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Einige Ruderinnen ärgern sich über Schwimmer im Kanal. Für die könnte eine Zusammenstoß riskant werden.

Dortmund-Ems-Kanal

Ruderinnen fürchten Kollisionen mit Schwimmern

DORTMUND - Es gibt Ärger um die Ruderstrecke der deutschen Nationalmannschaft im Dortmund-Ems-Kanal. Kanalschwimmer springen oft direkt neben den Booten der National-Ruderinnen ins Wasser. Immer wieder müssen sie ihr Training unterbrechen. Die Polizei musste bereits mehrmals einschreiten. Die Hauptgefahr für die Schwimmer lauert unter Wasser.

Bald steht für deutsche Frauen-Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft in Amsterdam an. Die Vorbereitung absolvieren die Frauen im Bundesleistungszentrum Dortmund, direkt am Dortmund-Ems-Kanal.

Das Nachmittags-Training aber ist bei sommerlichen Temperaturen nicht einfach. Denn dann lockt der Kanal viele Badegäste an. Jugendliche springen von Brücken ins Wasser, oft knapp an den Ruderbooten vorbei, hängen sich an Begleitboote, schätzen die Geschwindigkeit der Ruderer falsch ein. Vier bis fünf Meter pro Sekunde legen die Profis im Wasser zurück – da fehlt es an Zeit zum Ausweichen, sollte ein Schwimmer den Booten zu nahe kommen.

Schwimmer sind oft uneinsichtig

Immer wieder haben Trainer und Mitglieder der Ruderclubs die Polizei rufen müssen. Viele uneinsichtige Schwimmer hätten nicht mit sich reden lassen. Eine dauerhafte Lösung sei das nicht. Trainer Thomas Affeldt macht sich Sorgen: „Es ist eine Frage der Zeit, bis ein Unfall passiert.“ Die Frauen sitzen in ihren Achtern mit dem Rücken in Fahrtrichtung. „Da sind sie auf uns in den Beibooten angewiesen. Wir müssen uns nach Schwimmern und Springern umsehen.“

Die Gefahr unter Wasser

Für die Schwimmer nicht sichtbar: die Gefahr unter Wasser. „Oft tauchen sie unter den Booten her. Dort befinden sich Schwerter aus Aluminium“, sagt der Trainer. Diese sogenannten Schwerter sorgen für mehr Seitenstabilität des Bootes.

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