Das Landgericht Dortmund sprach das Urteil gegen den Kalischnikow-Schützen.
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Das Landgericht Dortmund sprach das Urteil gegen den Kalischnikow-Schützen.

Urteil am Dortmunder Landgericht

Haftstrafe nach Schuss aus der Kalaschnikow

34-jähriger Mann sorgte vor sieben Monaten für große Aufregung in der Dortmunder Innenstadt. Sein Opfer kämpfte ums Überleben.

Sieben Monate nach einem Schuss aus einer Kalaschnikow mitten in der Dortmunder Innenstadt hat das Dortmunder Landgericht einen 34-jährigen Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Urteil lautet auf fahrlässige Körperverletzung. Nach Ansicht der Richter steht nicht einwandfrei fest, dass der Angeklagte wusste, dass die Waffe in seiner Hand entsichert und damit schussbereit war.

Schuss soll sich unabsichtlich gelöst haben

Der Angeklagte hatte berichtet, dass er das Sturmgewehr an diesem Tag unbedingt aus seiner Wohnung schaffen wollte und es deshalb in seiner Tasche hatte. Angeblich wollte er es zu seinem Vater bringen. An einem Kiosk am Ostentor habe er dann aber schnell noch ein paar Flachmänner Schnaps kaufen wollen. Dabei sei er auf seinen Bekannten getroffen. Als er diesem die Waffe zeigen wollte, habe sich unabsichtlich der Schuss gelöst, so der 34-Jährige weiter.

Projektil hatte Oberschenkel durchschlagen

Der Dortmunder war nach der Tat geflüchtet und erst Stunden später an der Wohnung seines Vaters festgenommen worden. Beim Sprung von einem Baugerüst brach er sich das Bein. Im Krankenhaus kämpften die Ärzte zur gleichen Zeit sogar um das Leben des Opfers des Kalaschnikow-Schusses. Das Projektil hatte den Oberschenkel des Mannes durchschlagen und den Knochen zertrümmert. Weil das Opfer viel Blut verlor, musste es notoperiert werden.

Der Verletzte ist bis heute auf einen Rollstuhl angewiesen. Eigenen Angaben zufolge können die Ärzte sogar dauerhafte Einschränkungen nicht ausschließen.

Martin von Braunschweig

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