Defensiver Stabilisator

Lukasz Piszczek will seine Karriere beim BVB beenden

MARBELLA - Er wurde in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst, jetzt ist Lukasz Piszczek zurück. Seit 2010 trägt der polnische Nationalspieler das BVB-Trikot - und das soll auch bis zum Karriereende so bleiben.

"Ich hoffe, dass ich meinen Vertrag bis 2019 erfüllen kann. Wenn dann die Gesundheit mitspielt und der BVB das möchte, dann können wir gern auch noch weitermachen", meinte Piszczek in einer Gesprächsrunde im Trainingslager in Marbella.

Wertvoller denn je

Seit 2010 schon schnürt der 32-jährige Pole die Fußballschuhe für die Borussia, er ist einer der dienstältesten Feldspieler im Kader und auf der Rechtsverteidiger-Position wertvoller denn je, wie die Erfolglosserie des BVB in er Hinrunde zeigte. Die begann, nachdem sich Piszczek im WM-Qualifikationsspiel Polens gegen Montenegro (4:2) eine Verletzung des Außenbandes im rechten Knie zugezogen hatte.

Piszczeks defensives Stellungsspiel und seine Erfahrung im Umschaltverhalten von Offensive auf Defensive vermisste der Klub, auch wenn der Pole schmunzelnd meinte: "Mein Ausfall war sicher nur ein Teil des Problems."

Traum von der WM drohte zu platzen

In den ersten Stunden nach seiner Verletzung bangte Piszczek auch um die Erfüllung eines Traums. Die Weltmeisterschaft in Russland steht im Sommer an, es wäre seine erste Teilnahme am wichtigsten Turnier der Welt, "und als ich auf die Diagnose gewartet habe, da war mir schon klar, dass es sehr schwierig werden würde, wenn ich unters Messer muss."

Diese Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Die Reha nach dem Teilriss des Außenbandes im rechten Knie konnte der Pole konservativ angehen. Und er hat sich bewusst Zeit gelassen. "Bei früheren Verletzungen", sagt Piszczek, "wollte ich immer wieder schnell zurück auf den Platz, musste dann aber feststellen, dass ich nicht helfen kann." Diesmal war der Zeitrahmen auch durch die kurze Pause über die Feiertage klar abgesteckt.

Wichtiges Puzzleteil

Piszczek fühlt sich wohl in Dortmund. Und der BVB weiß, was er an seinem Rechtsverteidiger hat. Gespräche über eine Vertragsverlängerung über 2019 hinaus habe es noch nicht gegeben, erklärte Piszczek, sie dürften alsbald folgen, wenn er wieder gesund auf dem Platz steht. Ob schon im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg, das sollen vor allem die beiden Testspiele in diesen Tagen in Spanien beantworten. "Wir sehen, wie es dort läuft, und dann werden wir das entscheiden."

Auch in der geheimen Einheit am Donnerstagvormittag habe der neue Trainer Peter Stöger viel Wert auf die Defensivarbeit gelegt, bestätigte Piszczek. Mit ihm ist ein wichtiges Puzzleteil für defensive Stabilität zurück.

"Es ist ein sehr schwieriger Job"

Was nach seiner aktiven Karriere kommen soll, darüber hat sich Lukasz Piszczek bislang nur lose Gedanken gemacht. Er hofft, gesund zu bleiben, "dann spiele ich gerne, so lange es mein Körper mitmacht." Den Trainer Lukasz Piszczek dürfte es eher nicht zu sehen geben. "Man muss schon als Spieler viele Dinge machen", meinte Piszczek grinsend, "als Trainer aber musst du das Ganze zusammenhalten. Es ist ein sehr schwieriger Job."

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