DFB-Urteil

BVB-Kapitän Marco Reus für zwei Spiele gesperrt - Saison-Aus für Rechtsverteidiger Wolf

Dortmund - Marco Reus ist vom DFB nach seiner Roten Karte im Derby für zwei Spiele gesperrt worden. Am 34. Spieltag darf er dem BVB wieder helfen. Marius Wolf kann seinen Sommerurlaub planen.

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss zwei Spiele auf Marco Reus verzichten. Das hat das DFB-Sportgericht am Montag entschieden. Reus darf damit beim Saisonfinale in Mönchengladbach wieder mitwirken. Marius Wolf hingegen kann seinen Sommerurlaub planen. Der Rechtsverteidiger ist vom DFB für drei Spiele gesperrt worden. Borussia Dortmund hat die beiden Urteile akzeptiert, sie sind damit rechtskräftig.

Hans E. Lorenz, der als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts die Einzelrichterurteile fällte, sagt dazu: "Die vom äußeren Geschehensablauf ähnlichen Fälle unterscheiden sich darin, dass der Spieler Marco Reus den Ball spielen wollte. Der Einsatz des Spielers Marius Wolf hingegen erfolgte nicht ballorientiert. Er hatte keine Chance, mit seinem Tackling den Ball zu erreichen."

Reus zeigt sich einsichtig

BVB-Kapitän Reus war gegen Schalke in der 60. Minute vom Platz geflogen. Er hatte den Schalker Suat Serdar von hinten mit der offenen Sohle erwischt. "Wir brauchen nicht darüber reden, dass es eine Rote Karte war. Ich komme einen Schritt zu spät und treffe ihn an der Achillessehne", zeigte sich der 29-Jährige nach der ersten Roten Karte seiner Karriere einsichtig.

Unerklärlich: Nur fünf Minuten später eiferte Marius Wolf seinem Kapitän nach und räumte Serdar ebenfalls von hinten mit einem bösen Foul gegen das Sprunggelenk ab. Auch er wurde folgerichtig vom Platz gestellt.

Personalprobleme im Saisonendspurt

Im Kampf um die Meisterschaft steht der BVB damit im Saisonendspurt vor Problemen. Marco Reus spielt seine stärkste Saison im BVB-Trikot, erzielte bislang 16 Saisontore, legte elf Treffer auf - und wird in den kommenden Spielen in der Dortmunder Offensivabteilung schmerzlich vermisst werden.

Die Sperre für Marius Wolf vergrößert derweil erneut die ohnehin schon angespannte Personallage auf der Rechtsverteidiger-Position. Achraf Hakimi (Mittelfußbruch) kehrt erst zur kommenden Saison zurück auf den Platz, Lukasz Piszczek laboriert seit Wochen an Fersenproblemen.

Hoffen auf eine schnelle Piszczek-Rückkehr

Zuletzt hatte der Pole bereits wieder mit der Mannschaft trainiert, das Derby gegen Schalke kam für ihn aber zu früh. Er stand nicht im Kader. Nun hofft man beim BVB auf eine schnelle, vollständige Genesung des Routiniers. Ansonsten muss Lucien Favre wohl erneut improvisieren - und Abwehr-Chef Manuel Akanji zum wiederholten Male aus der Innernverteidigung reißen, um ihn als Rechtsverteidiger aufzubieten.

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