Raphael Stauf, Leiter Infektionsschutz beim Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen. „Das RKI hat aus diesem Grund die Lage neu beurteilt und Empfehlungen veröffentlicht, an die wir unser Vorgehen nun anpassen.“ Bislang wurden im Kreis Recklinghausen die britische und die südafrikanische Virusvariante nachgewiesen. Erstere macht im Kreis Recklinghausen nachweislich mindestens ein Drittel aller Fälle aus, wobei von einem noch höheren Prozentsatz ausgegangen werden kann. „Das RKI hat zuletzt mit einem Wert von 72 Prozent die Variante B1.1.7, die zuerst in Großbritannien aufgetreten ist, als die aktuell in Deutschland dominierende bezeichnet“, so Stauf.
 
Wer positiv auf Corona getestet wurde oder als Kontaktperson der Kategorie 1 in häusliche Quarantäne muss, bekommt vom Ordnungsamt seiner Stadt eine Ordnungsverfügung zugestellt. „Die Quarantänezeit von 14 Tagen ist die Norm. Natürlich kann es aber im individuellen Fall weitere Faktoren geben, die die Kontaktnachverfolgung berücksichtigt. Am Ende sind die in der Ordnungsverfügung beschriebenen Angaben verbindlich.“

Zusätzliche Impftermine für die Menschen über 80 Jahren ab sofort buchbar

Update, 24.3. 15.00 Uhr. Der Kreis Recklinghausen hat kurzfristig eine größere Menge BioNTech-Impfstoff zusätzlich vom Land bekommen. Dieser ist ausschließlich für die Gruppe der Über-80-Jährigen vorgesehen. Wer 80 Jahre oder älter ist und noch keinen Impftermin hat, kann noch für diese Woche Termine über die Termin-Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter 0800 11611702 buchen.
Wir können allen, die mobil genug für die Impfung im Impfzentrum sind, nur empfehlen, dieses Angebot anzunehmen“, sagt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums. Es gebe auch in anderen Kreisen und Städten die Vermutung, dass einige Senioren keine Termine im Impfzentrum vereinbaren, da sie auf die Möglichkeit warten, von ihren Hausärzten geimpft zu werden. „Auch wenn im April die Arztpraxen mit in die Impfungen einbezogen werden, sollen dort nach unseren Informationen nicht die älteren Bürgerinnen und Bürger, sondern zunächst chronisch kranke Patienten geimpft werden. Dafür stehen den Praxen pro Woche jeweils etwa 20 Impfdosen zur Verfügung“, sagt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums des Kreises Recklinghausen.
Menschen über 80 Jahre, die einen Impftermin für Mai oder Ende April gebucht haben, können ebenfalls über die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung einen kurzfristigen Termin buchen. Diejenigen, die eine Terminbestätigung per Mail bekommen haben, werden gebeten, nach Erhalt eines früheren Termins den späteren zu stornieren.
Termine vereinbaren können die impfberechtigten Personen über 80 Jahren seit gestern nur noch telefonisch über die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) unter 0800/11611702, das Online-Buchungsportal steht nicht mehr zur Verfügung. Wichtig: Die Impfungen der über 80-Jährigen sind noch nicht abgeschlossen, Personen ab 70 Jahren können noch nicht geimpft werden. Sie werden informiert, sobald sie an der Reihe sind. Wer dennoch einen Termin bucht, muss am Impfzentrum abgewiesen werden. Gleiches gilt für chronisch Kranke. Sie sollen ab April über die niedergelassenen Ärzte geimpft werden.

Laschet kündigt Modellprojekte für Corona-Öffnungen an

Update, 24.3., 13.11 Uhr: Nordrhein-Westfalen will in etwa einem halben Dutzend Modellregionen Öffnungen coronabedingter Einschränkungen mit strengen Schutzmaßnahmen und Testkonzepten erproben. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag an. Die Landesregierung werde solche befristeten Projekte «schnell nach Ostern möglich machen», sagte Laschet.

Dann könnte etwa erprobt werden, mit negativem Corona-Test wieder Kinos, Sport- oder Kulturveranstaltungen zu besuchen. In den nächsten Tagen würden die ausgewählten Orte vorgestellt. Viele hätten sich angeboten, berichtete Laschet.

Die Auswahl werde alle Regionen des Landes abbilden und Kreise ebenso wie große Städte. «Lockdown ja, Lockdown nein müssen wir überwinden», sagte der CDU-Bundesvorsitzende. Vorbildlich seien die Öffnungskonzepte in Tübingen. «Wir brauchen Tübingen überall», sagte Laschet, allerdings «nicht Tübingen kopiert».

Merkel stoppt Beschluss zur Osterruhe

Update, 24.3., 11.28 Uhr: Kaum hat die Sitzung mit Angela Merkel und den Regierungschefs begonnen, kommt schon eine Entscheidung: Die Kanzlerin hat nach massiver Kritik bestimmt, den Bund-Länder-Entscheid zur sogenannten Osterruhe zu stoppen. Das teilte Merkel am Mittwoch in einer kurzfristig einberufenen Schalte mit den Ministerpräsidenten der Länder mit, wie die Deutsche Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern erfuhr.

Merkel berät kurzfristig erneut mit Ministerpräsidenten

Update, 24.3., 10.15 Uhr: Eine wichtige Ankündigung an diesem Mittwochmorgen: Nach der massiven Kritik an den Oster-Beschlüssen der Bund-Länder-Runde Anfang der Woche will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kurzfristig erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Um 11 Uhr werde es demnach eine Schalte der Kanzlerin mit den Regierungschefs geben. Dabei werde es um den Umgang mit der anhaltenden Kritik gehen. Unmut hatte sich vor allem daran entzündet, dass nach den stundenlangen Corona-Beratungen in der Nacht zum Dienstag die Umsetzung zentraler Beschlüsse noch offen war.

Corona-Virus: Ein weiterer Todesfall in Castrop-Rauxel

Update, 24.3., 8.21 Uhr: Es gibt einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen: Verstorben ist in Castrop-Rauxel eine 96 Jahre alte Frau.

