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Der Fernsehmoderator Joko Winterscheidt (r) diskutiert im Revierpark mit Teilnehmern des "Sommerkongresses" der Fridays for Future Bewegung.

Revierpark Wischlingen

Fridays for Future: Am 20. September sollen alle Menschen auf die Straße gehen

Der Sommerkongress der Klima-Aktivisten in Dortmund ist am Sonntag mit einem flammenden Appell zu Ende gegangen.

Update 4. August

Vertreter der Fridays-for-Future-Bewegung haben zum Abschluss ihrer Tagung in Dortmund in einem flammenden Appell die Bevölkerung aufgerufen, sich am 20. September an Klimaschutz-Demonstrationen zu beteiligen. "Wir rufen alle Generationen auf, auf die Straße zu gehen, weil die junge Generation nicht alleine das Klima retten kann und sollte", sagte Carla Reemtsma (21) vom Organisationsteam des Sommerkongresses am Sonntag. Erwachsene und Jugendliche müssten mobilisiert werden, sagte Mitorganisator Jakob Blasel (18). "Weil wir alle brauchen, wenn wir Klimapolitik nachhaltig verändern wollen", so Blasel weiter.

Am 20. September will das Klimakabinett der Bundesregierung ein Paket mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen beschließen. "Wir werden an dem Tag streiken, um den Druck aufrechtzuerhalten, dass wir da vernünftige Maßnahmen brauchen", sagte Reemtsma weiter. Man wolle dabei auch deutlich machen, dass die aktuellen Debatten insbesondere zum Thema CO2-Steuer "nicht ohne uns geführt werden können".

An dem ersten bundesweiten Treffen der Klimaschutz-Bewegung hatten nach Angaben der Veranstalter seit Mittwoch insgesamt rund 1700 Menschen teilgenommen. Rund 200 Workshops, Podiumsgespräche und Arbeitsgruppentreffen standen auf dem Programm.

Organisatoren ziehen für Dortmund eine positive Bilanz

Die Organisatoren zogen eine positive Bilanz des Treffens. "Wir haben aus meiner Sicht alle Ziele erreicht", sagte Blasel. Größtes Ziel sei gewesen, motivierte Menschen zu haben, "die hier rausgehen und bereit sind für weitere Klimastreiks, die bereit sind, weiterhin Politik in Deutschland zu bewegen". Er sei optimistisch für das nächste halbe Jahr. Reemtsma sagte: "Wir haben ganz viel gute Erfahrungen ausgetauscht und uns sehr, sehr gut vernetzt. Wir gehen jetzt mit noch mehr Energie in den Herbst zum großen globalen Klimastreik." Blasel betonte die Forderungen der Bewegung: "Wir wollen den Kohleausstieg, wir brauchen eine CO2-Steuer, und es müssen alle fossilen Investitionen beendet werden."

Auch Teilnehmer äußerten sich positiv über den Kongress: "Man kann megaviel mitnehmen an Inspiration und Motivation für die Arbeit zu Hause", sagte Sophia Kutsch (18), die im westfälischen Borken Fridays-for-Future-Demos organisiert. Wieder daheim, wolle sie mit anderen Aktivisten überlegen, wie verstärkt auch Erwachsene angesprochen werden können.

Weitere Kongresse sind laut Blasel noch nicht konkret geplant. In der Arbeitsgruppe, die den Kongress vorbereitet hat, sei die Stimmung aber optimistisch, "da vielleicht noch einen weiteren zu machen. Aber auf jeden Fall nicht in den nächsten drei Monaten". 

Update 2. August, 13.53 Uhr:

Teilnehmer des Sommerkongresses der Friday-for-Future-Bewegung haben am Freitag in der Dortmunder Innenstadt für mehr Klimaschutz demonstriert. Mit Sprechchören, Musik und Transparenten zogen sie durch die Innenstadt. Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf rund 1500. "Es darf niemals soweit kommen, dass sich die Erde um zwei Grad erwärmt. Wir sind schon sehr nahe daran, und das macht uns riesengroße Angst", sagte eine Rednerin bei einer Kundgebung. An einer Kreuzung verteilten Aktivisten bei einer "Swarming"-Aktion Flugblätter an vor der Ampel wartende Autofahrer.

Auch Angehörige der Gruppierungen Parents-for-Future und Scientists-for-Future beteiligten sich an dem Demozug. Den Menschen müssten nachhaltige Lösungswege aufgezeigt werden, die sie verstehen und anwenden könnten, sagte eine Wissenschaftlerin.

Update 1. August, 20.28 Uhr:

Mit einer Demonstration wollen die Teilnehmer des Fridays-for-Future-Sommerkongresses in Dortmund am Freitag ihren Protest in die Innenstadt tragen. Die jungen Klimaaktivisten starten ihren Zug am Hauptbahnhof (10.00 Uhr). Im Anschluss planen die Klimaaktivisten in kleineren Gruppen "kreative Aktionen des Klimaprotests".

Geplant sind unter anderem zwei sogenannte "Swarming"-Aktionen. Dabei wollen Demonstranten an einer Kreuzung in der Innenstadt bei Grünphasen für Fußgänger auf die Fahrbahn treten und Flugblätter an die haltenden Autofahrer verteilen. Aus Sicherheitsgründen werden die Aktionen durch die Polizei begleitet.

