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Die Hauptmensa der TU Dortmund. Hier gibt es seit kurzem einen Sicherheitsdienst, der Taschendiebstähle verhindern soll.

Diebesbanden

TU Dortmund: Sicherheitsdienst in Mensa unterwegs

DORTMUND - Studierende an der TU Dortmund essen seit dieser Woche unter den wachsamen Augen von Sicherheitsleuten. Das Studentenwerk will durch den Einsatz von Wachleuten in der Mensa und in Cafeterien für mehr Sicherheit sorgen. In letzter Zeit ist die Zahl der Diebstähle drastisch gestiegen, auch durch organisierte Banden. Weitere Sicherheitsvorkehrungen sind bereits in Planung.

Bis zu vier Diebstahlmeldungen pro Tag registriert das Studentenwerk als Betreiber der Gastronomie an der Uni. "Die tatsächliche Zahl könnte sogar noch höher liegen", sagt Sprecherin Petra Mikolajetz. Nicht jeder melde sich, wenn ihm Geldbörse, Smartphone oder Laptop gestohlen wird. Zum Vergleich: In den Semestern zuvor lagen die Meldungen durchschnittlich bei ca. ein bis zwei Diebstählen pro Woche. Außerdem spricht das Studentenwerk von organisierten Diebesbanden, die in großem Stil Essen und Getränke aus der Mensa stehlen.

Die Polizei kann zu Diebstahl-Meldungen an der Uni keine Zahlen vorlegen, bestätigt aber die besondere Gefährdung. "Überall, wo Menschenansammlungen sind und Taschen oder Jacken sorglos abgelegt werden, registrieren wir vermehrt Diebstähle", sagt Polizei-Sprecherin Amanda Kolbe. Das gelte besonders auch für Unipartys, wo junge, sorglose Menschen meinen, unter Ihresgleichen zu sein. "Da werden ohne Ende Handys und Geldbörsen gezockt."

Mehr Sicherheit gefragt

Vier ausgebildete Sicherheitskräfte sind in der Hauptmensa, in der Galerie und der Food Fakultät auf dem Campus Nord im Einsatz. "Wir können es unserem Personal nicht zumuten, selbst gegen mögliche Diebe vorzugehen", so Studentenwerk-Sprecherin Mikolajetz. Man habe wegen des starken Anstiegs der Diebstahlfälle reagieren müssen, um für mehr Sicherheit in der TU-Gastronomie zu sorgen.

Die Sicherheitskräfte werden in einer Testphase in dieser und in der nächsten Woche zu unterschiedlichen Zeiten eingesetzt. Mikolajetz: "Nach dieser Testphase werden wir überprüfen, ob die Meldungen über Diebstähle zurückgegangen sind." Seit Mittwoch arbeitet das Sicherheitspersonal in Zivil – ähnlich einem Kaufhausdetektiv im Einzelhandel.

Für eine ungestörte Pause

"Mit diesen Maßnahmen möchten wir nicht den Eindruck von generellem Misstrauen erwecken, vielmehr sollen sie dazu beitragen, gezielt Diebstähle einzudämmen. Unseren Gästen möchten wir eine ungestörte Pause ermöglichen und ihnen das Gefühl geben, dass sie sich in unseren Betrieben sicher fühlen können", betont Petra Mikolajetz. Die Rückmeldungen zu den neuen "Bewachern" seien bislang positiv.

Das Studentenwerk macht zusätzlich und auf Plakaten auf die Langfinger aufmerksam und gibt Tipps, wie man sich vor möglichen Diebstählen schützen kann.

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