Kreis erhält mehr BioNTech und weniger AstraZeneca

Update, 23.3., 18.00 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit einem neuen Erlass das weitere Vorgehen für die Impfungen auch für den Kreis Recklinghausen festgelegt. Mit dabei ist auch die Planung der Impfstofflieferungen und Zuteilung nach Kreisen und kreisfreien Städten: Rund 2000 Impfdosen AstraZeneca weniger als geplant wurden in der letzten Woche bereitgestellt, in dieser Woche gibt es keine neue Lieferung. Dafür steht für diese Woche fast die doppelte Menge an BioNTech zur Verfügung.
Der Erlass regelt ebenfalls, wer mit welchem Impfstoff immunisiert werden darf. BioNTech ist nur für Personen über 80 Jahren vorgesehen. „Das bedeutet, dass wir weitere Termine für BioNTech-Impfungen von Senioren ab 80 Jahren anbieten können. Wer 80 Jahre oder älter ist und noch keinen Termin für eine Erstimpfung hat, sollte nun die Chance nutzen und kurzfristig einen Termin vereinbaren“, sagt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums. Dies geht ab sofort nur noch telefonisch über die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) unter 0800/11611702. Wichtig: Die Impfungen der über 80-Jährigen sind noch nicht abgeschlossen, Personen ab 70 Jahren können noch nicht geimpft werden. Sie werden informiert, sobald sie an der Reihe sind. Wer dennoch einen Termin bucht, muss am Impfzentrum abgewiesen werden.
Ebenfalls nicht geimpft werden können Personen der impfberechtigten Berufsgruppen, die ihren Termin über die KVWL buchen. „Den richtigen Anmeldeweg zu nutzen, ist sehr wichtig, da wir entsprechend der Termine Impfstoff abrufen“, erklärt Hundt. Eine freie Impfstoffwahl gibt es nicht - das Land gibt klar vor, wer mit welchem Impfstoff geimpft werden darf.

Update, 23.3. 8.20 Uhr: Es gibt sechs weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen: Verstorben sind in Dorsten zwei Frauen im Alter von 81 und 97 Jahren, in Gladbeck ein 80-jähriger Mann und eine 86 Jahre alte Frau, in Haltern am See ein 77-jähriger Mann und in Marl ein 89 Jahre alter Mann.

Update, 23.3., 6.50 Uhr: Der seit mehr als drei Monaten geltende harte Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird insgesamt um drei Wochen bis zum 18. April verlängert. Am 12. April soll darüber beraten werden, wie es danach weitergeht. „Wir haben das Virus noch nicht besiegen können, es lässt nicht locker“, begründete Merkel am frühen Dienstagmorgen die harten Maßnahmen. Deutschland sei in einer sehr ernsten Lage mit exponentiell steigenden Fallzahlen, einer steigenden Belastung der Intensivstationen in den Kliniken und der Ausbreitung ansteckenderer Coronavirus-Varianten. Die neuen Corona-Regeln sollen ab Montag, 29. März, in NRW gelten. „Ich kann verstehen, wenn sich viele ein anderes Ergebnis gewünscht haben“, sagte der NRW-Ministerpräsident Laschet, den Sie weiter unten im Video sehen.

Update, 23.3., 15.13 Uhr: Der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Krupp (SPD), geht davon aus, dass das Impftempo in Deutschland in den kommenden Wochen durch eine Steigerung der Impfstoffproduktion im Land deutlich erhöht werden kann. «Meine Einschätzung ist, dass wir im Mai auf eine wöchentliche Produktionsrate von ungefähr sechs Millionen (Dosen) kommen können und dass die auch noch weiter steigen kann», sagte er im Podcast «Aus Regierungskreisen» der Bundesregierung. Damit werde man weit über die Impfzentren hinaus auch die Hausärzte mobilisieren können, um die Corona-Impfung schnell voranzutreiben, sagte Krupp. Er glaube, dass sich die Zusage der Bundesregierung, bis Ende des Sommers jedem ein Impfangebot zu machen, einhalten lasse.

Update, 22.3., 21.14 Uhr:  Bund und Länder wollen die strengen Kontaktregeln für Verwandtenbesuche über Ostern nicht lockern. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen stand aber noch aus. Vor den Beratungen war im Gespräch, über Ostern die Kontaktregeln leicht zu lockern und Verwandtenbesuche in einem größeren Rahmen als bislang zu erlauben. Konkret lag ein Vorschlag vor, Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis zu erlauben. Dies sah ein Punkt in einem Beschlussentwurf hervor, der am Montagvormittag vom Kanzleramt verschickt worden war. Dort hieß es als Vorschlag: «Anders als im Lockdown über Ostern im letzten Jahr sollen Verwandtenbesuche in diesem Jahr möglich sein.»

Update, 22.3., 20.23 Uhr: Wegen zuletzt wieder steigender Corona-Zahlen will die Regionalregierung Mallorcas die erst vor kurzem wieder geöffneten Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen schließen. Die Maßnahme solle noch diese Woche umgesetzt werden, schrieb die deutschsprachige «Mallorca-Zeitung» am Montag. Die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf den Balearen, zu denen Mallorca gehört, stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Montagabend auf 26,45. Vergangene Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch unter 20 gelegen. Im Vergleich zu Deutschland ist das ein immer noch relativ niedriger Wert.

Update: 22.3., 18.53 Uhr: Die Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise sind am Montag unterbrochen worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus mehreren Quellen aus den Gesprächen. Wie es hieß, habe sich zuvor Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unzufrieden gezeigt. Die bisher geeinten Maßnahmen seien nicht ausreichend, um die Infektionsdynamik zu brechen, habe Merkel gesagt. So könne man in der Öffentlichkeit nicht bestehen.

Update, 22.3., 18.05 Uhr: Den Bundesländern stehen nach Angaben der Bundesregierung ausreichend Corona-Tests für die kommenden Wochen zur Verfügung. So vermittelte die Taskforce Testlogistik den Ländern abrufbare Kontingente von mehr als 130 Millionen Selbsttests für März und April, wie eine der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums zeigt. 70,5 Millionen dieser Tests können demnach beim Hersteller Roche bestellt werden, 62 Millionen bei Siemens. Mit mehreren Anbietern schloss das Ministerium zudem weitere Vereinbarungen über Selbsttests für Bestellungen zu einheitlichen Konditionen ab, wie es weiter hieß. Zudem gibt es den Angaben zufolge genügend Schnelltests zur Anwendung durch geschultes Personal - aus einem bereits vergangenes Jahr für 2021 gesicherten Kontingent von 550 Millionen und weiteren Kontingenten von knapp 100 Millionen Stück. 150 Millionen dieser Schnelltests seien im März bestellbar. Über eine Vereinbarung der EU könnten die Länder weitere 240 Millionen ordern.

Update, 22.3., 16.48 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pamdemie soll der bestehende Lockdown in Deutschland grundsätzlich bis zum 18. April verlängert werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen stand aber noch aus. Über weitere konkretere Regelungen auch mit Blick auf die Osterzeit wollten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten weiter beraten. Der generelle Lockdown mit der Schließung zahlreicher Einrichtungen war bisher zunächst bis zum 28. März vereinbart.

Update, 22.3., 11.01 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sorgt auch die Polizei für den Transport von Corona-Selbsttests zu den Schulen. Die Tests seien an das Bekleidungscenter der Polizei in Lünen geliefert worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Montag. Von dort hätten einzelne Kreispolizeibehörden sie am Wochenende abgeholt und zu Schulen gefahren. Um welche Mengen es sich handelt und an wie viele Schulen die Tests gebracht wurden, könne er nicht sagen. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei haben in ganz NRW Polizisten Tests an Grundschulen und weiterführende Schulen ausgeliefert.

