Polizeikelle
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Einen 34-jährigen Belgier stoppte die Polizei in Dortmund - und das gleich zweimal.

Endstation Polizeigewahrsam

Dumm gelaufen: In Dortmund geht ein Belgier der Polizei gleich doppelt ins Netz

Dumm gelaufen: In Dortmund hat die Polizei einen 34-jährigen Belgier gleich zweimal an einem Tag aus dem Verkehr gezogen. Es geht um Drogen und Urkundenfälschung.

  • Ein 34-Jähriger aus Belgien ist der Polizei in Dortmund zweimal ins Netz gegangen.
  • Morgens wurde er auf der A2 erwischt, abends dann erneut.
  • Die Polizei kassierte den Führerschein ein und nahm den Mann in Gewahrsam.

Aus einer Polizeikontrolle am Morgen und den daraus folgenden Maßnahmen hat ein 34-jähriger Mann aus Belgien am Mittwoch (22. Juli) offenbar nicht gelernt: Denn nachdem er morgens auf der A2 bereits seinen Führerschein losgeworden war, fiel er abends gleich wieder auf - und zwar wieder am Steuer seines Autos.

Dortmund: Zweimal an einem Tag gestoppt

"Man kann es wohl einen klaren Fall von dumm gelaufen nennen, wenn man der Polizei wegen derselben Delikte gleich zweimal an einem Tag ins Netz geht", schreibt die Polizei Dortmund in ihrer Mitteilung. Im Falle des 34-Jährigen begann dieser "dumme Tag" zunächst mit einer Kontrolle um 11 Uhr auf der Autobahn. Auf der A2 in Richtung Oberhausen fiel einer Streifenbesatzung zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-Nordost und der Anschlussstelle Dortmund-Mengede ein Fahrzeug auf, dessen Fahrweise sie irritierte. "Nicht nur fuhr das Auto Schlangenlinien und teils mittig zwischen zwei Fahrstreifen. Bei einem Spurwechsel verursachte der Fahrer zudem noch fast einen Auffahrunfall, weil er ein von hinten herannahendes Fahrzeug offenbar übersah", so die Polizei. Grund genug, den Fahrer zu kontrollieren. Dies geschah auf einem Parkplatz an der Anschlussstelle Mengede. Auch in Datteln wurde die Polizei auf zwei junge Leute aufmerksam - auch dabei geht es um Rauschmittel.

Dortmund: Augen des Fahrers verraten viel

Den Grund für die Schlangenlinien konnten die Beamten buchstäblich in den Augen des Fahrers ablesen. Diese zeigten nämlich ihnen wohlbekannte Auffälligkeiten, die ein auf Amphetamine positiv verlaufener Drogenvortest nur bestätigte. Doch damit nicht genug: Erste Ermittlungen ergaben, dass die Kennzeichen des Wagens zur Sicherstellung ausgeschrieben sind und das Auto, in dem er saß, bereits abgemeldet war. Zudem liegt gegen den Mann offenbar in seiner Heimat ein Fahrverbot vor. Ergebnis: Den vorgezeigten Führerschein war der Mann am Ende los, die Polizisten stellten ihn sicher. Die Beamten ordneten die Entnahme einer Blutprobe an und untersagten ihm die Weiterfahrt.

Die schien den Belgier so gar nicht beeindruckt zu haben. Denn er fuhr weiter, wie ein weiteres Team von Beamten der Autobahnpolizei nur rund sieben Stunden später, gegen 18.15 Uhr, feststellen sollte. Denn zu diesem Zeitpunkt fiel ihnen der Wagen des Belgiers auf dem Mengeder Parkplatz erneut auf. Allerdings nicht parkend, sondern er setzte sich gerade in Bewegung. Mit niemand anderem als dem 34-Jährigen am Steuer. Und anderen Kennzeichen als denen am Morgen...

Dortmund: Belgier wird am Abend erneut erwischt

Den Führerschein vorzuzeigen, darum mussten die Beamten nun gar nicht mehr bitten. Dass dieser sich nicht im Besitz des Mannes befindet, wussten die Beamten schon. Die Ermittlungen zu den neuen Kennzeichen ergaben, dass diese für ein anderes Fahrzeug ausgegeben sind. Angemeldet war das Fahrzeug überraschender Weise weiterhin nicht.

Dieses Mal wurde der Mann vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam gebracht. Dort durfte er erneut Blut lassen. "Ihn erwartet nun ein Strafverfahren unter anderem wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, wegen Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Pflichtversicherungs- und Kraftfahrzeugsteuergesetz", berichtet die Polizei Dortmund. (tob)

In Bottrop kam es am Mittwochabend gegen 21.10 Uhr zu einem Polizeieinsatz. Ein 42-Jähriger war zuvor mit Jugendlichen in Streit geraten. Dann fielen Schüsse.

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