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Das Dortmunder Gericht greift gegen einen notorischen Verkehrssünder durch.

Urteil vor dem Schöffengericht Dortmund

Das unrühmliche Ende einer atemberaubenden Verfolgungsjagd

33-Jähriger notorischer Auto-Rüpel aus Dortmund muss in Haft – doch das ist für ihn wohl nicht das Schlimmste.

Nach einer atemberaubenden Verfolgungsfahrt mit der Polizei durch halb Dortmund steht ein notorischer Verkehrssünder jetzt vor den Trümmern seiner Taten. Am Freitag verhängte das Schöffengericht Dortmund gegen den vielfach vorbestraften Autofahrer zwei Jahre und zehn Monate Haft – und legte ihm dazu eine lebenslange Führerschein-Sperre auf.

Mit Tempo 130 im Gegenverkehr unterwegs

„Wir sind schlichtweg fassungslos, wie man sich so verkehrsfeindlich verhalten kann“, sagte Richter Jan Schwengers. „Das war eine Verfolgungsfahrt, wie sie im Buche steht – allerdings im Strafgesetzbuch.“ Und weiter: „Es grenzt an ein Wunder, dass bei dieser Fahrt niemand zu Schaden gekommen ist.“

Wie durch ein Wunder kommt niemand zu Schaden

In der Tat war es am 5. Dezember 2018 weder zu Personen- noch zu Sachschäden gekommen. Auf dem letzten Teilstück der Verfolgungsjagd waren der 33-Jährige und seine Verfolger mit Tempo 130 und sogar mehrere hundert Meter als Geisterfahrer im Gegenverkehr unterwegs. Die Szenen des am Amtsgericht abgespielten, achtminütigen Videos erinnerten an eine Formel-1-Fahrt auf dem Stadt-Parcours in Monte Carlo. 

BMW-Fahrer: "Ich war voll in Panik"

Der im Prozess geständige BMW-Fahrer sollte damals von der Polizei kontrolliert werden. Warum er dann plötzlich voll aufs Gas getreten hat? „Ich war in Panik“, gab der 33-Jährige zu. Der Wagen war weder zugelassen, noch versichert, hatte zudem gefälschte Siegel aufgeklebt. Außerdem hatte sich der 33-Jährige nur neun Tage zuvor wegen diverser Verkehrsverstöße am Amtsgericht bereits 30 Monate Haft eingefangen. Alles in allem stehen dem 15-fach vorbestraften Mann nun somit mehr als fünf Jahre im Gefängnis bevor.

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