Datenleck

Dortmunds Bundestagsabgeordnete sind von Hackerangriff nicht betroffen, aber besorgt

Dortmunder sind zwar nicht von dem jüngsten Hackerangriff auf Politiker und Prominente betroffen, doch heimische Bundestagsabgeordnete sind dennoch besorgt.

Seit Oktober 2018 sollen massenhaft teils sensible Daten von Politikern - vor allem aus dem Bundestag -, Parteien und Prominenten gehackt und ins Netz gestellt worden sein. Dortmunder sind zwar nicht betroffen, machen sich aber dennoch ihre Gedanken.

"Seit gestern weiß ich durch die parlamentarische Geschäftsführung von dem Hackerangriff", sagt der Dortmunder Bundestagsabgeordnete der Grünen, Markus Kurth am Freitag. "Ich habe kein schlechtes Gewissen und keine Daten gespeichert, die mich kompromittieren könnten." Auch wenn er selbst nicht betroffen sei, seien private Kreditkarten-Abrechnungen, die im Netz einsehbar sind, schon ärgerlich.

Über Möglichkeit eines Datenlecks bewusst

Er halte es für "bedenklich, wenn Hacken zum Volkssport wird", so Kurth. Zumal möglicherweise "durchgeknallte Leute" diese Daten nutzen könnten, "um damit irgendetwas anzustellen".

Dass so ein Datenklau möglich ist, dessen sei sie sich nach mehreren Gesprächen mit Kennern der Szene bewusst gewesen, sagt auch die Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann.

Die Barrieren so hoch setzen wie möglich

Ihr Arbeitsschwerpunkt ist Wirtschaft, Energie und Technologie. Immer wieder werde sie von der Wirtschaft zu der Frage angesprochen, wie man sich vor Cyber-Attacken schützen kann. "Experten sagen, man kann sich nicht schützen. Man kann versuchen, die Barrieren so hoch zu setzen wie möglich, aber 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht."

Die betroffenen SPD-Abgeordneten seien von der Fraktionsspitze nach dem Angriff darüber informiert worden, welche Vorkehrungen auf dem Privatcomputer getroffen werden können. Zum Glück sei sie kein Opfer des Hackerangriffs, "doch er sollte Anlass sein, darüber nachzudenken, was man so speichert."

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