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Ein 27-Jähriger aus Kamen steht vor dem Landgericht Dortmund.

Prozessauftakt vor dem Dortmunder Landgericht

27-Jähriger gesteht: "Irgendwann wurde ich gierig und wollte mehr"

Der Täter aus Kamen hatte sein Opfer bei den Treffen der Zeugen Jehovas kennengelernt  und lockte ihn schließlich zu sich nach Hause.

Mit einem schonungslosen Geständnis hat am Dienstag am Dortmunder Landgericht ein Missbrauchs-Prozess gegen einen Mann aus Kamen begonnen. Der 27-Jährige gab eine ganze Serie von sexuellen Übergriffen auf einen zwölfjährigen Jungen zu. „Ich hatte mich vollkommen in den Jungen verschossen“, gestand der Angeklagte zum Prozessauftakt vor der 31. Jugendschutzkammer. 

"Ich habe seine Neugier genutzt"

Der Angeklagte kannte den Jungen und seine Mutter bereits seit einigen Jahren von den wöchentlichen Treffen bei den Zeugen Jehovas. Ab April 2017 habe er sich regelmäßig mit dem Jungen bei sich zu Hause in Kamen getroffen. Von Mal zu Mal habe er sich dann dem Jungen sexuell genähert, von Mal zu Mal seien die Treffen intensiver geworden. „Irgendwann wurde ich gierig und wollte mehr. Ich habe seine Neugier ausgenutzt“, gab der 27-Jährige zu. 

27-Jähriger bereits exkommuniziert

Der Täter aus Kamen hatte sein Opfer bei den Treffen der Zeugen Jehovas kennengelernt. Einer der Sex-Übergriffe passierte laut Anklage auch am Rande eines Pkw-Ausflugs in ein Waldgebiet in Lünen. Die Zeugen Jehovas haben den 27-Jährigen nach eigenen Angaben nach Bekanntwerden der Missbrauchs-Vorwürfe sofort exkommuniziert. Urteil: voraussichtlich am 30. August.

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