Den Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach Angaben des Schulministeriums bis zu den Osterferien 1,8 Millionen Selbsttests zur Verfügung stehen. In der Mail des Ministeriums an die Schulen hieß es, die Test-Kits würden „durch die Firma DHL per Paket zugestellt“. Jede Schülerin und jeder Schüler der weiterführenden Schulen solle vor den Osterferien jeweils einen Selbsttest durchführen können.

1552 aktuelle Corona-Fälle im Kreis Recklinghausen - Inzidenz bei 97,0

Update, 22.3., 8.03 Uhr: Die Zahl der aktuell Infizierten ist auch am Montagmorgen weiter gestiegen. Aktuell hat der Kreis Recklinghausen 1552 Fälle registriert - das sind 25 mehr als noch am Sonntag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 97,0 (zuvor 99,0). Weiterhin sind vier Städte über der Inzidenz-Marke von 100. Trauriger Spitzenreiter bleibt Oer-Erkenschwick: Hier steigt der Wert sogar auf 149,6.

Bund und Länder stehen bei ihrer Corona-Konferenz am heutigen Montag vor einer schweren Aufgabe - viele Konsequenzen sind möglich, wahrscheinlich ist die Rücknahme von Lockerungen. Aber auch Ausgangsbeschränkungen für Hotspots ab einer Inzidenz von 100 werden diesmal diskutiert. Ebenfalls dürfte es ein Verbot von „Click & Meet“ im Einzelhandel geben. Der verlängerte Lockdown könnte laut den Plänen bis mindestens 18. April andauern. Das steht genau im Entwurf für die Gespräche per Videokonferenz, die um 14 Uhr beginnen.

Bereits 29 Städte und Kreise in NRW über 100er-Inzidenzmarke

Der Corona-Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen ist weiter gestiegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen bei 106,6. Damit überstieg der Wochenwert am zweiten Tag in Folge die Marke von 100. Landesweit wird in 29 Städten und Kreisen in NRW der Inzidenzwert von 100 überschritten. Den höchsten Wert weist der Märkische Kreis mit 202,3 auf, am niedrigsten ist er im Kreis Höxter mit 47,1.

Der 100er-Wert und war beim letzten Corona-Gipfel von Bund und Ländern als Grenzwert für eine Notbremse definiert worden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Freitag im Landtag gesagt, dass die von Bund und Ländern vereinbarte Notbremse landesweit angewendet werde. Das gesamte Land werde als Maßstab genommen.

Update, 21.3., 13.16 Uhr: Das Bundeskanzleramt strebt eine Fortsetzung des derzeitigen Corona-Lockdown bis in den April hinein an. Dies geht aus dem Entwurf für eine Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Spitzenberatungen am Montag hervor, der der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag. Ein exaktes Datum für das Ende der Maßnahmen ist darin aber noch nicht enthalten. Es werde aber wegen der Lockdown-bedingten Reiselust über die Feiertage mit einer Verlängerung der Maßnahmen bis Ende der Osterferien gerechnet.

Außerdem sollen Unternehmen verpflichtet werden, mehr Corona-Schnelltests für ihre Mitarbeiter anzubieten. Der Entwurf sieht laut Online-Ausgabe der BILD-Zeitung offenbar auch eine verschärfte Maskenpflicht am Arbeitsplatz vor. „Wo Homeoffice nicht möglich ist, sind immer dann, wenn sich mehrere Personen in einem Raum aufhalten, verpflichtend medizinische Masken zu tragen“, zitiert das Portal aus einem ihm vorliegenden Papier.

Kommunen fordern mehr Flexibiltät in der Corona-Krise

Update, 21.3., 11.20 Uhr: Vor dem Hintergrund rasant steigender Corona-Infektionszahlen dringen die Kommunen auf flexiblere Regeln für Beschränkungen. Der Deutsche Städtetag sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderten vor der nächsten Bund-Länder-Runde am Montag eine Abkehr von der starren Fokussierung auf den Inzidenzwert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche beschreibt. Ab einem Wert von 100 sollen gemäß einer von Bund und Ländern vereinbarten Notbremse Öffnungsschritte wieder kassiert werden. Immer mehr Bundesländer haben diese Marke in den vergangenen Tagen überschritten. Auch im bundesweiten Durchschnitt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen über 100.

Nach knapp zwei Monaten liegt die Corona-Wocheninzidenz auch in Nordrhein-Westfalen wieder über der Schwelle von 100. Pro 100.000 Einwohner haben sich binnen sieben Tagen 103,5 Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Sonntagmorgen hervorgeht. Ähnlich hoch war das Infektionsgeschehen zuletzt am 26. Januar, als ein Wert von 102,4 ermittelt worden war. Es geht steil nach oben: Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 78,9.

1527 aktuelle Corona-Fälle im Kreis Recklinghausen - Inzidenz bei 99,0

Update, 21.3., 9.30 Uhr: Die Infektionszahlen im Kreisgebiet steigen auch am Wochenende stark an. Die Zahl der Neuinfektionen liegt heute mit 608 um 113 höher als am vergangenen Sonntag. Die Kreisverwaltung hat aktuell 1527 aktuelle Fälle registriert - das sind 77 mehr als noch am Vortag. Dieser deutliche Anstieg ist für Wochenenden durchaus ungewöhnlich, weil Fälle samstags und sonntags oft erst zeitverzögert gemeldet werden.

Auch die Aufwärtsentwicklung bei der Sieben-Tage-Inzidenz dauert an. Der Wert liegt nur noch knapp unter der wichtigen 100-Marke (99,0). Im Kreisgebiet gibt es nun auch keine einzige Stadt mehr, die noch unter dem kritischen Inzidenz-Wert von 50 liegt. Dagegen weisen vier Städte sogar eine Inzidenz von über 100 auf. Trauriger Spitzenreiter ist weiterhin Oer-Erkenschwick (133,7).

Geimpft wurden im Kreis RE bisher 50.855 Menschen - davon haben 28.742 eine und 22.113 zwei Impfdosen erhalten.

Zahlreiche Kreise und kreisfreie Städte in NRW schon über der kritischen Inzidenz von 100

Update, 20.3., 11.22 Uhr: In der Corona-Pandemie steigt die Zahl der Ansteckungen auch in ganz Nordrhein-Westfalen weiter deutlich. In sieben Tagen haben sich im Schnitt 99,6 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts am Samstagmorgen hervorgeht. Einen Tag zuvor lag die sogenannte Wocheninzidenz noch bei 96,3 und vor einer Woche bei 75,9. Die symbolisch wichtige Marke von 100 ist damit fast gerissen. Im Bundesschnitt lag die Inzidenz am Samstagmorgen bei 99,9.

Für NRW meldeten die Gesundheitsämter 3134 Fälle von Neuinfektionen innerhalb eines Tages und 34 weitere Todesfälle. Damit starben in dem Bundesland 13 872 nachgewiesenermaßen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion.

