Trickbetrug am Telefon greift immer weiter um sich. Ein Dortmunder Rentner hat jetzt zum Glück alles richtig gemacht.
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Trickbetrug am Telefon greift immer weiter um sich. Ein Dortmunder Rentner hat jetzt zum Glück alles richtig gemacht.

Falsche Polizisten rufen an

Sie wollen ihn um sein Geld bringen - doch der Dortmunder Rentner passt auf

  • Dr. Thomas Brysch
    vonDr. Thomas Brysch
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Direkt in die Arme der Polizei hat ein aufmerksamer Dortmunder Rentner drei Tatverdächtige geführt. Sie wollten als falsche Polizisten 20.000 Euro von dem 71-Jährigen ergaunern.

  • Als angebliche Polizisten wollen Betrüger einen Dortmunder Rentner um 20.000 Euro bringen.
  • Der Rentner meldet sich jedoch sofort bei der echten Polizei, die drei Tatverdächtige festnehmen kann.
  • Die Polizei gibt wichtige Tipps, wie man sich vor Betrug am Telefon schützen kann.

Ein 71-jähriger Dortmunder hat sich jetzt als findiger Hilfspolizist hervorgetan. Der Senior hatte einen betrügerischen Anruf von falschen Polizeibeamten erhalten und sofort geschaltet. Er benachrichtigte die Polizei und trug mit seinem Verhalten zur Festnahme von drei Tatverdächtigen bei.

Rentner soll 20.000 Euro von der Bank holen

Es war zur Mittagszeit, als der Dortmunder den verdächtigen Anruf erhielt. 20.000 Euro waren von ihm gefragt. Viel Geld, mit dessen Abholung er angeblich maßgeblich zu einem Ermittlungsverfahren beitragen werde, in dem es um Falschgeld bei seiner Hausbank gehe. Wenn er das Geld abgeholt habe, solle er es an einem bestimmten Ort ablegen, so sein Gesprächspartner. Dort würde es ein Täter abholen, den die Polizei dann festnehmen werde.

Die echte Polizei ist von Anfang an dabei

Die Betrüger hatten sie jedoch die Rechnung ohne den 71-Jährigen gemacht. Dieser schöpfte nämlich Verdacht und tat genau das richtige: Er rief die echte Polizei an - und erhielt die Bestätigung, dass die Geschichte, die er gehört hatte, der kriminelle Fantasie von Betrügern entsprungen war. Und so ließ der Dortmunder sich zwar scheinbar auf die Forderungen der Anrufer ein, ging auch zu seiner Bank und deponierte schließlich eine - nur vorgeblich mit Geld gefüllte - Tasche an der verabredeten Stelle. Alles jedoch begleitet durch Beamte der Dortmunder Polizei.

Beamte können junge Verdächtige aus Dortmund am Übergabeort festnehmen

Und diese schlugen sodann auch zu. Im Bereich Hagener Straße/Kirchhörder Berg stoppten sie ein verdächtiges Fahrzeug, das ihnen mehrmals in der Nähe des Übergabeortes aufgefallen war. Die beiden Insassen (19 und 27, beide aus Dortmund) nahmen sie an Ort und Stelle fest. Einen dritten Tatverdächtigen (19, aus Dortmund) konnten sie ebenfalls stellen. Der Weg des Trios führte anschließend statt zum großen Geld ins Polizeigewahrsam.

Die Polizei gibt wichtige Tipps im Kampf gegen die Betrüger

Die Polizei möchte auch weiterhin verhindern, dass Betrüger als falsche Polizisten das Ersparte von Dortmunder und Lüner Bürgern erlangen. Deshalb gibt sie folgende Hinweise:

  • Wichtig: Die Polizei wird Sie nie anrufen und nach Wertsachen fragen! Sie wird Sie zudem nie - wie es häufig bei dieser Masche geschieht - unter der Rufnummer 110 anrufen!
  • Es gibt vier Fragen, die Sie sich bei verdächtigen Anrufen stellen können. Beantworten Sie nur eine mit "Ja", ist Skepsis angebracht und Sie sollten auflegen! Werden Sie am Telefon nach Geld gefragt? Nach Wertsachen? Werden Sie zur Verschwiegenheit aufgefordert? Sollen Sie mit der 110 verbunden werden?
  • Allgemein gilt: Übergeben Sie Ihr Geld niemals an unbekannte Personen!
  •  Sind Sie unsicher, ob "echte" Polizeibeamte vor Ihnen stehen oder anrufen, ziehen Sie Nachbarn oder Angehörige hinzu oder besser: Rufen Sie die Polizei unter 110 an. Die Kollegen der Leitstelle können herausfinden, ob an Ihrer Anschrift Ermittlungen laufen.
  • Wichtig: Lassen Sie sich nicht mit der 110 oder angeblichen Kollegen verbinden, drücken Sie nicht die Rückruftaste! Legen Sie auf und wählen Sie selbst die 110. 
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben - egal, ob Sie den Betrug erkannt und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls Opfer geworden sind.
  •  Häufig sind ältere Menschen die Zielscheibe von Trickbetrügern. Deshalb ist der Polizei besonders wichtig: Informieren Sie Seniorinnen und Senioren in Ihrem Umfeld und sprechen Sie über die Maschen der Betrüger.
  • Die "jüngere Generation" kann Verwandte oder Bekannte auch mit praktischen Maßnahmen unterstützen. Helfen kann zum Beispiel das Löschen des Telefonbucheintrags. Oft suchen die Täter noch immer über Vornamen nach potenziell älteren Menschen.

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