Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort (Symbolbild).
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Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort (Symbolbild).

Polizei hat Lage im Griff

Demo gegen rechten "Spaziergang" in Gelsenkirchen: Plötzlich tauchen Hooligans auf

In Gelsenkirchen wurde am Montagabend (17.2.) eine Demo gegen den "Spaziergang" des rechten Spektrums von mehreren Personen gestört. Die Polizei rechnet diese der Hooligan-Szene zu.

Gleich zwei Demonstrationen begleitete die Gelsenkirchener Polizei am Montagabend, 17. Februar, auf dem Bahnhofsvorplatz in der Altstadt von Gelsenkirchen. "Beide Versammlungen als solche verliefen friedlich und störungsfrei", bilanzierte die Polizei später. Straftaten und Ordnungswidrigkeiten mussten laut Polizei nicht verfolgt werden, zu Platzverweisen, Ingewahrsamnahmen oder Festnahmen kam es ebenfalls nicht.

Gegen 18.30 Uhr begann zunächst die Versammlung unter dem Motto "Spaziergang". Anmelder war ein Gelsenkirchener Bürger, der mit bis zu 40 Teilnehmern rechnete. Tatsächlich fand laut Polizei dann aber eine Standkundgebung mit "15 Teilnehmern aus dem rechten Spektrum" auf dem Bahnhofsvorplatz statt. Ähnliche Veranstaltungen der rechten Szene gibt es unter anderem in Herne.

Gelsenkirchen: Gegendemonstration von 200 Bürgern unterstützt

Bereits gegen 18 Uhr war eine Gegenkundgebung des linken und bürgerlichen Lagers ebenfalls auf dem Bahnhofsvorplatz gestartet. Anmelder dieser Versammlung war DIE PARTEI mit dem Thema "Rechte Bürgerwehren braucht niemand - wir haben die Polizei zur Durchsetzung geltender Rechte". Dahinter stand zudem das Aktionsbündnis gegen Rassismus. In der Spitze nahmen daran bis zu 200 Personen teil, berichtet die Polizei Gelsenkirchen.

Ein Redner der PARTEI fand deutliche Worte in Richtung der Rechten: "Lassen wir nicht zu, dass Neonazis unser ohnehin schon ekeliges Stadtbild noch mehr verschandeln." Ein Video von der Kundgebung ist auf dem Facebook-Auftritt der PARTEI Gelsenkirchen zu finden:

Während der Versammlungen bemerkten Einsatzkräfte der Polizei etwa 30 "augenscheinlich verbal aggressive Personen, die sich über die Ringstraße dem Bahnhofsvorplatz annäherten". Ziel der Gruppe war es offenbar, die Versammlungen zu stören und Versammlungsteilnehmer in eine Auseinandersetzung zu verwickeln. 

Polizei mit starkem Aufgebot an Kräften vor Ort

"Das Vorhaben konnte durch den frühzeitigen Einsatz starker Polizeikräfte verhindert werden", so die Polizei. Auch hier kam es zu keinem strafbaren Verhalten. Ermittlungen ergaben später, dass es sich bei den Störern um auswärtige Fußball-Hooligans gehandelt haben soll.

Die Neonazis in Dortmund bekommen bald eine Videokamera vor die Haustür. Damit macht die Polizei ihre Ankündigung wahr.

In Herten kamen mehr als 40 Aktive zum ersten Treffen eines Bündnisses, das sich in Herten klar gegen rechte Strömungen stellt.

Zwei Tankstellen wurden in Gelsenkirchen überfallen. Die Täter erbeuteten Bargeld.

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