Dortmunder Zoo

Das Panda-Baby im Dortmunder Zoo macht sich fein für die große Bühne

Bereits am 24. Juni konnten sich das Kleine Panda-Paar Jingling und Liang über ihren Nachwuchs freuen. Zoo-Besucher mussten sich aber für einen Blick auf das Junge bis jetzt gedulden.

Für die Art der Kleinen Pandas typisch hatte das Jungtier seine ersten Monate in einer unterirdischen Wurfbox zugebracht und kam nur sporadisch nach draußen. Ab jetzt kann man das Baby öfter auch im Gehege zu Gesicht bekommen.

Mutter kümmert sich allein ums Baby

In seiner Wurfbox wurde das zunächst nur 110 bis 200 Gramm schwere Baby in den ersten Tagen rund um die Uhr von seiner Mutter Jingling betreut. Auch danach war sie bis zu zehnmal am Tag mit der Pflege des Kleinen beschäftigt - und das fast zehn Wochen lang. Denn bei den Kleinen Pandas ist die Kinderpflege reine Frauensache. Für das Kleine Panda-Weibchen können diese Mühen aber mittlerweile schon fast als Routine bezeichnet werden, ist sie doch nun zum dritten Mal Mutter.

Vater Liang hatte es sich in der Zwischenzeit allein in der großen Esche im Gehege - dem Hauptwohnsitz der Kleinen Pandas - gemütlich gemacht. Die bis zu 120cm großen Kleinen Pandas bevorzugen auch in der Natur hohe Bäume als Lebensraum. In der Tat verbringt die Spezies, die wie eine Mischung aus Katze und Bär aussieht, einen großen Teil ihres Lebens auf Baumwipfeln. Auch das Jungtier turnt mittlerweile in den Bäumen des Geheges herum.

Panda-Baby könnte in ein paar Monaten schon Dortmunder Zoo verlassen

Wer das noch namenlose Panda-Baby bewundern will, sollte sich aber beeilen. Lange wird das jüngste Mitglied der Kleinen Panda-Familie wahrscheinlich nicht im Dortmunder Zoo bleiben: Da es sich bei dem Nachwuchs um einen Jungen handelt, könnte es schon bald Revierstreitigkeiten mit Papa Liang geben. Kleine Pandas werden nämlich schon mit 18 Monaten geschlechtsreif und suchen sich dann ihr eigenes Revier. Sie sind nämlich in der Regel Einzelgänger und kommen nur für die Paarung zusammen.

Deswegen wird es das Panda-Baby vermutlich in einen anderen Zoo verschlagen, wo er zur Arterhaltung beitragen wird. Denn die normalerweise in den Gebirgsregionen Nepals, Chinas, Myanmars, Indiens und Bhutans beheimateten Kleinen Pandas sind stark vom Aussterben gefährdet und stehen deshalb auch auf der Roten Liste bedrohter Tiere des WWF.

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