Mittlerweile haben 24 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW bei der Sieben-Tage-Inzidenz die kritische Marke von 100 überschritten, der Märkische Kreis liegt nun sogar bei über 200, und zwar bei 206

Hausärzten fehlt Impfstoff: Nach Ostern nur eine Impfsprechstunde pro Woche

Update, 19.3., 17.23 Uhr: Deutschlands Hausärzte sollen voraussichtlich nach Ostern flächendeckend mit den Corona-Impfungen beginnen - allerdings mit nur einer Sprechstunde pro Woche. Das sieht ein Beschlussentwurf des Kanzleramts vor, den Bund und Länder am Freitag auf ihrem Impfgipfel beraten haben. Er lag der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen vor. „Mit den Mengen, die wir in den ersten Aprilwochen erwarten, (…) wird es in den Hausarztpraxen erstmal mit etwa umgerechnet einer Impfsprechstunde pro Woche beginnen können“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin.

Schritt für Schritt soll es mehr Impfungen geben. Vergangene Woche, also vor der Unterbrechung der Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers AstraZeneca, spritzten die Länder knapp 1,8 Millionen Impfdosen. In der Woche nach Ostern sollen knapp 3,3 Millionen Dosen geliefert werden.

Nächster Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Montag

Update, 19.3., 16.16 Uhr: Angesichts wieder stark steigender Corona-Neuinfektionen wird es in Nordrhein-Westfalen nach Worten von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ab Montag keine weiteren Lockerungen geben. „Es kann ab dem 22. März keine weiteren Öffnungen geben“, sagte Laschet am Freitag in einer Sondersitzung des Landtags. Am Montag wollen die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.

Laschet machte klar, dass die von Bund und Ländern vereinbarte Notbremse im Fall stark steigender Infektionszahlen in NRW landesweit angewendet werde. Das gesamte Land werde als Maßstab genommen. Wenn die Inzidenz landesweit mehr als drei Tage in Folge über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen liege, greife die „Notbremse“, die wieder strengere Lockdown-Regeln vorsieht.

Bund und Länder hatten Anfang März beschlossen, dass bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 an drei aufeinander folgenden Tagen in einem Bundesland oder einer Region automatisch wieder härtere Corona-Maßnahmen gelten.

Corona-Inzidenzwert in NRW steigt auf 96,4

Update, 19.3., 14.41 Uhr: Der Corona-Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen klettert weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Freitagmorgen 96,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aus. Am Donnerstag hatte die wichtige Kennziffer bei 92,1 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten 3474 Fälle von Neuinfektionen innerhalb eines Tages und 35 weitere Todesfälle.

Mittlerweile haben 21 Kreise und kreisfreie Städte in NRW bei der Sieben-Tage-Inzidenz die kritische Marke von 100 überschritten. Am höchsten war der Wert im Märkischen Kreis (188,7), gefolgt von Herne (160,4) und Wuppertal (143,3). Unter der Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern lagen nur Bielefeld (45,8) und Höxter (47,8).

Kreis Recklinghausen: Was passiert mit den ausgefallenen Impfterminen?

Update, 19.3., 9.24 Uhr: Was passiert mit den ausgefallenen Impfterminen im Kreis Recklinghausen? Rund 1.200 Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff konnten wegen des Impfstopps in dieser Woche im Recklinghäuser Impfzentrum nicht durchgeführt werden. Vor allem Donnerstag häuften sich die Ausfälle, da an diesem Tag überwiegend AstraZeneca verimpft werden sollte. Allein an diesem Tag fielen 750 Termine aus.

Mit Hochdruck arbeiten die Verantwortlichen im Augenblick daran, den Impfrückstand wieder aufzuholen. „Dazu stimmen wir gerade das Vorgehen ab“, berichtet Lena Heimers von der Pressestelle des Kreises. Das ist allerdings keine leichte Aufgabe: Impflieferungen, personelle Ressourcen und Termine müssen noch aufeinander abgestimmt werden. Die gute Nachricht: Der Kreis informiert in Kürze aktiv alle Betroffenen über mögliche Ausweichtermine und das weitere Vorgehen.

Update, 19.3. 6.42 Uhr: Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Impfungen mit AstraZeneca am Donnerstagabend, 18. März, wieder freigegeben. Vereinbarte Termine für die Impfung mit AstraZeneca finden im Impfzentrum des Kreises Recklinghausen ab Freitag, 19. März, wieder wie geplant statt. Mobile Impfungen mit AstraZeneca, also zum Beispiel Impfungen in Schulen, können trotz Zulassung an diesem Wochenende nicht stattfinden. Das Land benötigt für die Logistik einen Vorlauf von mehreren Tagen, um Impfstoff an die entsprechenden Orte zu transportieren. 

Update, 18.3., 20.15 Uhr: Die zunächst ausgesetzten Corona-Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca sollen in Deutschland wieder aufgenommen werden - aber mit einem neuen Warnhinweis. Ziel sei, dass an diesem Freitag wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag nach einem entsprechenden Votum der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und Beratungen mit den Ländern mit.

Update, 18.3., 18.37 Uhr: Die Bezirksregierung Münster hat das Willy-Brandt-Gymnasium (WBG) in Oer-Erkenschwick angewiesen, die Abiturienten wieder zurück an die Schule zu holen. Eigentlich hatte am Mittwoch (17.3.) die Schulleitung bekannt gegeben, dass die Schüler auf eigenen Wunsch und den ihrer Eltern ab sofort zu Hause weiterlernen - um wegen steigender Infektionszahlen, fehlender Tests und Impfungen das Abitur nicht zu gefährden. Aber nun ordnete die Behörde in Münster an, dass die 60 Abiturienten ab Freitag (19.3.) wieder am Präsenzunterricht in der Schule teilnehmen müssen.

Update, 18.3., 18.25 Uhr: Trotz steigender Corona-Zahlen will die Landesregierung die Kitas in Nordrhein-Westfalen bis Ostern grundsätzlich mit reduziertem Stundenangebot offen halten. Einen Notbetrieb, wie von der Stadt Duisburg gefordert, werde er nicht zulassen, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) im Familienausschuss des Landtags. „Einem Betretungsverbot mit Notbetreuung und Privilegierung einzelner Berufsgruppen werde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zustimmen.“ Kita-Kinder in NRW sollen nach Worten Stamps außerdem vorerst nicht flächendeckend auf das Coronavirus getestet werden.

Möglich sei in Duisburg als Schutzmaßnahme ein eingeschränkter Pandemiebetrieb, bei dem die Kitas grundsätzlich geöffnet blieben, schlug Stamp vor. Dabei werde an die Eltern appelliert, ihre Kinder möglichst zuhause zu betreuen. Dieses Modell, das landesweit bis Ende Februar galt, habe das Land jetzt auch wieder in Wuppertal erlaubt.

