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Demonstrationen in der Innenstadt

Hier wird am Samstag für Frieden und Flüchtlingshilfe demonstriert wird

Der Kirchentag ist willkommener Rahmen für politische Initiativen. Zwei nutzen ihn am Samstag, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Das macht sich auch im Straßenverkehr bemerkbar.

Der Einsatz für Flüchtlinge in Seenot im Mittelmeer war schon Thema einer großen Podiumsveranstaltung des Kirchentags in der Westfalenhalle. Und auch die Initiative Seebrücke macht mit ihrer Dortmunder Ortsgruppe auf die Nöte der Flüchtlinge aufmerksam.

Seit Freitag hat sie einen Aktionsstand auf dem Platz der Alten Synagoge. Ein Schlauchboot, das im Mittelmeer geborgen wurde, macht hier vor dem Opernhaus augenfällig auf das Thema aufmerksam.

Nebenan werden Transparente beschriftet - mit den Namen von im Mittelmeer Ertrunkenen. 4000 Daten liegen vor, erklärt Paul-Gerhard Stamm von der Initiative Seebrücke. Die Transparente sollen am Samstag in einem Trauermarsch zur Reinoldikirche getragen und dort angebracht werden.

Trauermarsch zur Reinoldikirche

Bereits für 17 Uhr ruft die Initiative Seebrücke für diesen Samstag (22.6.) zu einer Kundgebung auf dem Platz der Alte Synagoge unter dem Titel "Jeder Mensch hat einen Namen" auf. Daran schließt sich ab 18 Uhr der Trauermarsch an, der über den Südwall und Kleppingstraße geht. Das dürfte dann zeitweise auch zu Verkehrsbehinderungen auf dem Wall führen.

Menschenkette als Zeichen für den Frieden

Ähnliches gilt für eine Demonstration der Aktionsgemeinschaft "Dienst für den Frieden", die auch auf dem Kirchentag vertreten ist. Am Samstag will sie mit einer Menschenkette ein Zeichen für den Frieden setzen.

Sie soll sich zwischen 14 Uhr und 14.30 Uhr zwischen den Westfalenhallen und Stadtgarten schließen, mit Verlauf über Lindemannstraße, Wittekindstraße, Vinckeplatz, Kreuzstraße und Hohe Straße. Es wird zu kurzzeitigen Sperrungen kommen.

Auch die Stadt Dortmund bekräftigt zum Kirchentag noch einmal ihre Unterstützung für die Flüchtlingshilfe. Oberbürgermeister Ullrich Sierau gehört zu den Mitunterzeichnern eines offenen Briefes an Bundesinnenminister Horst Seehofer, in dem das Bündnis Städte Sicherer Häfen den Minister auffordert, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anzuweisen, eine Aufnahmezusage für die vom zivilen Seenotrettungsschiff Sea-Watch 3 geretteten Flüchtlinge zu erteilen.

Dortmund als "sicherer Hafen"

"Die Stadt Dortmund erklärt sich solidarisch mit dem Bündnis. Angesichts des Flüchtlingselends im Mittelmeer geht es um eine humane Aufnahmepolitik Deutschlands", sagte Sierau. Der Rat der Stadt Dortmund hatte sich am 23. Mai bereits mit der Initiative "Seebrücke - Schafft sichere Häfen" solidarisch erklärt. Danach ist Dortmund bereit, Flüchtlinge, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind, zusätzlich aufzunehmen.

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