Update 1. August, 16.30 Uhr:

Mit einem Streikaufruf "an alle" hat der Entertainer Joko Winterscheidt den jungen Klimaaktivisten von Fridays for Future den Rücken gestärkt. "Warum geht nur ihr auf die Straße? Warum sind es nicht die Leute, die am Freitag in einem Büro sitzen", rief er am Donnerstag Hunderten jungen Klimaaktivisten bei dem ersten großen Fridays-for-Future-Kongress in Dortmund zu. "Warum legt man nicht einfach mal - steile These - dieses Land lahm an einem Freitag?" Alle zeigten immer begeistert auf das, was die jungen Aktivisten bisher geleistet hätten, so Winterscheidt weiter, "aber viel zu viele bleiben zuhause".

Er sei beeindruckt vom andauernden Engagement der Fridays-for-Future-Bewegung. "Ihr seid dabei, etwas zu verändern", sagte Winterscheidt. "Von wegen, die Jugend hätte kein Interesse, ihr seid diejenigen, die alles richtig machen", ermunterte er die Teilnehmer bei einem Auftritt auf der Bühne des Kongresses.

Von Mittwoch bis Sonntag sind rund 1500 Schüler und Studenten zu dem Treffen nach Dortmund gekommen. Der erste Kongress dieser Art und Größenordnung soll dem persönlichen Kennenlernen, der besseren Vernetzung und Stärkung der Bewegung dienen. Auch der künftige Kurs wird beraten. Entscheidungen sollen ausdrücklich nicht getroffen werden, hieß es aus dem Organisationsteam.

Bei Podiumsgesprächen und in Arbeitsgruppen befassen sich die Teilnehmer mit ihren Forderungen sowie den Zusammenhängen des Klimawandels, eignen sich aber auch methodisches Rüstzeug auf den Feldern Rhetorik oder Kampagnenarbeit an. Am Freitagvormittag gibt es eine Kundgebung in der Innenstadt.

Update 1. August, 14 Uhr:

40 große Zelte stehen derzeit auf einem Feld in der Stadt Dortmund. In der Nähe werden noch viele weitere Zelte aufgebaut. Denn am Mittwoch hat in Dortmund das große Sommercamp von "Fridays for Future" begonnen. Da wollen natürliche viele Klimaschützer dabei sein. Mehr als 1400 Menschen sind angemeldet.

Fünf Tage lang geht das Treffen. Dabei wollen sich die Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Deutschland kennenlernen und austauschen. Es gibt auch eine Menge Vorträge, etwa zum umweltfreundlichen Leben. Viele Teilnehmer sind alleine angereist. Andere kommen mit ihren Eltern. So können die Erwachsenen vor Ort auch noch etwas lernen.

So ein großes Treffen ist mit ganz schön viel Arbeit verbunden. Darum gibt es etwa 200 Helfer. Sie kümmern sich zum Beispiel darum, dass die Mikrofone bei den Vorträgen funktionieren. Oder darum, dass alle eine Schlafplatz haben. Einige schlafen in den Zelten, andere übernachten in Turnhallen. Gekocht wird jeden Tag für alle Teilnehmer - vegan und damit ganz tierlieb.

Update 31. Juli, 17.48 Uhr:

Hunderte Klimaaktivisten sind am Mittwoch aus ganz Deutschland zu einem Kongress der Fridays-for-Future-Bewegung nach Dortmund gereist. Zu dem Treffen werden bis Sonntag mehr als 1400 Schüler und Studenten erwartet. 

Der erste Kongress dieser Art und Größenordnung soll dem persönlichen Kennenlernen, der besseren Vernetzung und Stärkung der Bewegung dienen. Auch der künftige Kurs wird beraten. Bei Podiumsgesprächen und in Arbeitsgruppen ab Donnerstag wollen sich die Teilnehmer mit ihren Forderungen sowie den Zusammenhängen des Klimawandels befassen, aber auch methodisches Rüstzeug auf den Feldern Rhetorik oder Kampagnenarbeit erlangen.

Als Vortragende und Referenten werden unter anderem der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt, zahlreiche erfahrene Aktivisten anderer Organisationen oder Verbände, Gewerkschafter und Wissenschaftler erwartet. Am Freitagvormittag gibt es eine Kundgebung in der Innenstadt. Der Kongress findet auf einem weitläufigen Parkgelände in Dortmund statt. Die Aktivisten sind in Zelten oder Turnhallen untergebracht.

Was wir bisher berichteten:

Bei einem fünftägigen Treffen in Dortmund wollen sich Aktivisten der Klimabewegung Fridays for Future austauschen und den künftigen Kurs beraten.

Ab Mittwoch (ab 14 Uhr) reisen rund 1400 Teilnehmer zum Sommerkongress nach Dortmund an.

Das Treffen der Schüler und Studenten sei das größte dieser Art in der Geschichte der noch jungen Bewegung, hieß es vorab.

Für Freitag ist eine Demonstration angekündigt

Ziel sei eine bessere Vernetzung, ein gegenseitiges Kennenlernen und ein Austausch über Themen, kündigten die Organisatoren an. 

Bei Podiumsgesprächen und in Arbeitsgruppen wollen sie sich gemeinsam mit den Forderungen und Zusammenhängen des Klimawandels befassen, aber auch methodisches Rüstzeug auf den Feldern Rhetorik oder Kampagnenarbeit erlangen.

Für den Freitag ist eine Demonstration angekündigt. Der Kongress findet auf einem weitläufigen Parkgelände in Dortmund statt. Die Aktivisten sind in Zelten oder Turnhallen untergebracht.

dpa

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