DFB-Pokal gegen Werder Bremen

Schalke will die letzte Europapokal-Chance nutzen

GELSENKIRCHEN - Als aktueller Vierzehnter kann Schalke am Mittwochabend (20.45 Uhr/ARD) mit einem Sieg gegen Werder Bremen in das DFB-Pokalhalbfinale einziehen - eine Chance auf eine Teilnahme am Europapokal bliebe bei einem Sieg also erhalten.

Huub Stevens ist ein Pragmatiker durch und durch. So schön die Erfolge in der Vergangenheit waren, der 65-Jährige ist zurzeit nur interessiert an der Gegenwart. Deshalb verschwendet Stevens auch keinen Gedanken daran, womöglich Spieler für den Abstiegskampf zu schonen.

Er wolle seinen Schützlingen „kein Alibi geben“, betonte der Schalker Jahrhunderttrainer, der deshalb die bestmögliche Mannschaft nominieren wird. Gut möglich, dass zunächst die elf Spieler auflaufen, die auch in Hannover in der Startformation standen. Denn Amine Harit, Daniel Caligiuri und Guido Burgstaller sind nach ihren Blessuren zwar wieder im Training, aber „noch im Aufbau“, so Stevens.

„Gas geben kann man immer!“

Burgstaller hat übrigens in einem Interview mit der „Sportzeitung“ aus Österreich Kritik an seinen Teamkollegen geübt. „Egal welche Tagesform man hat oder wie man drauf ist: Gas geben kann man immer! Das haben wir in den letzten Monaten definitiv nicht oft gemacht. Das hat mich geärgert“, so der 29-jährige.

Damit dürfte er auf einer Linie mit seinem Trainer liegen. Stevens warnte davor, die Tabellenlage nach dem ersten Sieg unter seiner Regie auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Situation ist immer noch nicht gut für uns. Deswegen wollen wir so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller. Aber jetzt steht der DFB-Pokal an. Da ist eine andere Spannung, die wichtig ist“, betonte er.

Besonders weil der Schalker Gegner in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel verloren hat. „Werder spielt eine sehr gute Saison. Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein, um eine Chance zu haben“, betonte der Schalker Coach.

Werder-Coach Florian Kohfeldt warnte seinerseits. „Wie Schalke in der Liga steht, spielt im DFB-Pokal keine Rolle“. Kohfeldt rechnet mit einem „sehr scharfen“ Gegner: „Es ist ein Endspiel. Eine Mannschaft wird lachen, eine Mannschaft wird weinen. Wir wollen am Ende lachen.

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