Steigende Corona-Zahlen: Duisburg will zurück zur Kita-Notbetreuung

Die Ruhrgebietsstadt Duisburg will dagegen in die Notbetreuung zurückgehen. Dann dürften nur noch Kinder, die besondere Bedarfe haben und Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen betreut werden. Es gebe ein abgestimmtes Verfahren mit dem Land, wenn die Wocheninzidenzen länger über 100 lägen, sagte Stamp. Erst am Mittwochnachmittag sei ein erster Vorschlag Duisburgs für den Kita-Bereich eingegangen.

Gebauer: Schulen keine Hotspots - Kritik an Dortmund

Update, 18.3., 12.04 Uhr: Schulministerin Yvonne Gebauer hält an der Öffnung der Schulen für alle Jahrgänge in NRW fest und hat Dortmunds Vorgehen scharf kritisiert. Schulen seien «nach wie vor keine Hotspots», betonte die FDP-Politikerin am Donnerstag in Düsseldorf.

Das Infektionsgeschehen dort sei «nicht überproportional». Keine einzige Schule habe geschlossen. Aktuell gebe es 1281 Schüler mit bestätigten Corona-Infektionen. Mitte November seien es mehr als 5000 positiv getestete Schüler gewesen. Von rund 2,5 Millionen Schülern in NRW besuchen der Ministerin zufolge aktuell 45,5 Prozent einen Präsenzunterricht.

Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Wechselunterricht in halbierter Klassenstärke zeigten ihre Wirkung, sagte Gebauer. Seit Montag sind alle Jahrgänge zumindest tageweise wieder in die Klassenräume zurückgekehrt. Es gebe ein geordnetes Verfahren für die Kommunen, die weitere Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung ergreifen wollten, unterstrich die Ministerin.

Gehe ein Antrag beim Gesundheitsministerium ein, der auch Schulschließung umfasse und gebe es dafür «gute Gründe», könne dieser auch positiv beschieden werden. Aber: «Schulschließungen alleine auf Zuruf oder per Twitter kann und wird es nicht geben», sagte sie in Richtung Dortmund.

Zum Verfahren stellte sie klar: Es müsse es über einige Tage hinweg eine Wocheninzidenz von über 100 - mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - geben. Dem Land sei ein Maßnahmenkatalog vorzulegen, der dann auch «einzelne Standorte oder tatsächlich alle Schulen» umfassen könne. Das Prozedere gelte auch für SPD-Hauptverwaltungsbeamte.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) hatte am Dienstag öffentlich angekündigt, dass er alle Schulen am Mittwoch schließen wolle. Das Gesundheitsministerium hatte abgelehnt und auch ein fehlendes Gesamtkonzept moniert. Ein Sprecher der Stadt Dortmund sagte am Donnerstag, es werde derzeit ein erneuter Vorstoß erarbeitet, um die Schulen «spätestens» Montag schließen zu dürfen. Auch Duisburg will die Schulen dichtmachen. Hinzu kam am Donnerstag die Stadt Wuppertal, die schnell wieder voll auf Distanzlernen umschwenken will.

Am Dienstag seien die ersten 300 000 von 1,8 Millionen Selbsttests an die weiterführenden Schulen ausgeliefert worden, berichtete die Ministerin. Das Testen sei eine große Herausforderung für Lehrer, die Überwachung auch nicht «originäre Tätigkeit» von Lehrern, das Ganze aber der Situation geschuldet.

Wie viele Anträge auf Schulschließungen bisher aus Kreisen und Städten im Gesundheitsministerium eingingen, konnte Gebauer nicht sagen. Eltern-, Lehrer- und Schülerverbände kritisieren das Festhalten an der Schulrückkehr ebenfalls als zu riskant, auch mit Blick auf die besonders ansteckende Virusmutation B.1.1.7.

Pandemie lässt Appetit auf Süßwaren steigen

Update, 18.3., 10.11 Uhr: Hunger auf Schokolade & Co. in der Pandemie gestiegen: Im Kreis Recklinghausen wurden im vergangenen Jahr rein rechnerisch rund 20.500 Tonnen Süßwaren gegessen – davon allein 5.800 Tonnen Schokoladenwaren, 3.400 Tonnen Knabberartikel und 2.700 Tonnen Speiseeis. Diese Zahlen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ermittelt.

Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie stieg der Verbrauch süßer und salziger Snacks im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf durchschnittlich 33,4 Kilo pro Kopf. Die Gewerkschaft fordert, die Beschäftigten in der Herstellung an den steigenden Umsätzen der Branche zu beteiligen. Im April beginnt die Tarifrunde für die Süßwarenindustrie in Nordrhein-Westfalen

Landrat Bodo Klimpel (CDU) spricht von „nicht haltbaren Gerüchten“

Update, 18.3., 8.51 Uhr: Wird im Recklinghäuser Impfzentrum am Ende des Tages Impfstoff vernichtet? Die Behauptung eines Beschäftigten der Feuerwehr-Kreisleitstelle hat die Kreisverwaltung stark unter Druck gesetzt und auch unsere Leser zu vielen kritischen Kommentaren veranlasst. Bei einem Pressetermin im Impfzentrum weist Landrat Bodo Klimpel (CDU) die Vorwürfe am Mittwoch zurück. Er spricht von „nicht haltbaren Gerüchten“.

Astrazeneca: EU-Arzneimittelbehörde EMA will Bewertung abgeben

Update, 18.3., 8.43 Uhr: Wie geht es weiter mit dem in Deutschland gestoppten Corona-Impfstoff von Astrazeneca? Die entscheidende Bewertung für Europa will heute die EU-Arzneimittelbehörde EMA abgeben - einen Tag vor dem deutschen Impfgipfel. Deutschland und andere EU-Länder hatten die Nutzung des Astrazeneca-Impfstoffs vorerst gestoppt. Hintergrund sind Meldungen von Blutgerinnseln in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen.

Nordrhein-Westfalen wechselt bei Impftermin-Plattform den Anbieter

Update, 17.3., 20.20 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen wechselt bei der Buchungsplattform für Corona-Impfungen den technischen Anbieter. Eine bislang zuständige Tochterfirma der Kassenärztlichen Bundesvereinigung soll Ende März von einer Firma der Telekom abgelöst werden. Das NRW-Gesundheitsministerium bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht . Am Zugang ändere sich nichts: Die Nutzer kämen weiterhin über die 116 117 zum Buchungsportal, die Internetadresse bleibe ebenfalls unverändert, hieß es in dem Bericht. Der Anmeldevorgang solle aber einfacher und komfortabler werden.

