Drei Sexualstraftaten

Die Suche der Dortmunder Polizei nach dem Serientäter

Dortmund - Nach drei Sexualstraftaten sucht die Polizei in Dortmund einen Serientäter. Ein Hinweis einer Spaziergängerin führte am Donnerstagmorgen in einen Wald am Ahlenberg.

Es ist Donnerstag, 8.15 Uhr. Eine Hundehalterin ist in einem Waldgebiet in der Nähe des Restaurants "Dieckmann's" im Dortmunder Süden unterwegs - und beobachtet einen Mann, der sie konsequent verfolgt. Sein Gesicht soll dem von der Polizei veröffentlichten Phantombild ähneln. Allerdings ohne Dreitagebart, sondern rasiert. Die Hundehalterin alarmiert die Polizei. Innerhalb kürzester Zeit treffen zunächst vier Streifenwagen ein.

Dann die Entwarnung. Die Personenbeschreibungen stimmen nicht überein. Eine Szene, die sich in diesen Tagen in Dortmund wiederholen kann. "Wir nehmen jeden Hinweis sehr ernst und gehen jedem Hinweis nach", sagt Polizeisprecherin Cornelia Weigandt. Das können "Ad hoc"-Einsätze als Reaktion auf einen Notruf sein oder lautlose Ermittlungen, die später ohne Blaulicht und Alarm zu einer Anschrift führen, an der sich der gesuchte Mann aufhalten könnte.

Seit klar ist, dass ein Sexualstraftäter für die Überfälle auf drei Frauen innerhalb von fünf Tagen verantwortlich sein soll, ist die Dortmunder Polizei im Stadtgebiet unterwegs, um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und aktiv Zeugen zu suchen. Sie will den Fahndungsdruck erhöhen und warnen. Die Taten ereigneten sich

Mit Flugblättern gibt die Polizei Hinweise "zum Schutz vor sexuellen Übergriffen". Insbesondere Frauen sollen bei Spaziergängen oder auf der Joggingstrecke sehr aufmerksam sein und keine Musik über Kopfhörer hören. "Achten Sie auf ihr Bauchgefühl, das Gefühl, dass etwas oder jemand nicht in Ordnung ist".

Kriminalpolizisten, Bezirksdienstbeamte aus den Wachen in den Stadtteilen sowie Beamte der Fahrradstaffel und der Reitertstaffel verteilen die Flugblättter.

Polizei bittet: nicht bewaffnen

"In fast allen Fällen tritt dieses Gefühl als instinktives Alarmsignal auf", schreibt die Polizei - ist das Gefühl da, gibt es nur noch eins: Den Notruf 110 wählen, die Situation und den Aufenthaltsort beschreiben, schnellstmöglich andere Menschen um Hilfe bitten und einen sicheren Ort aufsuchen.

Eindringlich warnt die Polizei vor "eigener aktiver Bewaffnung", einschließlich Pfefferspray. Der Täter könne sein Opfer entwaffnen und die Waffen selbst anwenden. Schrillalarm-Geräte und Trillerpfeifen seien geeignete "Krachmacher", um auf eine Notlage aufmerksam zu machen.

Die Polizei sucht weiter Zeugen, die Hinweise auf den Mann geben können: Wo ist er gerade unterwegs? Wo wohnt er? Wo hat er sich einmal aufgehalten? Wer könnte mehr wissen? Zeugen können sein:

Hier noch einmal die Täterbeschreibung, mit der die Polizei seit der Tat in einem Wald in Hacheney arbeitet:

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