Dortmund-Tatort

Erstes Gespräch zwischen OB Sierau und WDR-Chef Buhrow nach Kritik am Tatort

DORTMUND - Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hatte vergangene Woche heftige Kritik am Dortmund-Tatort geübt, WDR-Chef Tom Buhrow per Brief gekontert. Nun haben beide miteinander geredet.

Eine Woche nach seiner massiven Kritik am Dortmund-"Tatort" hat Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau mit WDR-Intendant Tom Buhrow erstmals über das Thema gesprochen. Wie Stadt-Pressesprecher Frank Bußmann bestätigte, haben Sierau und Buhrow am Montagnachmittag (28. Januar) telefoniert.

Zum Inhalt des Gesprächs teilte Bußmann wenig mit: " Es war ein sehr vernünftiges Gespräch. Es wurde vereinbart, "den Dialog und den Austausch in der Sache fortzusetzen", hieß es auf Nachfrage am Mittwochnachmittag.

Sieraus Kritik: Fortwährendes Mobbing im Tatort

In der Pressemitteilung vom Montag der Vorwoche (21. Januar), die seinen Brief an Buhrow zusammenfasst, hatte Sierau unter anderem gewettert: "Was sich in vorherigen Folgen schon angedeutet hat, lässt sich nach der Folge von Sonntag nur als fortwährendes Mobbing gegenüber einer Stadt, einer Region sowie den dort lebenden Menschen bezeichnen."

Auch ein fiktionaler Krimi müsse ein "Mindestmaß an Bezug zur Realität" vorweisen. Sierau hatte sogar geschrieben, dass er nichts gegen eine Einstellung des Dortmund-Tatorts hätte.

Buhrows Konter: Tatort muss kein Image aufpolieren

Buhrow hatte die Kritik seinerseits per Brief zurückgewiesen: Ein Tatort habe nicht die Aufgabe, "das Image einer Stadt oder einer Region aufzupolieren". Er frage sich, "ob es wirklich im Sinne der Dortmunderinnen und Dortmunder ist, wenn Sie sagen, dass Sie das erfolgreiche Team um Kommissar Faber gerne ziehen lassen würden".

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