Laumann: Derzeit keine Impfungen bei großen Berufsgruppen möglich

Update, 17.3., 17.00 Uhr: Die Impfaktion bei den großen Berufsgruppen der Kita-Erzieher, Lehrer und Polizisten kann durch den Impfstopp bei Astrazeneca derzeit vorerst nicht fortgesetzt werden. Das Impfen der Berufsgruppen habe man in NRW durch das bundesweite Aussetzen bei diesem Impfstoff im Wesentlichen einstellen müssen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages. Der Impfstoff von Biontech werde für die Impfungen der über 80-Jährigen benötigt, die Termine haben. Die Impfaktion bei den Berufsgruppen sei in NRW sehr gut mit ungefähr bis zu 45 000 bis 50 000 Impfungen am Tag angelaufen, erklärte Laumann. Wäre der Stopp nicht gekommen, wären alle Bestände des NRW-Zentrallagers an Astrazeneca Ende der Woche aufgebraucht gewesen. Laumann geht davon aus, dass noch in dieser Woche eine Entscheidung zu Astrazeneca durch die Europäische Arzneimittelbehörde fallen kann.

Regierung will weiter Impfangebot für alle bis Ende des Sommers

Update, 17.3., 16.58 Uhr: Die Bundesregierung hält an ihrem Versprechen fest, dass jede und jeder Erwachsene in Deutschland bis zum Ende des Sommers das Angebot einer Corona-Impfung erhalten soll. Das sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Diese Ankündigung hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehrfach gemacht. Momentan sei rund jeder zehnte Erwachsene geimpft, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einem Video mit ausgesuchten Fragen aus der Bevölkerung.

Update, 17.3., 16.02 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt vorerst weiter den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. «Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen», teilte die Organisation am Mittwoch in Genf mit. Astrazeneca ist der bislang wichtigste Impfstoff, auf den auch die gemeinsame Impfinitiative Covax unter dem Dach der WHO setzt. Sie hilft dabei, Länder in aller Welt mit Impfstoff zu versorgen. Deutschland und zahlreiche andere Staaten haben die Impfung mit dem Astrazeneca-Stoff vorerst ausgesetzt, weil mehrere Fälle mit Thrombosen (Blutgerinnseln) in den Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung gemeldet wurden. Die WHO betont jetzt, dass eine Impfung gegen Covid-19 keine Krankheiten oder Todesfälle durch andere Ursachen reduziere. Thrombosen (Blutgerinnsel) passierten häufig. «Venöse Thromboembolien gehören zu den häufigsten Herz-Kreislauferkrankungen weltweit», so die WHO.

Update, 17.3., 9.11 Uhr: Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hat das Festhalten des Landes an der Rückkehr aller Jahrgänge an die Schulen als zu riskant kritisiert. Die Ausgabe des Astrazeneca-Impfstoffs zu stoppen und gleichzeitig die Schulen zu öffnen, sei „nicht nachvollziehbar“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im WDR-Morgenecho.

Die ansteckendere B.1.1.7-Variante des Coronavirus habe das Ruder im Infektionsgeschehen übernommen. „Wir sehen jetzt: Kinder sind das größte Ansteckungsrisiko“, sagte Westphal. Deshalb habe die Stadt Dortmund beim Land beantragt, ihre Schulen alle sofort schließen zu dürfen. Das war am Dienstag abgelehnt worden.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD), hier vor dem Rathaus, wollte die Schulen in seiner Stadt wieder schließen. Das Land NRW hat das jedoch abgelehnt.

Unterdessen verteidigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die ablehnende Haltung der Landesregierung zum Thema Schulschließungen. Der Grundsatz laute, dass Unterricht in den Klassenräumen in Präsenz stattfinden solle, soweit das vertretbar sei, sagte der CDU-Politiker im WDR. Viele Kinder und Jugendliche seien seit Dezember nicht mehr in den Schulen gewesen. Die zumindest tageweise Rückkehr in den Präsenzunterricht für alle Jahrgänge seit diesem Montag im Wechselmodus bleibe richtig. Präsenzunterricht sei aber „natürlich keine Ideologie“.

Sieben-Tage-Inzidenz in ganz NRW steigt erneut an - 39 weitere Todesopfer

Update, 17.3., 8.41 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz als wichtige Kennziffer für Corona-Neuinfektionen nimmt in Nordrhein-Westfalen weiter zu. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Mittwochmorgen 85,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aus. Am Dienstag war ein Wert von 82,9 gemeldet worden, am Montag hatte er bei 81,2 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten mit 2808 Neuinfektionen binnen eines Tages deutlich mehr Fälle als für Dienstag (1256 Fälle). Im Zusammenhang mit dem Virus wurden 39 weitere Todesfälle registriert.

In NRW liegen aktuell 14 Kreise und kreisfreie Städte über der Schwelle von 100. Spitzenreiter sind Herne und der Märkische Kreis, beide mit einer Inzidenz von 158,5. Besonders hohe Neuinfektionswerte wurden auch für den Kreis Düren (131,5), Wuppertal (123,6) und Duisburg (122,1) gemeldet. 

1228 aktuelle Corona-Fälle im Kreis Recklinghausen

Update, 17.3., 7.07 Uhr: Der Kreis Recklinghausen vermeldet am Mittwochmorgen ein weiteres Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 - eine 81-jährige Frau aus Herten. Außerdem gibt es nach Angaben der Kreisverwaltung wieder mehr aktuelle Fälle. Die Zahl ist seit Dienstag um 42 auf nunmehr 1228 gestiegen.

Dagegen veränderte sich die Sieben-Tage-Inzidenz nur leicht (von 82,2 auf 82,4). Hotspots im Kreisgebiet sind weiterhin Oer-Erkenschwick mit einer Inzidenz von 140,0 und Gladbeck (120,4).

Impfgipfel mit Merkel verschoben - Neuer Termin wohl am Freitag

Update, 16.3., 20.54 Uhr: Der kurzfristig abgesagte Impfgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird wohl noch in dieser Woche nachgeholt. Die Telefonkonferenz mit den Regierungschefs der Bundesländer werde zeitnah stattfinden - «möglicherweise schon am Freitag», sagte ein Regierungssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dann dürfte auch die Einschätzung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zur Sicherheit des Impfstoffs von Astrazeneca vorliegen.

Wegen möglicher Gesundheitsrisiken sind Impfungen mit dem Astrazeneca-Stoff in Deutschland seit Montag ausgesetzt. Dies hatte auch zur Absage des eigentlich für diesen Mittwoch geplanten Impfgipfels geführt. Die Vertagung - zunächst sogar ohne neuen Termin - hatte bei der Opposition für Empörung gesorgt.

Bei den Bund-Länder-Beratungen soll es vor allem um die Frage gehen, wann auch Hausärzte auf breiter Front mitimpfen. Ursprünglich war dies spätestens für die Woche nach dem 19. April vorgesehen - dies ist nun aber ungewiss.

Laumann: Keine Impfungen derzeit bei Erziehern und Lehrern möglich

Update, 16.3., 19.54 Uhr: Nach dem Astrazeneca-Impfstopp sind derzeit nach Angaben der Landesregierung keine Impfungen bei der großen Gruppe der Kita-Erzieherinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen möglich. Solange man nicht wisse, wie es mit Astrazeneca weitergeht und welche Mengen des Biontech-Impfstoffs im April genau zur Verfügung stünden, könne man derzeit die mit Astrazeneca vorgesehenen Impfungen bei Kita-Erziehern und Lehrer nicht machen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf.

