Die Gefahr von Wildunfällen steigt während der Brunftzeit.
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Die Gefahr von Wildunfällen steigt während der Brunftzeit.

Unfallgefahr

Deutscher Jagdverband warnt Autofahrer vor erhöhter Wildunfallgefahr

  • Michael Wallkötter
    vonMichael Wallkötter
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  • Katharina Weber
    Katharina Weber
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Ab Mitte Juli beginnt für Rehe die Paarungszeit. Für Autofahrer ist in dieser Zeit auf den Straßen besondere Vorsicht geboten. Das sollten Sie beachten:

Region - Von Januar bis Mai hat die Recklinghäuser Polizei 266 Wildunfälle in ihrem Zuständigkeitsbereich (Kreis Recklinghausen und Bottrop) registriert. Doch diese Zahl könnte sich in den nächsten Wochen dramatisch erhöhen. Denn im Juli und August ist Paarungszeit für das Rehwild.

„Auch tagsüber folgt der Rehbock der Ricke seiner Begierde viele Kilometer und gönnt sich kaum eine Pause. Dabei queren die Tiere häufiger als sonst unsere Straßen“, sagt Petra Bauernfeind-Beckmann, Vorsitzende der Kreisjägerschaft Hubertus Recklinghausen. Es droht Unfallgefahr.

Die meisten Kollisionen gibt es mit Rehen

Wildunfälle machen etwa fünf Prozent aller Straßenverkehrsunfälle aus. Jedes Jahr meldet das Statistische Bundesamt mehr als 200.000 Wildunfälle, bei denen rund 2500 Menschen zu Schaden kommen. 10 bis 20 verunglücken dabei tödlich. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) kommt jedes Jahr mehr als eine Millionen Wildtiere bei Unfällen ums Leben. Die meisten Kollisionen gibt es mit Rehen. Unfälle mit Wildschweinen nehmen laut DJV jedoch weiter stark zu.

Das Land NRW gelte wegen seiner hohen Verkehrsdichte als besonderer Hotspot für Wildunfälle, sagte der Sprecher des Landesjagdverbandes NRW, Andreas Schneider.

Wildunfall: So verhalten Sie sich richtig

Vorausschauendes Fahren und erhöhtes Gefahrenbewusstsein helfen folgenschwere Wildunfälle zu vermeiden. Die Tiere überqueren besonders häufig in Waldabschnitten und an Feldrändern die Straßen. Und das vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden während der Dämmerung. Wichtig: Fuß vom Gas und immer bremsbereit sein!

Wildtiere können die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen und warten nicht am Fahrbahnrand, bis Sie vorbeigefahren sind. Auch, wenn das Tier Sie sieht, kann es trotzdem unmittelbar vor Ihrem Auto auf die Straße springen. Wenn Sie also ein Tier am Straßenrand entdecken, müssen Sie deutlich langsamer werden oder sogar ganz abbremsen. Schalten Sie das Fernlicht aus, um das Tier nicht zu blenden – dadurch bleibt es nämlich stehen. Hupen Sie zusätzlich, das verscheucht das Wild in den meisten Fällen. Hinweis: Wildtiere sind meist nicht allein unterwegs. Einem Tier könnten weitere folgen.

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