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Auf dem E-Scooter gelten auch die üblichen Verkehrsregeln.

Betrunken auf der Universitätsstraße gefahren

Drogen und Alkohol - Bochumer Polizei stoppt gleich zehn Männer auf E-Scootern

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E-Scooter im Straßenverkehr: Daran müssen sich viele Menschen zunächst noch gewöhnen. Und offensichtlich auch daran, dass für die Elektroroller dieselben Regeln gelten wie für andere motorisierte Fahrzeuge. 

Vor allem nachts scheinen einige Zeitgenossen die E-Scooter für teils lebensgefährliche Situationen zu nutzen. Diese Erfahrung musste jetzt die Polizei in Bochum machen. Am Montagmorgen (16.9.) stoppten die Beamten um 3 Uhr einen 32-Jährigen, der auf der Wattenscheider Straße mit einem elektrifizierten Roller unterwegs war: Der Drogenvortest verlief positiv, anschließend wurde eine Blutprobe angeordnet. Auch am Hauptbahnhof war ein 30-Jähriger offensichtlich unter Drogeneinfluss per E-Scooter unterwegs. 

Bei Trunkenheit auf dem E-Scooter droht Führerscheinentzug

„Es scheint immer noch nicht bekannt zu sein, dass für E-Scooter-Fahrer dieselben Promille-Grenzen gelten wie für Autofahrer. Und da kann auch schon nach ein oder zwei Bier der Führerscheinverlust drohen“, teilt die Bochumer Polizei mit. 

So könnte es auch acht jungen Männern zwischen 19 und 28 Jahren ergehen, die am Wochenende mit Mietrollern durch die Stadt zogen: „Zum Teil sehr hohe Promillewerte“ stellten die Beamten fest. Ein Hattinger, der morgens um 4 Uhr auf der mehrspurigen Universitätsstraße mit einem E-Scooter fuhr, hatte etwa 1,2 Promille im Blut. „Lebensgefährlich“, so das Urteil der Polizei. 

Die Polizei erinnert in diesem Zusammenhang an die Promillegrenzen für Kraftfahrzeugführer:

  • Wer mit 0,5 - 1,09 Promille ein Kraftfahrzeug führt und dabei keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid. Das heißt in aller Regel: 500 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Nach Ablauf des Fahrverbotes wird der Führerschein zurückgegeben. 
  • Eine Straftat liegt immer dann vor, wenn der Kraftfahrzeugführer trotz einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille und mehr fährt. Auf Ausfallerscheinungen kommt es dabei nicht an. 
  • Aber auch bei geringeren Promillewerten ab 0,3 Promille liegt nicht mehr nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat vor, wenn alkoholtypische Ausfallerscheinungen (Schlangenlinienfahrt, alkoholtypischer Unfall) festgestellt wurden. In diesen Fällen droht eine Geldstrafe, bei Wiederholungstätern sogar eine Freiheitsstrafe. Die Fahrerlaubnis wird für mindestens sechs Monate entzogen. Wird aufgrund des Alkohols ein Unfall verursacht, sind es mindestens zwölf Monate. 
  • Ein absolutes Alkoholverbot besteht für Fahranfänger und junge Fahrer. Wer in der Probezeit oder unter 21 Jahre alt ist und unter der Wirkung von Alkohol fährt, muss 250 Euro Geldbuße zahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Zudem wird ein Aufbauseminar verhängt und die Probezeit von zwei auf vier Jahre verlängert.

In Waltrop sucht die Polizei Hinweise auf einen Mann, der vor einer 70-Jährigen onaniert hat.

In Recklinghausen ist ein Streit am Hauptbahnhof eskaliert.

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