Bei der Frage der Zweitimpfungen mit Astrazeneca könne er ganz beruhigt sein. Der Punkt komme in Nordrhein-Westfalen frühestens Ende April. Der Abstand zur Erstimpfung betrage bei den Impfungen mit Astrazeneca zwölf Wochen, es wäre auch nicht schlimm, wenn es 13 Wochen wären, erläuterte der Gesundheitsminister. «So dass wir zurzeit einfach noch Zeit haben, dass das geklärt wird.» Das Paul-Ehrlich-Institut werde sicherlich dafür eine klare Antwort haben, wie damit umzugehen ist.

Vier Fälle der südafrikanischen Virusvariante im Kreisgebiet festgestellt

Update, 16.3., 17.17 Uhr: Nach der sogenannten britischen Variante sind im Kreis Recklinghausen nun auch vier Fälle der Corona-Mutation B 1.351 festgestellt worden, die zuerst in Südafrika aufgetreten war. Drei Fälle wurden bisher in Herten nachgewiesen, einer in Castrop-Rauxel, teilt die Kreisverwaltung mit.

Festgestellt wurden die Fälle bei intensiveren Untersuchungen. Wie es zu der Ansteckung mit der Virus-Mutation kam, ist unklar. Die infizierten Personen befinden sich in Quarantäne.

Bislang geht die Wissenschaft davon aus, dass die sogenannte südafrikanische Virusvariante keine schwereren Krankheitsverläufe als der ursprüngliche Virus auslöst. Sie gilt aber als ansteckender.

Das Gesundheitsamt ordnet darüber hinaus in allen Fällen, bei denen es einen Anfangsverdacht für das Vorliegen einer Virusvariante gibt, sogenannte Virus-Typisierungen an. In diesen Fällen untersucht das Labor einen positiven PCR-Test gezielt auf die bereits bekannten britischen, brasilianischen und südafrikanischen Varianten.

Update, 16.3., 16.06 Uhr: Nach dem AstraZeneca-Impfstopp soll in NRW zusätzlicher Impfstoff aus der Reserve genommen werden, der bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna gebildet worden ist. „Meine Antwort ist, wir müssen das Tempo beim Impfen beschleunigen“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) soeben auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Bisher wurden bei Biontech und Moderna rund 50 Prozent der Dosen zurückgelegt. Daraus sollen 150.000 Dosen entnommen werden. Laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sollen sie Eingliederungseinrichtungen und über 80-Jährigen zugutekommen.

Dem Vorstoß aus Dortmund, alle Schulen angesichts der Infektionslage wieder zu schließen, erteilte Laumann eine klare Absage: „Mein Ministerium wird das zurückweisen. Die Schüler werden ab morgen in Dortmund wieder in die Schulen gehen“, sagte der Gesundheitsminister.  Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 71,2 Neuinfektionen unter 100.000 Einwohnern binnen einer Woche in Dortmund kämen Schulschließungen nicht infrage. Laumann kritisierte, dass der Stadt offenbar keine anderen Maßnahmen einfielen. Die wichtige Kennziffer der Wocheninzidenz steigt landesweit und lag laut Robert Koch-Institut am Dienstag in NRW bei 82,9.

Update, 16.3., 15.30 Uhr: Die drittgrößte NRW-Stadt Dortmund will alle Schulen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und dem AstraZeneca-Impfstoffstopp am Mittwoch schließen. „Wir sind der festen Überzeugung, dass es in diesem Moment überhaupt keinen Sinn macht, die Schulen zu öffnen. Deswegen haben wir den dringenden Appell an die Schulministerin, die Schulöffnung und das Hochfahren des Präsenzunterrichts sofort zu beenden“, sagte Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Verwaltungsvorstandes.

Die Stadt habe gegenüber dem NRW-Gesundheitsministerium angezeigt, dass Dortmund beabsichtige, die Schulen ab Mittwoch zu schließen. „Jetzt warten wir mal auf die Antwort“, sagte Westphal. Höre man nichts, setzte man den Plan um. Das gelte für alle Schulen, auch für die Grundschulen. Ausnahmen solle es geben für Abschlussklassen und Notfallbetreuung. Aus Sicht der Stadt ist das Öffnungskonzept der Schulen geknüpft an Impfungen und Tests, erklärte der SPD-Politiker. Seit Bekanntgabe des vorläufigen Impfstopps von AstraZeneca fehle die Geschäftsgrundlage für diesen Gesamtplan von „Impfen, Testen, Öffnen“. Man habe die Lehrer mit AstraZeneca impfen wollen, das sei jetzt unmöglich.

AstraZeneca-Impfstopp: Kreis Recklinghausen wartet auf Entscheidung der EMA

Update, 16.3., 13.41 Uhr: Was passiert nach der Absage meines Impftermins? Diese Frage stellen sich momentan auch im Kreis Recklinghausen sicher viele Menschen, die in den nächsten Tagen eine AstraZeneca-Dosis erhalten sollten. Nach dem Impfstopp des Präparats des britisch-schwedischen Herstellers kann die Kreisverwaltung aber leider noch keine genaue Aussage darüber treffen, wie es nun für die Betroffenen weitergeht. „Auch wir müssen zunächst auf eine endgültige Entscheidung des Paul-Ehrlich-Institutes und der Europäischen Arzneimittelbehörde warten“, erklärt Kreis-Sprecherin Lena Heimers dazu auf Nachfrage von 24VEST. An diesem Donnerstag will die EMA in einer Sondersitzung über das Für und Wider eines erneuten Einsatzes des AstraZeneca-Impfstoffes in der Europäischen Union diskutieren.

Eine konkrete Nachricht hat Lena Heimers trotzdem bereits: Denn das Impfzentrum in Recklinghausen, in dem am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch jeweils noch rund 1000 Impfungen für Menschen im Alter von über 80 Jahren mit dem Vakzin von BioNTech stattfinden, bleibt am Donnerstag (18.3.) komplett geschlossen.

„Dann hätten dort fast ausschließlich Impfungen von mit dem AstraZeneca-Präparat stattgefunden“, begründet sie die Entscheidung. Hintergrund: An Donnerstagen wird im Impfzentrum hauptsächlich Personal von priorisierten Berufsgruppen geimpft, und diese erhielten bisher den AstraZeneca-Impfstoff.

Impfzentrum: Einige Personen über 80 Jahren ebenfalls von Schließung betroffen

Betroffen von der Schließung des Impfzentrums am Donnerstag sind außerdem wenige Personen über 80 Jahren, die einen Termin für die Impfung mit BioNtech vereinbart hatten. Diese werden kontaktiert und bekommen einen zeitnahen Alternativtermin. An allen anderen Tagen finden die Impfungen der Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren wie vereinbart statt.

„Leider können wir im Moment nur Tag für Tag mitteilen, ob Termine stattfinden können oder ob wir sie absagen müssen. Wir hoffen, dass es bald mehr Klarheit geben wird, wie lange der Impfstoff von AstraZeneca ausgesetzt werden soll“, sagt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums.  

Impfzentrum in Recklinghausen: Das passiert mit den ungenutzten Impf-Dosen

Zumindest müssten alle ungenutzten Impf-Dosen nicht vernichtet werden, stellt Kreis-Sprecherin Lena Heimers klar. „Denn der Impfstoff ist im Kühlschrank bis zu sechs Monate haltbar. Er bleibt also dort gelagert, bis endgültig klar ist, was in Sachen AstraZeneca geschieht.“

Update, 16.3., 12.10 Uhr: Die weiterführenden Schulen sollen ab diesem Dienstag die ersten von 1,8 Millionen Selbsttests erhalten, die bis zu den Osterferien vom Land bereitgestellt werden. Für die Schüler ist bis zum Beginn der Osterferien am 29. März zunächst allerdings nur ein einziger Corona-Selbsttest pro Kopf vorgesehen. Das hatte das Schulministerium in Düsseldorf am Montag mitgeteilt. Das schulische Personal soll demnach die Durchführung der freiwilligen Selbsttests beaufsichtigen.

Was passiert bei einem positiven Corona-Selbsttest mit betroffenen Schülern?

„Die Selbsttests sollen nach Vorankündigung der Schule grundsätzlich bei Unterrichtsbeginn im Klassen- oder Kursverband durchgeführt werden“, erläuterte Schul-Staatssekretär Mathias Richter in einer Schul-Mail. Auf saubere Hände und gelüftete Räume sei dabei besonders zu achten. Bei einem positiven Schnelltest solle die Schulleitung die Eltern beziehungsweise Ausbildungsbetriebe oder sozialpädagogischen Einrichtungen informieren und entscheiden, ob der betroffene Schüler nach Hause geschickt oder aus der Schule abgeholt werden muss. Busse und Bahnen sollen für die Heimfahrt keinesfalls genutzt werden.

Die weitere Schulöffnung in der dritten Corona-Welle ohne die angekündigten Selbsttests für Schüler vom ersten Tag an sorgte für heftige Kritik. Die Gewerkschaft GEW wirft der Landesregierung vor, ihre Hausaufgaben nicht gemacht zu haben. Auch die SPD-Opposition sieht Versäumnisse. Die Landeselternschaft der Gymnasien fordert Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auf, das Schulthema wegen einer offenbar nicht gut funktionieren Zusammenarbeit der Ministerien für Schulen und Gesundheit zur Chefsache zu machen. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) betonte, die Schulen würden vorrangig mit Tests versorgt und bekämen so noch mehr Sicherheit für den Unterricht.

Biontech liefert 10 Millionen Dosen früher an die EU

Update, 16.3., 12.02 Uhr: Die Europäische Union kann vom Hersteller Biontech/Pfizer kurzfristig im zweiten Quartal weitere 10 Millionen Dosen Corona-Impfstoff bekommen. Damit seien allein von diesem Hersteller für die Zeit von April bis Juni insgesamt 200 Millionen Impfdosen für die 27 EU-Staaten zu erwarten, teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag in Brüssel mit. „Ich weiß, wie wichtig das zweite Quartal für die Impfstrategien der Mitgliedstaaten ist“, erklärte von der Leyen. „Diese vorgezogenen 10 Millionen Dosen werden die Gesamtzahl der Dosen von Biontech/Pfizer auf mehr als 200 Millionen bringen. Das ist eine gute Nachricht. Es gibt den Mitgliedsstaaten Spielraum, um mögliche Lücken bei den Lieferungen zu stopfen.“

Die EU-Kommission hatte zwei Verträge mit Biontech/Pfizer abgeschlossen: einen über bis zu 300 Millionen Dosen im vergangenen Jahr; und einen weiteren über 200 Millionen Dosen mit der Option auf noch einmal 100 Millionen Anfang dieses Jahres. Diese Option auf 100 Millionen solle nun gezogen werden, hieß es aus der EU-Kommission. Das Unternehmen habe sich bereit erklärt, daraus 10 Millionen Dosen vorzuziehen, die sonst erst im dritten oder vierten Quartal bereit gestanden hätten.

Mit dpa-Material

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Weiterführende Informationen und Links

Wenn Sie mehr über die Entwicklung im Kreis Recklinghausen lesen möchten, finden Sie in unseren ersten, bereits abgeschlossenen Blogs zum Coronavirus im Kreis Recklinghausen, viele Informationen und weiterführende Links.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Rückschlag für Impfkampagne - 2605 aktuell Infizierte - Acht weitere Tote - Regierung bringt Bundes-Notbremse auf den Weg
Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Rückschlag für Impfkampagne - 2605 aktuell Infizierte - Acht weitere Tote - Regierung bringt Bundes-Notbremse auf den Weg
Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Rückschlag für Impfkampagne - 2605 aktuell Infizierte - Acht weitere Tote - Regierung bringt Bundes-Notbremse auf den Weg
Corona-Sonderregeln in NRW-Stadt: Ganze Branche ist wütend wegen Corona-Tests
Corona-Sonderregeln in NRW-Stadt: Ganze Branche ist wütend wegen Corona-Tests
Corona-Sonderregeln in NRW-Stadt: Ganze Branche ist wütend wegen Corona-Tests
Kita-Baustelle wird zum Drogen-Treffpunkt, Auto geht nach Unfall in Flammen auf, Wasserrohrbruch im Bürgerbad, Mordversuch mit dem Auto?
Kita-Baustelle wird zum Drogen-Treffpunkt, Auto geht nach Unfall in Flammen auf, Wasserrohrbruch im Bürgerbad, Mordversuch mit dem Auto?
Kita-Baustelle wird zum Drogen-Treffpunkt, Auto geht nach Unfall in Flammen auf, Wasserrohrbruch im Bürgerbad, Mordversuch mit dem Auto?
Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Mehr aktuelle Fälle als an Weihnachten - 171 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - Inzidenz steigt, Zahl der Intensivbetten sinkt
Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Mehr aktuelle Fälle als an Weihnachten - 171 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - Inzidenz steigt, Zahl der Intensivbetten sinkt
Coronavirus im Kreis Recklinghausen: Mehr aktuelle Fälle als an Weihnachten - 171 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - Inzidenz steigt, Zahl der Intensivbetten sinkt
Nach Auseinandersetzung mit der Mutter: 17-Jährige wird vermisst
Nach Auseinandersetzung mit der Mutter: 17-Jährige wird vermisst
Nach Auseinandersetzung mit der Mutter: 17-Jährige wird vermisst

Kommentare